home community
 

Der Vorstand 2009/2010 - Koordinierende Stelle von Attac

Fritz Pichlmann

Ich lebe in Innsbruck und bin seit fast sieben Jahren bei attac tirol aktiv in vielen Bereichen: Veranstaltungsorganisation, Referententätigkeit, Radiomachen, Straßenaktionen, Infostände, Koordination der Gruppe, ...
Auf österreichischer Ebene war ich zweimal in der Vorbereitungsgruppe der Sommerakademien in Steinach und Schwaz, fünf Jahre lang Rechnungsprüfer, Mitarbeiter am attac-Buch "Die geheimen Spielregeln des Welthandels".
Inhaltlich momentan Finanzmärkte, immer schon Welthandel und Visionen jenseits einer kapitalistischen Gesellschaft.
Lohnarbeit als Softwareentwickler.
Außerdem tanzen, radfahren, laufen, berggehen, lesen, ...
Eine Aufgabe in einer Vorstandstätigkeit für mich sehe ich in den Aktivitäten der Regionalgruppen - für ein breites Multiplizieren der attac-Inhalte und eine gute Zusammenarbeit zwischen den Gruppen und der Österreichebene. Inhaltlich eher im Bereich Handel, und allgemein überall dort, wo mein Tun gefragt ist.


Sabine Gruber

Seit einigen Jahren berate ich BürgerInnen bei Beteiligungsprojekten. Immer wieder gelingt es uns nachhaltige Projekte umzusetzen, allzu oft aber auch nicht. Daher mein Weg zu Attac. Besonders betroffen gemacht hat mich die Situation Arbeitsloser. Sie sind die VerliererInnen des aktuellen ökonomischen und politischen Regimes. 2008 habe ich daher eine Aktion gegen die geplante EU-Arbeitszeitrichtlinie initiiert und ich werde weiter am Ball bleiben. Inzwischen sind wir über die Europäische Sommeruniversität in Saarbrücken mit deutschen und französischen Attacis vernetzt. Einfach spitze!
Ursprünglich komme ich aus der Stadtforschung, bin ausgebildete Sozialwissenschaftlerin und Gemeinwesenentwicklerin. Ich habe zahlreiche Beteiligungsprojekte begleitet, Vereine gegründet, Projekte und Bildungsangebote initiiert und beschäftige mich mit alternativen Ökonomien. Bei Attac kann ich meine Erfahrungen mit meist schwierigen politischen Entscheidungsprozessen einbringen und mich in der Fortbildung engagieren.
Ich freue mich auf die Arbeit mit dem österreichischen Team und genieße es, nach längerer lokaler Tätigkeit international stärker vernetzt zu sein. Die Krise gibt der globalisierungskritischen Bewegung Recht. Recht zu haben genügt zwar noch nicht, aber die Krise hat ein Fenster geöffnet, das ZweiflerInnen offen für Alternativen macht. Lasst es uns nicht mehr schließen!


Alexandra Strickner

Ich habe Attac mitbegründet und finde, dass wir gerade in einer spannenden Phase der Weiterentwicklung sind. Einige Themen, wie z.B. die Regulierung der Finanzmärkte oder die Schließung von Steueroasen, die wir bereits bei unserer Gründung als notwendig thematisiert haben, sind heute angesichts der kürzlichen Entwicklungen, aktueller denn je. Beide Themen zeigen, dass das Vorantreiben und Umsetzen von politischen Alternativen neben der lokalen Arbeit vor Ort (sei es via Aktionen, Pressearbeit oder Bildungsarbeit), die Zusammenarbeit und die Entwicklung von Strategien u.a. mit den anderen Organisationen (Attac Gruppen und auch andere Akteure) auf europäischer und globaler Ebene braucht. Die Zusammenarbeit mit anderen Attac Gruppen in Europa u.a. zu den Themen EU-Reformvertrag, Finanzmarktkrise oder auch jene mit Attac Deutschland, Attac Frankreich und Attac Schweiz z.B. zum Thema Steueroasen, ist nur ein Ausdruck für diese neue Qualität und auch die neuen Herausforderungen, vor denen wir stehen. Die erste europäische Attac Sommeruniversität wird hier sicherlich ein Meilenstein für die Verbreiterung dieser Zusammenarbeit zwischen Attac AktivitInnen und zur Formulierung gemeinsamer nächster Schritte und Prioritäten sein.

Meine thematischen Schwerpunkte für Attac bleiben die weiterhin: Landwirtschaft, Welthandel, alles was mit der europäischen Integration sowie mit europäischen und internationaler Vernetzung (inklusive des europäischen Sozialforum) von Attac zu tun hat.


Petra Ziegler

 Die immer krisenhafteren Auswirkungen des globalisierten Kapitalismus machen die Suche nach Auswegen aus unserem gegenwärtigen Produktions- und Konsummodell immer dringlicher. Ausgehend von unserer Arbeit in den vergangenen Jahren möchte Attac Schritte in Richtung einer demokratischen und solidarischen Gesellschaft und Ökonomie unterstützen. Genau darauf möchte ich mich gemeinsam mit allen interessierten Attacies im kommenden Jahr konzentrieren.

Bei Attac bin ich seit 2001 aktiv, u.a. Mitbegründung der Attac Regionalgruppe Wien, danach vor allem inhaltliche Arbeit (Stopp-GATS-Kampagne, Dienstleistungsrichtlinie, Steuergerechtigkeit, kritische Auseinandersetzung mit der Politik der Europäischen Union).

Daneben war ich gut sechs Jahre lang für den Attac-Newsletter hauptverantwortlich, durfte einige Erfahrungen in Sachen Kampagnenkoordination und Medienarbeit sammeln und eine Reihe von Buchprojekten begleiten.


Michael Vasold

Aufgewachsen im Schatten des Grimmings (Stmk.), globalisiert nach Wien, ehrenamtlich engagiert bei Global2000 (Aktivist), Critical Mass und Bike- Kitchen (Wiener Fahrrad- lobbying bzw. -verein), in integrativen Projekten und freiraumsuchenden Initiativen, zeitweise auf der Straßentheaterbühne zuhause - hauptsächlich professionell als Sozialpädagoge bei der Gemeinde Wien - MA 11 tätig (KIG 3)). Alt bin ich 38 Jahre, keine Kinder, unverheiratet und auch ohne Hausbauwunsch. Wenn ich Zeit hab, geh ich gern Klettern, mach bei Demos mit UND: Spiel noch bei sambAttac! Ansonsten war ich vor Jahren ein Mitbegründer der wiener SocialAttac- Gruppe, kenn also den Attacbetrieb auch von dieser Seite.

Ich würde gern die Inhaltsgruppen koordinieren und motivieren, vernetzen und Strukturen aufbauen, aktionistisch werken.

Ich bin mir sicher, dass Attac von meinen Erfahrungen und Kontakten profitieren kann.


Markus Feichtinger

Aufgewachsen im Unteren Mühlviertel, hab ich nach der  HASCH 3 Jahre auf der Bank gearbeitet. Mir war mir schnell klar – in der Bankenwelt - werde ich nicht meinen Lebensabend verbringen. Im 2. Bildungsweg holte ich die Studienberechtigungsprüfung nach und studierte Sozialwirtschaft und WiWi in Linz und Salamanca. Neben dem Studium war ich Lehrgangscoach einer Gewerkschaftsschule und seit 2004 bin ich Organisationsreferent im Forum Arbeit/KAJ der KJ OÖ. Dort beschäftige ich mich auch beruflich mit politischen Themen: Jugendarbeitslosigkeit, Gute Arbeit, Privatisierung, Stopp GATS, Fremdenfeindlichkeit, Klimaschutz und Entwicklungspolitik.
Gesellschafts- und umweltpolitisch engagiere ich mich seit meiner Jugend. Das erste war ein Bus zu einer Demo nach Temelin ;-). Seit der Sommerakademie in Mürzzuschlag bin ich Mitglied von Attac und immer wieder bei verschiedensten nationalen wie internationalen Aktionen dabei: SOAKs, Europäisches Sozialforum Florenz & Malmö, ASF, G8 Gipfel in Rostock, Aktionsakademie Heidelberg. In den Vernetzungstreffen der OÖ Attac Mitgliedsorganisationen und Regionalgruppen versuche ich mich immer wieder einzubringen. Im Moment koordiniere ich die Aktionsakademie. Neben meinem politischen Engagement bringe ich vielseitige Erfahrungen aus verschiedensten Funktionen in NGOs mit. Absolviere nebenberuflich eine Ausbildung zum Organisationsberater. Im Zweiten Jahrzehnt von Attac mitzudenken, mitzuentwickeln und selber dabei mitzuwachsen würde mich riesig freuen!


Elisabeth Rohrmoser

Sambattacie, Entwicklungsstudierend, Bildungsarbeitend, Friedensforschend, lieber mit Musik...

Für den Attac-Vorstand kandidiere ich mit aller Unterstützung der katholischen Jugend Österreich, deren entwicklungspolitisches Bildungsreferat ich leite: Enchada, ein einzigartig vielfältig kreatives entwicklungspolitisches Bildungsprojekt; dort vor allem organisatorische vernetzende finanzlukrierende Arbeit, ich koordiniere ehrenamtliche Teams und entwickle immer wieder neue Projekte...

Nebenbei: Masterstudium Peace Studies auf der Uni Innsbruck in einer internationalen Gruppe, einem weltoffenen, doch kritischen akademischen Umfeld mitten in den Bergen wo ich begeistert ins politisch-philosophisch geisteswissenschaftliche Reflektieren einsteige... was bisher bei meinem Studium der Handelswissenschaft etwas zu kurz kam.

Außerdem: akademische Entwicklerin sozialer Verantwortung (Ksoe Lehrgang), viel gereist, besonders Lateinamerika, Indien, attac-interne Erfahrung übers unsereuropakampagnensteuerungsteam, Entschuldungspositionspapier, Sommerakademien, Sozialforenmitorganisation und natürlich SambAttac!

Bin gerne für alle organisationsentwicklerischen aktivistInnenmotivierenden Aktionen zu haben, bereit für Diskussionen und dafür Attacisches in die KJ hineinzutragen und zu verknüpfen mit Enchadaprojekten, Peacestudies...

Ursprünglich aus dem Waldviertel nahe Krems, jetzt schon länger in Wien, und am 14.4. werde ich 29.


Ruth Picker

Ich bin  1973 geboren und politisch engagiert seit ich 16 bin, immer wieder auf der Suche nach einer politischen Heimat, die ich seit 2002 bei Attac gefunden habe. Habe mich zuerst am Aufbau & der Entwicklung der Regionalgruppe Wien beteiligt (Veranstaltungsorganisation, Attactionen, etc. ), dann in der Stopp-Gats-Kampagne vor allem in der Strategieentwicklung und beim Lobbying, immer wieder für Attac als Moderatorin und in den letzten Jahren vorwiegend mit der Sambatrommel auf der Straße - weil Protest und  die Suche nach Alternativen Kreativität und Lebensfreude brauchen.

Ich habe Psychologie sowie „Menschenrechte und Demokratisierung“ studiert in Wien, New York, Venedig und Bilbao und habe im letzten Jahr den beruflichen Sprung von der Sozial- und Politikforschung hin zur Entwicklungspolitik gemacht, mit einem Zwischenstopp im Parlament als Mitarbeiterin des Außenpolitischen Sprechers der SPÖ: Mitte April werde ich die Geschäftsführung  von  „Globale Verantwortung  -  Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe " (= neu gegründeter Dachverband der öst. NGOs in diesen Bereichen) übernehmen – eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Ich denke, dass ich aus meiner Arbeit viele Themen in Attac einbringen werde können und umgekehrt. Darüber hinaus stelle ich gern mein Wissen über politische Prozesse und meine Fähigkeit zum strategischen Denken zur Verfügung. Mir ist wichtig, dass Attac weiterhin  in den politischen Debatten Grundsatzfragen aufwirft und Garantin für differenzierte Diskussionsbeiträge ist .


Engelbert Stockhammer

Geboren 1969, als Schüler (Linz) und Student (Wien und danach Amherst, Massachusetts) politisch aktiv, arbeite ich seit nun bald zehn Jahren als Volkswirt an der Wirtschaftsuni. In der Forschung habe ich mich als Makroökonom mit Fragen der Arbeitslosigkeit und des Finanzsystems beschäftigt und dazu auch ausgiebig publiziert. In den Wirtschaftswissenschaften befinden sich kritische Positionen zumeist in der Situation eines kleinen gallischen Dorfes (leider ohne Zaubertrank!), daher habe ich auch bei verschiedenen keynesianischen und heterodoxen wirtschaftswissenschaftlichen Netzwerken mitgearbeitet. Mit attac habe ich in den letzten Jahren immer wieder punktuell zusammengearbeitet, z.B. beim Alternativen EcoFin 2006.

Die gegenwärtige Krise ist die schwerste Krise seit den 1930er Jahren. Verursacht wurde sie von unregulierten Finanzmärkten, zu spüren bekommen sie allerdings nicht nur die Banken und Hedge Fonds, sondern wir alle. Würde es in der Geschichte eine Richterin geben, so wäre die derzeitige Krise, das das Ende der neoliberalen Ära. Schließlich hat das neoliberale Wirtschaftsregime mit der Deregulierung von Finanzmärkten und der Polarisierung der Einkommensverteilung den Boden für die jetzige Krise bereitet. Tatsächlich ist das neoliberal ancien regime nun in einer Legitimationskrise des Neoliberalismus. Allerdings sind in der Wirtschaftspolitik sind die Kräfte stark, die versuchen möglichst schnell zum business as usual zurückzukehren – kein Wunder, hat die Finanzelite doch gut daran verdient und versuchte gerade die Kosten der Krise auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Was sie auch tun wird, wenn wir sie nicht daran hindern! Für mich ein spannender Zeitpunkt den wissenschaftlichen Elfenbeinturm zu verlassen und bei attac mitzuarbeiten.


Schreiben Sie dem attac-Vorstand

Schwierigkeiten mit dem Mailformular?

Schreiben Sie mit Ihrem eigenen Mailprogramm eine Nachricht an den > attac-Vorstand.