22.06.2007, Schenkungssteuer: Attac fordert echte Reform statt Herumreparieren


Faires Modell für Erbschaft und Schenkungen ist dringend erforderlich

Eine grundlegende soziale Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer fordert Attac. ?Angesichts der dringend notwendigen Investitionen in Pflege, Bildung und Armutsbekämpfung sind die Einnahmen aus diesen Steuern unverzichtbar?, stellt Attac Steuerexpertin Sybille Pirklbauer fest. ?Das geplante Herumdoktern an der Schenkungssteuer kann bestenfalls als Schadensbegrenzung gelten. Was es wirklich braucht ist ein neues, faires Modell für Erbschaft und Schenkungen, das endlich für mehr Steuergerechtigkeit sorgt.?

Der Beitrag aus Vermögen zum Steueraufkommen ist in Österreich einer der geringsten von allen Industriestaaten. Statt das zu korrigieren erhöht die Regierung die Krankenversicherungsbeiträge. ?Beide Regierungsparteien sprechen so gerne von Leistung. Was ist daran leistungsgerecht, arbeitende Menschen immer stärker zu belasten, während man den Vermögenden Steuergeschenke macht?? fragt Pirklbauer.
Würde man die Erbschaftssteuer nur auf EU-15-Niveau anheben, würden die benötigten 300 Mio. wesentlich gerechter aufgebracht.