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Gender Mainstreaming und Attac Österreich

Oben: "Feministische Alternativen": Eindeutiger Hinweis bei der ersten Attac-Generalversammlung in Molln/OÖ
Unten: Attac hat überdurchschnittlich viele Aktivistinnen

Bei der konstituierenden Generalversammlung von Attac Österreich am 20.5. 2001 wurde das Prinzip des Gender Mainstreaming in die Statuten von Attac verankert. Darunter wird verstanden, dass bei allen Maßnahmen, Entscheidungen und Gremien, so zum Beispiel bei Fragen der Zusammensetzung, der Verteilung der Entscheidungskompetenz, der zugänglichen Ressourcen und der Auswirkungen hinsichtlich Normen und Werten der Aspekt der Gleichstellung der Geschlechter im Vorhinein einzuschätzen, während des Prozesses zu beobachten und im Nachhinein zu evaluieren ist.

Zur Sichtbarmachung des Gender Mainstreaming Prinzips verpflichtet sich Attac zu einem geschlechterparitätischen Auftreten nach aussen. Weiters wird in allen Regionalgruppen ein/e GM - Beauftragte/r eingerichtet, die/der als Ansprechperson für das GM-Gremium dient und auf die Einhaltung des GM-Prinzips in der jeweiligen Regionalgruppe achtet.

Setzt eine Gruppe oder der Vereinsvorstand dennoch eine dem GM-Prinzip entgegengesetzte Aktivität (durch eine Veranstaltung, Artikel, Broschüre, etc.), so hat eine korrigierende Maßnahme (Gegenveranstaltung, Korrigendum, etc.) nach Absprache mit dem GM-Gremium zu erfolgen, die die betroffene Gruppe/der Vorstand selbst entwickelt. Hierfür kann die Unterstützung des GM-Gremiums in Anspruch genommen werden. Ist die betroffene Gruppe/der Vorstand säumig, kann das GM-Gremium eine korrigierende Maßnahme vorschlagen und im Dialog mit der Gruppe/dem Vorstand für deren Umsetzung sorgen. Lehnt die Gruppe/der Vorstand auch nach diesen Vermittlungsversuchen eine solche Aktivität ab, ist das GM-Gremium berechtigt, den/die KassiererIn anzuweisen, bis zu 1/3 der der Gruppe/dem Vorstand zugewiesenen Geldbeträge zurückzubehalten, solange bis eine GM-konforme Maßnahme durchgeführt worden ist. Der/die KassiererIn hat dieser Anweisung Folge zu leisten.

Das Gender Mainstreaming Gremium (GMG) besteht z.Z. aus folgenden Personen:

  • Erna Dittelbach
  • Julianna Fehlinger
  • Christian Schoder
  • Heinz Mittermayr

Die Aufgabe des GMG wird es sein, Kontakt zu den regionalen - und inhaltlichen Arbeitsgruppen herzustellen und die Vermittlung der geschlechterspezifische Analyse in allen Arbeitsbereichen von Attac zu erreichen. Die Tatsache, dass Frauen überproportional von den negativen Auswirkungen der neoliberalen Globalisierung betroffen sind, und eine Oligarchie von (überwiegend) weißen Männern die Nutznießer dieser Form der Globalisierung ist, muss in alle Themen und Aktionen von Attac Österreich einfließen. Das ist das erklärte Ziel des GMG und von Attac Österreich.

Einführende Texte zu Gender Mainstreaming

Texte für Regional- / Inhaltsgruppen

Leitfaden für AutorInnen