Ernährungssouveränität

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Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. Sie ist das Recht auf Schutz vor schädlicher Ernährung. Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne. 

Sie verteidigt das Wohlergehen kommender Generationen und bezieht sie ein in unser vorsorgendes Denken. Sie ist eine Strategie des Widerstandes und der Zerschlagung derzeitiger Handels- und Produktionssysteme, die in den Händen multinationaler Konzerne liegen. 

Ernährungssouveräntität ist ein dezentrales Konzept. Es ermöglicht eine Vielfalt von Lebensmittel- und Agrarsystemen, die an regionale und lokale Bedingungen angepasst sind. Ziel ist eine Landwirtschaft, die den Zugang zu gesunden leistbaren und ökologisch nachhaltig produzierten Lebensmitteln für alle garantiert. Eine Landwirtschaft, die ProduzentInnen von Lebensmitteln ein gerechtes Einkommen und die Lebensgrundlagen kommender Generationen sichert.

Bäuerliche und ökologische Landwirtschaft sowie lokaler und regionaler (kontinentaler) Handel mit Lebensmitteln spielen dabei eine zentrale Rolle und haben Vorrang vor Exporten und Welthandel. Ernährungssouveränität bildet und stützt neue soziale Beziehungen ohne Unterdrückung und Ungleichheit zwischen Männern und Frauen, Völkern, ethnischen Gruppen, sozialen Klassen und Generationen.