Kandidaturen Attac Vorstand

Barbara Glattauer

Foto c Rastl

Gut vier Jahre ist‘s nun her seit meinem Entschluss, nicht mehr nur meiner täglichen Routine nachgehen zu wollen, sondern auch einen kleinen Beitrag zu leisten, um diese Gesellschaft in eine positive Richtung zu verändern. Leicht war das nie und wird das gerade jetzt nicht werden. Aber in Attac habe ich eine Organisation gefunden, die sich dieser Herausforderung in einer Weise stellt, die mir zutiefst entspricht: Kritisch, ressourcenorientiert, mutig, feministisch, emanzipatorisch, solidarisch, visionär - um nur einige Schlagworte zu nennen.
Begonnen hat mein Engagement bei Attac in der Kampagne gegen TTIP, CETA und TiSA, wo ich mich vor allem als Referentin beteiligte. Seit letztem Jahr bin ich nun im Vorstand und helfe vor allem in der Organisation der SoAk mit und bin in der internationalen Vernetzung des Europäischen Attac Netzwerks aktiv.
Begeistert hat mich bei Attac vor allem der Spirit der Menschen, die sich engagieren. Die gemeinsamen Treffen - bei der SoAk oder anderen Gelegenheiten - sind Orte zum Kraft und Optimismus schöpfen.
Ich freue mich darauf meine bisherige Erfahrung in einem weiteren Jahr im Vorstand einbringen zu können und Attac im Kampf für eine andere Welt und das gute Leben für alle Menschen zu unterstützen.

Ralph Guth

Foto: Manuel Zauner

Ich bin Politikwissenschafter in Wien, studiere Rechtswissenschaften und bin seit Herbst 2016 auch in der Flüchtlingsberatung tätig. Bei Attac aktiv bin ich seit der SoAk 2010. Erst ging es mir darum, die Krise auch ökonomisch besser zu verstehen, später konnte ich mich selbst inhaltlich einbringen. Seit 2014 bin ich im Vorstand und beschäftige mich vor allem mit der Frage, wie eine progressive kritischere Positionierung gegenüber der EU aussehen kann. Ein spannendes Thema, zu dem wir vor kurzem ein Attac-Buch herausgegeben haben und das bald noch aktueller wird: Österreich übernimmt in der zweiten Jahreshälfte den EU-Ratsvorsitz. Die EU und unser Umgang mit ihr wird uns heuer also sehr beschäftigen.
Neben der sich immer weiter vertiefenden wirtschaftlichen und sozialen Krise erleben wir momentan einen Rechtsruck und einen Autoritarismus in Österreich und Europa, der fast jeden Tag neue Tiefpunkte erreicht. Obwohl weder Flucht und Migration noch Sicherheitspolitik Kernthemen von Attac sind, können wir viel dazu beitragen, diesem Rechtsruck etwas entgegenzuhalten. Denn es ist in erster Linie die Krise und ihre fehlerhafte und autoritäre Bearbeitung durch Eliten, die die Voraussetzungen für die momentanen Entwicklungen geschaffen hat. Wir müssen mehr denn je diese Machtstrukturen offenlegen, Alternativen aufzeigen und die autoritäre Wende bekämpfen!

Elisabeth Klatzer

Foto: Manuel Zauner

Angesichts von Schwarz-Blau ist Attac wichtiger denn je. Mit dem Solidaritätspakt haben wir einen wichtigen Schritt der Vernetzung getan, um Angriffe auf Demokratie, Zivilgesellschaft und den Zusammenhalt in Österreich wirkungsvoll abzuwehren. Und bei der Entwicklung von Alternativen und Perspektiven haben wir alle bei Attac viel einzubringen. Als Wirtschafts- und Sozialwissenschafterin liegen meine Schwerpunkte bei Wirtschafts-, Steuer- und Budgetpolitik und bei feministischen wirtschaftspolitischen Alternativen. Nach der Arbeit rund um das Buch „Entzauberte Union“ bringe ich mich bei den Vorbereitungen der kommenden EU-Präsidentschaft ein, während der wir besonders an strategischen Perspektiven arbeiten wollen, um handlungsfähiger zu werden. Die Arbeit im Solidaritätspakt und die Vernetzung zu feministischer Budgetpolitik, z. B. im Rahmen der Femme Fiscale, sind weitere Arbeitsfelder für mich.
Seit 2010 bin ich selbständig (in Forschung und Beratung), meine Kinder sind mittlerweile 14 und 16 Jahre alt. Ich bin seit den Anfangsjahren – mit einigen Unterbrechungen – bei Attac aktiv, und für mich ist dieses Engagement unverzichtbarer Bestandteil meines Selbstverständnisses. Ich stelle mich gerne für eine weitere Periode im Vorstand zur Wahl. Ich denke, mit meiner Gesamtperspektive und Erfahrung kann ich meinen Beitrag zur Weiterentwicklung von Attac leisten.

Martin Mayr

Foto: Manuel Zauner

In der neuen Vorstandsperiode möchte ich mich besonders mit den Themen Ernährungssouveränität und digitale Selbstbestimmung beschäftigen, um so meinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft einzubringen. Was mich an Attac über die Jahre besonders interessiert, ist die Fähigkeit sich laufend weiterzuentwickeln, wie zum Beispiel das Starten der Regionalgruppe Wien. Gerade diese Fähigkeit werden wir alle brauchen, wenn es darum geht Widerstand gegen die verschiedenen vorgenommenen und geplanten schwarz-blauen Umbauten unserer Gesellschaft zu leisten. Neben meinen Attac-Aktivitäten beteilige ich mich an Nachbarschaftsprojekten zur Erhöhung der Subsistenz kleiner Gemeinschaften und damit, wie ein zukunftsfähiges Bildungssystem aussehen kann. Als Teil des Vorstands freue ich mich dabei zu sein, wenn durch unser Tun Dinge in Bewegung geraten und verändert werden.

Ulrike Peuerböck

Mythos Reichtum und TTIP stoppen waren die Triebfedern für mich bei Attac mitzuarbeiten. Dabei ist mir die grundsätzliche Kritik am Neoliberalismus und an den Machtstrukturen – nicht nur in der EU (wie in der EU mit Griechenland verfahren wurde hat mich zutiefst schockiert) wichtig. Aber auch Alternativen wie Anders Handeln, Steuergerechtigkeit und wie ein gutes Leben für Alle aussehen könnte, möchte ich diskutieren und verbreiten.
Ich komme aus dem Bildungsbereich (Ausbildungen für Erwachsene) und der lässt mich nicht los, sodass ich nach Umsetzung des ersten Wirtschaftslehrganges in Graz mit unserer Gruppe am Konzipieren eines neuen bin. Auch die Idee in Schulen zu gehen und damit jungen Menschen aufzuzeigen, dass neben dem Kapitalismus andere Formen der Wirtschaft möglich wären, würde mich reizen.
Im Vorstand möchte ich Impulse für die Steiermark und andere Regionalgruppen bekommen. Der Frage, wie Attac gezielter in den Bildungsbereichen wirken und dadurch mehr Breitenwirkung erzielen könnte, möchte ich nachgehen.
Was ich sonst noch in der Pension mache? Zum Beispiel arbeite ich freiwillig mit Personen mit nichtdeutscher Muttersprache und vergnüge mich mit meiner drei-jährigen Enkeltochter.

Carla Weinzierl

Foto: Manuel Zauner

Als Ökonomin und interdisziplinäre Sozialwissenschaftlerin habe ich mich im Rahmen meiner Studien wie auch meiner beruflichen Tätigkeiten an der Wirtschaftsuniversität mit systemischen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung und der sozial-ökologischen Transformation für ein gutes Leben für alle auseinandergesetzt. Mein Fokus liegt dabei in der Verbindung der Themen Konzernmacht, Handelssystem, Ernährungssouveränität, Klimagerechtigkeit und Energiedemokratie. Zu diesen Themenfeldern bin ich in den Gruppen AgrarAttac und KlimAttac aktiv und vertrete Attac in diversen Kooperationen und Plattformen (Wir haben es satt, Nyéléni, Solidaritätspakt, Anders Handeln, Treaty Allianz, Europäisches Attac Netzwerk). Auch die interne Arbeit in diversen AGs rund um Themen der Organisationsentwicklung oder die Vorbereitung der SoAk  sind für mich im kommenden Jahr ein Schwerpunkt. Neuerdings bin ich Geschäftsführerin des „Netzwerk Soziale Verantwortung“; ein Verein, der sich für verbindliche Regulierung von Konzernen weltweit einsetzt - auch hier ergeben sich viele Synergien zu den Attac-Kampagnen, die ich gerne auch ein weiteres Jahr im Vorstand einbringen möchte.

Augustine Wöss

Foto: Manuel Zauner

2011, als Journalistin kaum in Ruhestand, fand ich in der SeniorInnenAttac-Gruppe einen Kreis von engagierten, kritischen Älteren, denen der Kampf um ein gutes Leben für alle vordringliches Anliegen ist.
Der Umgang mit der Natur, die Länder des Südens, sowie die Gleichstellung von Frauen waren für mich immer Themen, die Auseinandersetzung und Verbreitung erfordern. Bei Attac kamen die kritische Betrachtung von Finanz- und Wirtschaftspolitik sowie die permanente Gefährdung der Demokratie hinzu. Als im Rahmen der Kooperation mit dem WUK eine monatliche Filmreihe zu organisieren war, übernahm ich das gerne, um Attac-Themen einem breiteren Publikum näher zu bringen. Die Abende sind – besonders seit türkis-blau – sehr gut besucht. Im Vorstand arbeite ich seit 2014 mit. Hier möchte ich – neben meiner Fähigkeit zu vernetzen und zu organisieren – vor allem das große vorhandene Potential der Attac-SeniorInnen einbringen. Nach unserem vielfältigen Engagement gegen TTIP und CETA, dem Versuch, die Finanztransaktionssteuer als Thema wieder „zu beleben“ oder mit anderen Attac Gruppen bei Aktionen zu kooperieren, wollen wir uns in nächster Zeit sehr auf „Anders Handeln“ fokussieren. Bei der derzeitigen politischen Situation in Österreich ist sicherlich vermehrte Aufmerksamkeit und vermehrter Einsatz vonnöten!

Friederike Zauner

Foto: Manuel Zauner

Ich bin seit 2010 bei der Attac Regionalgruppe Wiener Neustadt aktiv. Ich finde es interessant, mich kritisch mit gesellschaftspolitischen Themen zu beschäftigen und dies durch das Organisieren von Veranstaltungen auch anderen zu ermöglichen. Und so meinen Teil zum „Guten Leben für alle“ beizutragen. Bei Attac habe ich meine Organisationserfahrung gut gebrauchen können und natürlich dabei auch viel gelernt. Ich sehe als meine Hauptaufgabe die Anliegen der Gruppen von Attac im Vorstand zu vertreten. Mein Schwerpunkt ist die Arbeitsgruppe „Attac-Gruppen“; dort bemühen wir uns die Gruppen bestmöglich zu unterstützen und auch neue Gruppen zu ins Leben zu rufen. Ich möchte gerne ein weiteres Jahr im Vorstand mitarbeiten. 

Georg Zenta

Foto: Manuel Zauner

Mein Name ist Georg Zenta und ich trage schon seit einigen Jahren Vorstandsverantwortung bei Attac Österreich. In dieser Zeit konnte ich Attac von innen und sein Wirkungspotential nach außen kennen und schätzen lernen. Attac ist für mich ein gutes Beispiel dafür, wie eine wertschätzende Kommunikation im Team und in den Gruppen viel Energie und Tatkraft bewirkt, die wir gemeinsam in die Welt tragen können.
Konkret habe ich mich in der Vergangenheit für unsere Bildungsarbeit (Volkshochschullehrgang, AktionsAkademien) und unseren Auftritt auf den Straßen (SambAttac) eingesetzt. Vereinsrechtlich übernehme ich die Rolle des Kassiers. Während wir an unserem neuen digitalen Auftritt basteln (Webseite, digitales Campaigning) und neuen Herausforderungen entgegentreten, bleiben für mich gleichzeitig die Grundideen der globalisierungskritischen Bewegungen zentral: "Kooperation statt Konkurrenz! Eine andere Welt ist möglich! Ein gutes Leben für Alle!"