Vorstand

Ralph Guth

Foto: Manuel Zauner

Ich bin Politikwissenschafter in Wien und studiere außerdem seit einem Jahr Rechtswissenschaften. Bei Attac aktiv bin ich seit der Sommerakademie 2010. Zuerst ging es mir darum, die Krise auch ökonomisch besser zu verstehen, später konnte ich mich dann selbst inhaltlich einbringen. Seit 2014 bin ich nun im Vorstand. Vor allem die Kampagne gegen das Polizeiliche Staatsschutzgesetz, das Attac-Buch „Konzernmacht brechen!“ und die Frage einer progressiven kritischen Positionierung gegenüber der EU haben mich stark beschäftigt. Daneben habe ich Attac durch die für mich neue organisatorische Perspektive besser kennen- und verstehen gelernt.
Neben der sich immer weiter vertiefenden wirtschaftlichen und sozialen Krise erleben wir momentan einen Rechtsruck in Österreich und Europa, der fast jeden Tag neue Tiefpunkte erreicht. Obwohl Flucht und Migration keine Kernthemen von Attac sind, können wir viel dazu beitragen, diesem Rechtsruck etwas entgegenzuhalten. Denn es ist in erster Linie die Krise und ihre fehlerhafte und autoritäre Bearbeitung durch Eliten, die die Voraussetzungen für die momentanen Entwicklungen geschaffen hat. Wir müssen mehr denn je diese Machtstrukturen offenlegen und Alternativen aufzeigen! 


Erwin Kargl

Mein erster „großer Kontakt“ mit Attac war bei der SoAk 2011 in Graz, bei der ich mich vor allem SambAttac verschrieben habe. Seither bin ich regelmäßiger Genießer der SoAk und bei Attac Steyr aktiv.
Lebenslanges Lernen und Flexibilität haben mich geprägt: Koch, psychosoziale Arbeit, EDV, systemischer Coach, psychologischer Berater, Wirtschaftstrainer, kommunaler Umwelt- und Klimaschutzexperte sowie Lebensraum- und Zukunftsmoderator runden mein Portfolio ab. Vom Land OÖ wurde ich als Konsulent für Umweltfragen, für meine Aktivitäten als Gemeinderat von Aschach/Steyr (2003-2015) ausgezeichnet. Als selbstständiger Unternehmensberater und Qualitätsmanager bei pro mente OÖ bin ich sehr gut vernetzt und beschäftige mich mit sozialpolitischen Themen wie Zukunft der Arbeit, Inklusion, Recovery bis hin zur Mindestsicherung.
Die Ziele von Attac weiterzubringen, weiter zu entwickeln und meinen Teil aktiv dazu beitragen, ist meine Motivation mich auch im Vorstand von Attac Österreich zu engagieren. Ich denke, dass ich Einiges bei Attac einbringen kann und dass ich Vieles dabei lernen darf. Ich glaube daran, dass es durch Attac möglich ist, dringend notwendige Veränderungen in die Wege zu leiten und umzusetzen!


Elisabeth Klatzer

Foto: Manuel Zauner

Ich bin Wirtschafts- und Sozialwissenschafterin und habe an der WU studiert. Seit 2010 bin ich selbständig (in Forschung und Beratung), meine Kinder sind mittlerweile 12 und 14 Jahre alt und für mich ist zivilgesellschaftliches Engagement unverzichtbarer Bestandteil meines Selbstverständnisses. Die aktuellen Entwicklungen und anhaltenden Krisen zeigen einmal mehr, wie wichtig die Existenz von Attac ist. Neben vielen anderen Arbeiten war für mich die Fertigstellung des Buches „Konzernmacht brechen! Von der Herrschaft des Kapitals zum Guten Leben für Alle“ein besonderer Höhepunkt. Meine Schwerpunktthemen als Aktivistin/Forscherin sind Fragen der emanzipatorischen, demokratischen und sozial gerechten Transformation des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, der Kooperation und Spaltungstendenzen in Europa sowie der feministischen Ökonomie und Wirtschafts- & Budgetpolitik.
Bei Attac bin ich seit den Anfangsjahren aktiv und war davon auch mehrere Jahre im Vorstand tätig (2001-2003, 2011-2016).


Martin Mayr

Foto: Manuel Zauner

In meiner dritten Vorstandsperiode werde ich mich weiterhin mit den Themen Ernährungssouveränität, der internationalen Vernetzung (unter anderem im Europäischen Attac-Netzwerk) und der Organisationsentwicklung beschäftigen. So möchte ich weiterhin meinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft einbringen. Neben den spannenden inhaltlichen Schwerpunkten interessiert mich das Zusammenarbeiten von und in Gruppen, und da gibt es bei Attac eine ganz besondere Kultur, die mich von Anfang an fasziniert hat.
Neben meinen Attac-Aktivitäten beteilige ich mich an Nachbarschaftsprojekten und an einem gemeinschaftlichen Landwirtschaftsprojekt. Als Teil des Vorstands freue ich mich wieder dabei zu sein, wenn durch unsere Aktivitäten Dinge in Bewegung geraten und verändert werden.


Alexandra Strickner

Foto: Manuel Zauner

Ich bin Ökonomin und habe Attac Österreich 2000 mitbegründet. Im Rahmen meiner Berufstätigkeit habe ich mich immer wieder mit unterschiedlichen Attac-Themen beschäftigt: mit Agrar- und Handelspolitik, Ernährungssouveränität, Finanzmärkten, Steuergerechtigkeit und den verschiedenen Facetten der Eurokrise. Seit 2010 koordiniere ich die Allianz "Wege aus der Krise", die ich für Attac mitinitiiert und aufgebaut habe. Seit 2014 ist die TTIP-Stoppen-Kampagne eines meiner zentralen Anliegen. Wir haben in Österreich und auf europäischer Ebene ein breites Bündnis aktiv mitaufgebaut, die TTIP Verhandlungen wurden 2015 nicht wie geplant abgeschlossen, der Widerstand wächst. Ich bin überzeugt, dass wir TTIP, CETA und TiSA stoppen können!
Neben der Kritik an TTIP & Co. thematisieren wir immer stärker die Notwendigkeit der grundlegenden Neuorganisation von Wirtschaft und Gesellschaft - von Ernährungssouveränität über Glokalisierung und Commons bis hin zu Energiedemokratie und alternativem Handelsmandat. Das Interesse an diesen Alternativen wird immer größer; die Vorbereitungen für den 2. "Gute Leben für Alle"-Kongress (2017) laufen bereits.


Carla Weinzierl

Foto: Manuel Zauner

Ich bin Ökonomin und interdisziplinäre Sozialwissenschaftlerin und habe mich im Rahmen meiner Studien wie auch meiner beruflichen Tätigkeiten mit systemischen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung und der sozial-ökologischen Transformation für ein gutes Leben für alle auseinandergesetzt. Einen Fokus habe ich vor allem auf Ernährungssouveränität gelegt, bzw. auf Agrar- und Handelspolitik im Sinne einer umfassenden Solidarität innerhalb der EU wie mit den Ländern des Südens. Die Industrialisierung der Landwirtschaft und die erzwungene Liberalisierung durch EU und WTO Handelspolitiken gefährden ein gutes Leben nicht nur für Kleinbäuerinnen und –bauern im globalen Süden, sondern für die gesamte Menschheit. Es ist nötig, ökologische und soziale Ansätze zur Überwindung der ausbeuterischen Tendenzen des globalen Wirtschaftssystems (und der damit verbunden multiplen Krisen) nicht gegeneinander auszuspielen sondern zusammen zu denken. Ich finde die Vielfalt an Themen und engagierten Menschen in Attac sehr spannend. Zu meinen Schwerpunkten gehören AgrarAttac (und die Repräsenation von Attac in der Wir Haben Es Satt Plattform sowie der Nyeleni Bewegung) wie auch der Aufbau der ‚KlimAttac’-Gruppe, welche die wachsende System Change not Climate Change Bewegung auch innerhalb von Attac festigen wird.


Augustine Wöss

Foto: Manuel Zauner

2012 kaum in Ruhestand – nach 34 Jahren als Journalistin im ORF, vorwiegend bei Ö1 und 3sat - fand ich in der neugegründeten SeniorInnen-Attac Gruppe einen Kreis von engagierten, kritischen “RuheständlerInnen”, denen die Arbeit für ein anderes Europa, eine andere Welt vordringliches Anliegen war und ist.
Der Umgang mit Natur und Umwelt, mit den Ländern des Südens, mit der Gleichstellung von Frauen waren für mich immer Themen, die Auseinandersetzung und Verbreitung erfordern. Bei Attac kamen kritische Betrachtung von Finanz- und Wirtschaftspolitik sowie die permanente Gefährdung der Demokratie hinzu. Kaum hatte ich mich zu engagieren begonnen, entstand in Zusammenarbeit mit dem WUK eine Filmreihe, die ich häufig betreue. Die Abende sind sehr gut besucht, vor allem von jungen, an Attac interessierten Menschen. Die gezeigten Aufdecker-Dokumentationen finden großen Anklang.
In die Vorstandsarbeit weiterhin einbringen möchte ich, neben meiner Fähigkeit zu organisieren und zu vernetzen, vor allem das große vorhandene Potential der Attac-SeniorInnen. Eine Gruppe, die ständig wächst und der ein gutes Leben für künftige Generationen vorrangiges Anliegen ist. Unsere derzeitigen Schwerpunkte sind Veranstaltungen in den Bezirken von Wien zu CETA, TTIP und TiSA. Weiters möchte ich mich für eine intensivere Zusammenarbeit mit den Regionalgruppen sowie für neue Gruppengründungen engagieren.


Friederike Zauner

Foto: Manuel Zauner

Ich bin seit 2010 bei der Attac Regionalgruppe Wiener Neustadt aktiv. Ich finde es interessant, mich kritisch mit gesellschaftspolitischen Themen zu beschäftigen und dies durch das Organisieren von Veranstaltungen auch anderen zu ermöglichen. Und somit einen kleinen Teil zum „Guten Leben für alle“ beizutragen. Bei Attac habe ich meine Organisationserfahrung gut gebrauchen können und natürlich dabei auch viel gelernt.
Im ersten Jahr meiner Vorstandstätigkeit bei Attac habe ich mich gut in meine Rolle und Aufgabe einfinden können. Ich sehe als meine Hauptaufgabe die Anliegen der Gruppen von Attac im Vorstand zu vertreten. Daher habe ich mit meiner Vorstandskollegin Gusti Wöss auch den Arbeitskreis "Attac-Gruppen" gegründet: Gemeinsam mit VertreterInnen aus verschiedenen Attac-Gruppen und aus dem Büroteam erarbeiten wir darin Strategien, wie wir bestehende Gruppen bestmöglich unterstützen und neue Gruppen ins Leben rufen können.


Georg Zenta

Foto: Manuel Zauner

Ich bin in Wien geboren, im größten Dorf von Österreich, wie man so schön sagt. Von dort hat es mich schon früh raus in die Natur gezogen, deren erster Bezugspunkt der wild-blühende Garten meines Großvaters war. So kehrte ich mit vierzehn Jahren meiner Heimatstadt den Rücken und wanderte ins Waldviertel aus – ins schöne Yspertal – um etwas über die Vereinbarkeit von Wirtschaft und Umwelt zu lernen. Später zog ich von Linz über Istanbul wieder zurück nach Wien, wo ich heute, 33 Jahre alt, lebe und im Bildungsbereich arbeite.
Meine allererste Berührung mit Attac geschah eher zufällig beim ersten Attac-Geburtstagsfest, ich glaube in der Sargfabrik – damals stolperte ich in einen Kreis von Menschen, die sich die Hand reichten und einen recht sympathischen Eindruck machten. Nun bin ich schon seit zwei Jahren im Vorstand tätig und lerne nach wie vor immer wieder etwas Neues dazu! Attac ist und bleibt eben spannend. Zum Beispiel engagierte ich mich im AktionsAkademie-Team, organisiere den Attac-Volkshochschullehrgang „Wirtschaft verstehen – Wirtschaft gestalten“ und spiele bei unserer Percussiongruppe „SambAttac“ mit.