Vorstand

Ralph Guth

Ich bin seit der Sommerakademie 2010 immer wieder bei Attac mal mehr, mal weniger aktiv gewesen, und habe die inhaltliche Auseinandersetzung mit den aktuellen politischen Herausforderungen immer sehr interessiert verfolgt. So richtig politisch aktiviert hat mich vermutlich die Audimax-Besetzung 2009, wo ich sehen und erleben konnte, wie sich Energien für gelebte Alternativen explosionsartig freisetzen. Die sich ständig vertiefende Krise in Europa und die offen anti-demokratische Haltung der politischen und wirtschaftlichen Eliten haben mich in letzter Zeit zusätzlich politisiert und aktiv werden lassen.

Seit einem Jahr engagiere ich mich daher bei Attac inhaltlich zum Thema Finanzkrise, Krisenbearbeitung und Alternativen und sehe darin gerade in nächster Zeit auch den Bereich, wo sich viel tun und viel für Europa entscheiden wird. Ich habe Politikwissenschaft in Wien studiert, arbeite momentan als Lektor und an meiner Dissertation, wo es ebenfalls stark um aktuelle Entwicklungen im Zuge der Krise geht – um die Krise kommt man nicht herum.
Besonders faszinierend bei Attac finde ich die Dynamik und die Pluralität an Themen und Menschen. Ich freue mich Attac auch aus einer organisatorischen Perspektive zu unterstützen und daran mitzuarbeiten Alternativen aufzuzeigen. In so einer spannenden Zeit kann man einfach nicht nichts tun!


Elisabeth Klatzer

Bei Attac bin ich seit den Anfangsjahren mit dabei. Mein Schwerpunkt bei Attac war lange Zeit FeministAttac. In den letzten Jahren standen die Vorstandsarbeit und unsere Arbeit für ein anderes, ein demokratisches, soziales und gerechtes Europa im Vordergrund. Ich bin Wirtschafts- und Sozialwissenschafterin und habe an der WU studiert. Meine Themenschwerpunkte sind europäische Wirtschaftspolitik, öffentliche Finanzen, insbesondere auch Gender Budgeting und feministische Analyse von Globalisierung und Neoliberalismus. Seit Herbst 2010 bin ich überwiegend selbständig – in Forschung und Beratung – tätig, zeitweise auch an der Wirtschaftsuniversität Wien. Für mich ist zivilgesellschaftliches Engagement unverzichtbarer Bestandteil meines Selbstverständnisses, und die anhaltenden Krisen zeigen einmal mehr, wie wichtig die Existenz von Attac ist. Angesichts der völlig falsch laufenden Krisenpolitik in Europa ist Attac eine wichtige Stimme, um aufzuzeigen, dass es auch anders geht und dass wir dringend einen Kurswechsel brauchen.
Ich freue mich darüber mit dem engagierten Vorstandsteam und allen Attacies gemeinsam an einem anderen Europa zu bauen und Attac weiterzuentwickeln. Veränderung passiert nicht einfach von selbst. Gemeinsam können wir eine gerechtere Welt Wirklichkeit werden lassen!


Martin Mayr

Ich bin 2012 einerseits über die Foodcoops und meine Teilnahme am europäischen Netzwerktreffen für CSAs und alternative Lebensmittelnetzwerke und andererseits über den damaligen Wienwoche-Beitrag zu AgrarAttac gekommen und seither dabeigeblieben. Ich beschäftige ich mich mit den Themen Ernährungssouveränität, Freie Wissenskultur und den Vernetzungsmöglichkeiten die sich durch internationale Projekte ergeben (CSA4Europe, GROWL). Nach einem Jahr im Vorstand möchte ich hier weiterhin die Entwicklung von Attac Österreich mitgestalten um so einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft einzubringen. Neben den spannenden inhaltlichen Schwerpunkten interessiert mich das Zusammenarbeiten von und in Gruppen, und da gibt es bei Attac eine ganz besondere Kultur, die mich von Anfang an fasziniert hat. Neben meinen Attac-Aktivitäten beteilige ich mich an Nachbarschaftsprojekten und einem gemeinschaftlichen Landwirtschaftsprojekt. Die vielen verschiedenen Menschen und Themen, die ich besonders auf AVs und Akademien kennenlernen durfte, haben mich dazu bewogen wieder für den Vorstand zu kandidieren. Neben den spannenden inhaltlichen Schwerpunkten, die alle mit einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu tun haben, gilt mein Interesse dem Zusammenarbeiten von Gruppen, und da gibt es bei Attac eine ganz besondere Kultur, die mich von Anfang an fasziniert hat. Als Teil des Vorstandes freue ich mich darauf weiter dabei zu sein, wenn durch diese Stärken Dinge in Bewegung geraten und verändert werden.


Alexandra Strickner

Ich bin Ökonomin und habe Attac Österreich 2000 mitbegründet. Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeiten habe ich mich bis jetzt immer wieder mit unterschiedlichen Attac-Themen beschäftigt: mit Agrar- und Handelspolitik, Ernährungssouveränität, Finanzmärkten, Steuergerechtigkeit und den verschiedenen Facetten der Eurokrise. Beruflich koordiniere ich seit 2010 die Allianz "Wege aus der Krise", die ich für Attac mitinitiiert und aufgebaut habe.
Eines meiner aktuellen Herzensanliegen ist gegenwärtig die TTIP-Stoppen-Kampagne. Seit 2014 haben wir in Österreich und auf europäischer Ebene ein breites Bündnis aktiv mitaufgebaut und viele neue Attac-AktivistInnen gewinnen können. Ich bin überzeugt, dass wir TTIP, CETA und TiSA stoppen können!

Für mich ist auch klar, dass wir diese Kampagne nutzen müssen, um die Debatte über die Notwendigkeit der grundlegenden Neuorganisation von Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben und dabei die Vielzahl unserer Alternativen - von Ernährungssouveräntität, über Glokalisierung, Commons bis hin zu Energiedemokratie und dem alternativen Handelsmandat - breiter in die öffentliche Debatte einzuspeisen. Die enorme TeilnehmerInnenzahl beim "Gute Leben für Alle"-Kongress im Februar 2015 hat gezeigt, wie groß das Interesse nach Alternativen ist.
Dafür engagiere ich mich gerne ein weiteres Jahr im Attac Vorstand und bringe meine inhaltlichen und strategischen Fähigkeiten ein.


Carla Weinzierl

Ich bin Ökonomin und Entwicklungsforscherin und habe mich im Rahmen meiner Studien wie auch meiner beruflichen Tätigkeiten mit einem Großteil der Attac-Themen auseinandergesetzt. Ich verfolge Attac seit vielen Jahren, aktiv wurde ich im Rahmen der Organisation der Ringvorlesung Ernährungssouveränität an der BOKU 2012/13. Ich habe neben Volkswirtschaft auch Internationale Entwicklung sowie Sozial-Ökologische Ökonomie und Politikführung studiert, und dabei immer einen thematischen Fokus auf das gute Leben für alle – auch wenn es damals noch nicht so hieß – gelegt. Ich beschäftige mich mit systemischen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung und der sozial-ökologischen Transformation. Im Laufe der Jahre inkludierte dies einen Fokus vor allem auf Ernährungssouveränität bzw. Agrar- und Handelspolitik im Sinne einer umfassenden Solidarität innerhalb der EU wie mit den Ländern des Südens. Damit einher gingen Fragen der Commons, Energie-, und Klimagerechtigkeit und anderer ökologischer Krisen, wie auch ein Blick auf die mangelnde Regulierung der Finanzmärkte. Die Industrialisierung der Landwirtschaft und die erzwungene Liberalisierung durch EU und WTO Handelspolitiken gefährdet ein gutes Leben nicht nur für Kleinbäuerinnen und –bauern im globalen Süden, sondern für die gesamte Menschheit. Weiters habe ich mich mit Fragen der Demokratisierung und Partizipation auseinandergesetzt, vor allem in Migrationsgesellschaften.
Derzeit arbeite ich am Institut für Governance und Entwicklung an der WU an einem Projekt zu sozialer Exklusion/Armut und Sozialpolitik in Europa im Kontext der Krise und der Austeritätspolitik; dabei geht es um die Frage wie lokal funktionierende Alternativen zum Mainstream werden können.

Ich bin überzeugt, dass partikulare Lösungen nicht zielführend sind. Es ist vielmehr nötig, ökologische und soziale Ansätze zur Überwindung der ausbeuterischen Tendenzen des globalen Wirtschaftssystems (und der damit verbunden multiplen Krisen) nicht gegeneinander auszuspielen sondern zusammen zu denken. Ich finde die Vielfalt an Themen und engagierten Menschen in Attac sehr spannend.


Augustine Wöss

“Engagier dich! Am besten bei Attac!” - sagte eine Kollegin bei meiner Abschiedsfeier vom ORF im Dezember 2011 zu mir. 2 Wochen später fragte mich Raimund Sobotka, ob ich nicht bei der neugegründeten SeniorInnen-Attac Gruppe mittun wollte. Ich wollte! Und war von Anfang an enthusiasmiert. So viele engagierte, wissende und wissbegierige “RuheständlerInnen”, so viele interessante Themen, so viele Dinge, für die man sich engagieren konnte und musste.
In meiner beruflichen Laufbahn – 34 Jahre als Journalistin im ORF, vorwiegend bei Ö1 und 3sat – haben Themen wie Natur, Umwelt, Ökologie und die “Länder des Südens” zu jenen gehört, zu denen ich am liebsten arbeitete, von denen berichtet werden musste, die möglichst viele Menschen erreichen sollten. Mein Zugang war immer: zivilgesellschaftliches Engagement ist nötig und “Eine andere Welt ist möglich”. In diesem Sinne habe ich mich auch stets für die Gleichstellung von Frauen engagiert.
Attac hat  meinen Focus erweitert: Themen wie Gefährdung der Demokratie, Finanz – und Wirtschaftspolitik erfordern Engagement und verlangen Verbreitung. Als, kaum hatte ich mich bei Attac zu engagieren begonnen, eine Filmreihe im WUK organisiert werden sollte, habe ich gerne mitgetan. Es freut mich natürlich sehr, dass die Abende gut besucht sind und die gezeigten Aufdecker- Dokumentationen Anklang finden.

In die Vorstandsarbeit weiterhin einbringen möchte ich, neben meiner Fähigkeit zu organisieren und zu vernetzen, vor allem das große vorhandene Potential der SeniorInnengruppe. Eine Gruppe, die ständig wächst und der ein gutes Leben für zukünftige Generationen vorrangiges Anliegen ist. Der derzeitige Schwerpunkt ist TTIP – und wird es wohl noch einige Monate bleiben.


Manuela Wutte

Seit 2012 engagiere ich mich in der Grazer Regionalgruppe für Attac und bringe mich dort sowohl in organisatorischer als auch inhaltlicher Hinsicht ein. Im Rahmen meiner Erwerbsarbeit berate ich Flüchtlinge und wirke in einem Projekt zur Glücksspielsucht mit.
Im Laufe meines Philosophiestudiums hatte ich verschiedene NGOs und basisdemokratische Initiativen kennen gelernt und „ausprobiert“. Attac als Bewegung konnte ich mich schließlich ganzen Herzens anschließen. „Ein gutes Leben für alle“ zu fordern, hebt sich für mich wohltuend von politischer Arbeit, die sich rein als Interessensvertretung spezifischer Gesellschaftsgruppen versteht, ab. Diese Vision einer Welt, in der allen Menschen ein gutes Leben (so schwierig dieses Konzept auch im Detail zu befüllen sein mag) ermöglicht wird, motiviert mein politisches Handeln. Natürlich ist die Diskrepanz zwischen Vision und Realität groß, aber gerade deswegen ist die konkrete politische Arbeit, ist jeder noch so kleine Erfolg wesentlich.

Neben den vielen inhaltlichen Übereinstimmungen, die ich trotz der einer Bewegung inhärenten Pluralität für mich bei Attac finde, erlebe ich die wertschätzende und herzliche Kommunikationskultur immer wieder als besonders erfüllend. Die vielen wundervollen Begegnungen, die ich durch mein Engagement bei Attac machen durfte, erfüllen mich mit großer Dankbarkeit!
In meiner Vorstandsarbeit für Attac möchte ich eine gute Vernetzung der (Grazer) Regionalgruppe(n) mit Attac Österreich fördern. Außerdem ist mir die Verknüpfung von kapitalismuskritischen und ökologischen Perspektiven gerade in Hinblick auf die diesjährige Klimakonferenz in Paris ein großes Anliegen. Für mich persönlich wünsche ich mir, mehr über strategisches Arbeiten zu lernen, ohne meine Ideale aus den Augen zu verlieren.


Friederike Zauner

Ich bin seit 2010 bei der Attac Regionalgruppe Wiener Neustadt aktiv. Ich finde es interessant, mich mit gesellschaftspolitischen Themen zu beschäftigen und dies durch das Organisieren von Veranstaltungen auch anderen zu ermöglichen. Bei Attac habe ich meine Organisationserfahrung gut gebrauchen können und natürlich dabei auch viel gelernt.
In den letzten Jahren ist es uns immer besser gelungen mit vielen Organisationen in Wiener Neustadt Kooperationen einzugehen. Attac ist eine gute Plattform um Menschen zusammenzubringen. Attac gibt mir die Möglichkeit globalen Problemen nicht hilflos gegenüberzustehen. Mich mit damit auseinanderzusetzen und Aktionen und Infoveranstaltungen zu organisieren gibt mir das Gefühl tatsächlich etwas tun zu können. Durch die Beschäftigung mit und Erarbeiten von Alternativen überlassen wir nicht den „Eliten“ die Gestaltung unserer Zukunft.

Ich habe die österreichweiten Treffen (AktivistInnenversammlungen, SommerAkademien, Konferenzen) als sehr bereichernd erlebt, sowohl inhaltlich als auch bei persönlichen Begegnungen.
Seit März 2015 bin ich Pensionistin - jetzt freue ich mich darauf im Vorstand mitzuarbeiten. Mein Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit von Vorstand, Inhalts-/Querschnittsgruppen und Regionalgruppen. Und natürlich freue ich mich besonders auf die SommerAkademie, die heuer in Wiener Neustadt stattfinden wird!


Georg Zenta

Kaum zu glauben, wie schnell ein Jahr Vorstandsarbeit bei Attac vergehen kann! Gleichzeitig blicke ich auf eine sehr bewegte, spannende und vor allem lehrreiche Periode zurück. Besonders die Erkenntnis, dass bei Attac viele Menschen an vielen kleinen Schrauben drehen und  dabei viel mehr bewirkt wird, als auf dem ersten Blick zu erkennen ist, hat mich darin bestärkt noch einmal für den Attac-Vorstand zu kandidieren. Damit was weitergeht! Weil Attac gebraucht wird. Weil Attac gute Öffentlichkeitsarbeit macht, als soziale Bewegung aktivistisch viele Menschen verbindet und weltoffen für eine gerechte Globalisierung eintritt.

Neben der AktionsAkademie, SambAttac und meiner Rolle als Vereinskassier habe ich auch bei der Umsetzung unseres ersten Attac-Lehrgangs "Wirtschaft verstehen - Wirtschaft gestalten" koordinierend mitgewirkt. Auch für das kommende Vorstandsjahr möchte ich mich für die verständliche und wirksame Vermittlung unserer Anliegen und die ökonomische Bildungsarbeit einsetzen.
Inhaltlich möchte ich mich auch weiterhin im Krisenrat engagieren und bei der Mobilisierung hin zu mehr Klimagerechtigkeit in der Welt mitarbeiten. Nicht zuletzt freue ich mich schon besonders auf die Planung unserer 15-Jahres-Feier im Oktober im WUK und ganz allgemein auf ein weiteres, politisches Jahr mit Attac.