Die Hedgefonds-Branche hat 2009 die höchsten Renditen seit einem Jahrzehnt erzielt: Mit einem durchschnittlichen Gewinn von 20,04 Prozent machte sie die Verluste aus dem Krisenjahr 2008 wett (-19,03%). 1999 erzielten die Fonds eine Rendite von 31,29 Prozent. Die Branche ist heute zwei Billionen US-Dollar schwer (Hedge-Fund-Research, 8. Jänner 2009).
Die Banken haben - obwohl sie das leidenschaftlich bestreiten – die Finanzkrise wesentlich mitverschuldet. Hoch-Risiko-Geschäfte mit Derivaten, Kreditverbriefung und –Weiterverkauf, riskante Fremdwährungskredite in Osteuropa: Das globale Casino hatte viele Spieltische. In Österreich machten die Banken enorme Profite - während sich ihre effektive Steuerbelastung zwischen 2004 und 2007 von 13,02% auf 7,41% halbierte. All das geschah mit der "Rückversicherung", im Notfall mit Steuergeld gerettet zu werden. Durch die jahrelange Privatisierung der Gewinne wurde die Vermögensverteilung immer ungleicher. Eine Bankenabgabe ist deshalb mehr als angebracht! Wenn auch nicht ausreichend: Zur künftigen Krisenvermeidung ist auch noch notwendig, dass Banken auf ihr Kerngeschäft beschränkt und auf den Pfad des Gemeinwohls zurückgebracht werden.
Zur Attac-Presseaussendung: > http://www.attac.at/8581.html
Zur allgemeinen Überraschung schwenkt die ÖVP auf umfassenderen Verstaatlichungskurs. Die – zweifellos systemrelevante – Nationalbank soll nach Vorstellungen des Finanzministers ihrer privaten Teilhaber, der österreichischen Geschäftsbanken, entledigt werden. Warum gerade jetzt? Nach dem Ausscheiden von BAWAG und ÖGB halten private Banken wie Raiffeisen noch 30 % der Nationalbank-Anteile. Dieser Schritt ist zunächst sehr zu begrüßen, denn dass die privaten Banken die eigene Aufsicht mitbestimmen, ist mit dem Prinzip unabhängiger Kontrolle unvereinbar. Auch dass Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung die Nationalbank mitbesitzen, ist nicht gerade demokratisch. Deshalb sollte die Nationalbank nicht einfach verstaatlicht, sondern demokratisiert werden: 100 Prozent öffentliches Eigentum, aber Mitsprache aller gesellschaftsrelevanten Gruppen. Die Schwedische Reichsbank zeigt, dass ein Stakeholer-Modell möglich ist.
Wie jedes Jahr haben die schweizer NGO Erklärung von Bern und Greenpeace Schweiz in Sichtweite des Weltwirtschaftsforums in Davos die skrupellostesten Unternehmen des Jahres gekürt. Die Public Eye Awards 2010 haben sich diesmal die Royal Bank of Canada sowie der Pharmakonzern Roche verdient. Auch die Online-Abstimmung für den Publikumspreis mit über 20'000 Teilnehmern konnte Roche nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen GDF/Suez für sich entscheiden. Der erste Preis aus der neu eingeführen Kategorie "Greenwash Award" geht derweil an das höchst fragwürdige UNO Wassermandat.
Genaue Informationen zu den "Verdiensten" der einzelnen Unternehmen und Videos der Preisverleihung sind unter > http://www.publiceye.ch/de zu finden.
In wissenschaftlichen Bereichen zeigt sich Bewegung nach dem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen: multidisziplinär Wege in die nachhaltige Zukunft des Miteinander werden von BOKU Wien, TU Wien, Universität Wien, WU Wien und INEX (dem International Network for Educational Exchange) aufgezeigt.
Die interuniversitäre Lehrveranstaltung zum Thema Nachhaltige Entwicklung wird im Sommersemester 2010 ab 8. März für Diplom- und Master-Studierende aller Studienrichtungen angeboten (Bewerbungsdeadline ist der 10. Februar 2010).
Von der BOKU Wien wird Helga Kromb-Kolb den Problembereich Klimawandel thematisieren; von der TU Wien stehen nachhaltiges Bauen und Energie im Focus von Karin Stieldorfs Ausführungen. Während sozial-ökologische Politiken Ulrich Brand von der Universität Wien analysieren wird und Ecological Economics die Schwerpunktsetzung von Sigrid Stagl (WU Wien) ist.
Nähere Informationen unter > www.SustainabilityChallenge.org.
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radioFRO 105.0, Linz - Di., 19.00-20.00
FreiesRadio Salzkammergut - Di., 10:00 Uhr und 2./4. Do. im Monat, 19.00 -19.30
Radio AGORA 105.5, Klagenfurt -Mi., 19.00-19.30
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FREIRAD 105.9, Innsbruck - Do., 11:06 - 11:36
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Radio Proton, Vbg. - Di., 21.30 - 22.00
Polyradio, Mittelwelle 1475, oesterreichweit
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