Die Finanzkrisen der 90er und 2000er Jahre stürzten viele Millionen Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut. Sie lenkten über die Fachwelt hinaus die Aufmerksamkeit auf das internationalen Finanzsystem. Eine Forderung, die weltweit von einer wachsenden Zahl von zivilgesellschaftlichen Gruppen, ÖkonomInnen und nationalen Parlamenten erhoben wird, ist die Tobinsteuer.
Die Tobin-Steuer ist eine geringfügige Umsatzsteuer von ein bis fünf Promille auf grenzüberschreitende Geldgeschäfte. Sie würde spekulative Kapitalflüsse stark reduzieren und könnte zu einer wichtigen Einnahmequelle für die globale Armutsbekämpfung werden. Attac fordert jedoch eine > neue globale Finanzarchitektur, in der die Tobinsteuer nur ein (zentraler) Baustein ist.