STOP EPAs! (2008)

Die EU fordert von den 75 AKP-Ländern (ehemalige Kolonien in Afrika, Karibik, Pazifik), im Rahmen der EPAs ihre Märkte zu liberalisieren. Diese würde entgegen aller Versprechungen dazu führen, die Armut in den betroffenen Ländern noch zu verschärfen. Drei Viertel der AKP-Länder würden mindestens 40% ihrer Zolleinkünfte verlieren. Diese Rückgänge der Staatseinnahmen würden Investitionen für Armutsbekämpfung, Bildung und Gesundheit massiv gefährden.

Anstatt sozial und ökologisch nachhaltige Alternativen zu prüfen, droht die EU den AKP-Staaten mit höheren Importzöllen, sollten die Abkommen nicht bis zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die EU versucht so zu erzwingen, wogegen sich die AKP-Länder in den WTO-Verhandlungen immer schon hartnäckig gewehrt haben. Von den Handelsabkommen werden vorrangig große Player profitieren, für die neue Märkte und Investmentmöglichkeiten erschlossen werden und gleichzeitig der Zugang zu billigen Rohstoffen gewährleistet wird.

 Bisher haben sich 164 Netzwerke und Organisationen aus Afrika, der Karibik, dem Pazifik (AKP) und der EU der internationalen StopEPA-Kampagne angeschlossen. Die Kampagne folgt einer Initiative des Africa Trade Network, das EPAs in ihrer gegenwärtigen Form ablehnt und sich für wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Alternativen einsetzt.