Mitspielen!

NeueinsteigerInnen jederzeit herzlich willkommen!

Bei Interesse bitte per Email anmelden:
Dann erfahrt ihr auch, ob ihr an dem Tag im Proberaum vorbeikommen könnt, oder ob wir öffentlich unterwegs sind!

Jeder Mensch hat das Recht zu musizieren

SambAttac ist die laute Stimme von Attac Österreich. Wir bringen Schwung und Lebensfreude in Demos, Proteste und Feste - und jede und jeder kann bei uns mitmachen.

Wir formieren uns als bateria, wechseln uns dann bei den verschiedenen Instrumenten ab, proben die Rhythmen. Manchmal tanzen und singen wir auch oder spielen gemeinsam mit anderen Musikgruppen.

Das erste mal ist das Proben mit SambAttac gratis, danach wird ein Kostendeckungsbeitrag eingehoben - wenn du mehr zahlen möchtest und kannst, freuen wir uns sehr.

Steig ein bei SambAttac!

Corona-Lastenausgleich

Derzeit sind keine Proben im Proberaum möglich,
wir versammeln uns aber an der Frischluft,
um auf den Corona-Lastenausgleich aufmerksam zu machen.

Think public, be public

Attac ist öffentlich, SambAttac auch. Um zu zeigen, dass der öffentliche Raum nicht den Hundstrümmerln oder den Autos gehört, geht SambAttac regelmäßig raus aus dem Studio - und spielt auf öffentlichen Plätzen. Mitmachen erwünscht!

Hier waren wir auf der Kaiserwiese und im Sommer kombinieren wir unsere Kundgebung auf der Donauinsel gerne mit einem erfrischenden Bad.

Samba spielt man nicht - "Es" spielt.

Er kommt wie der Schlaf: du merkst es nicht. Nur ist es nicht wie der Schlaf, den du erst nachher bemerkst. Du siehst ihn, spürst ihn, oder besser: spürst dich in ihm - Rhythmus.

Wir können in der Probe drei Stunden unsere Tamborims, Chocalhos und Surdos bearbeiten, fluchen, singen, egal. Es kann sein, dass er nicht da ist. Wir können ein ganzes Set spielen, und trotzdem: so wirklich da ist er nicht.

Wir können uns hinters Haus stellen und eine Session schmeißen, und plötzlich ist er da. DaDing, DaDumm, DaDing, DaDumm singt die Surdo. Diding dong dong diding dong dodong dididing dododong diding dong dodong singt das Agogô. Wir sinken derweil in Trance.

Rhythmus passiert, sagt Reinhard Flatischler, einer der bekanntesten Rhythmuspädagogen. Er ist einfach da, und du fällst rein. Rhythmus ist nichts, was du tust. Es tut. Es spielt. Du kannst staunend zusehen, wie die Beine stampfen, die Arme klatschen, der Atem geht. Es reicht ein Moment des nicht-Wollens.

Rhythmus zu lernen ist ganz anders als alle Lernerfahrungen, die wir gewohnt sind. Unrhythmischer Mensch? Blödsinn. Der Herzschlag, der Atem, Schlafen und Wachen, Sommer und Winter; wir könnten alle nicht leben, wenn wir keinen Rhythmus hätten. Rhythmus zu lernen heißt seinen eigenen Zugang zu den eigenen Rhythmen wieder zu entdecken. Und so wie der Herzschlag manchmal spürbar pocht und manchmal nicht, geht es mit dem Rhythmus: Er ist nicht näher oder weiter weg, sondern ganz da oder ganz weg. Knapp vorbei ist ganz daneben, sagt Flatischler. Lass dich rein- und rausfallen, wie es kommt. Kann sein, dass du ein Rhythmuspattern kannst, und die nächsten drei Proben wieder nicht. Macht nichts. Rhythmus kommt und geht, wie es ihm gefällt. Wenn man ihn gehen lässt, kommt er wieder, gereift, fester und tiefer.

Samba zu lernen ist körperliches Lernen. Ich weiß kein Pattern, mein Körper weiß es. Er kennt das Zusammenspiel aus Beinen, Armen, Herz, Atem, der Hüfte, der Stimme. Ich swinge und sehe mir selbst dabei zu.

Rhythmus zu lernen, heißt es zuzulassen. Im Moment der größten Überforderung loslassen, und plötzlich ist es da. Und trägt dich. Das ist das Gefühl beim Sambaspiel. Man muss zwar viel dazu tun, aber letzten Endes tut Es. Samba zu spielen ist immer wieder harte Arbeit. Aber irgendwann legst du alles ab und lässt es geschehen.