27.11.2018, G20 in Argentinien: Breites Bündnis organisiert Protest


G20 steht für Verschärfung statt Lösung der weltweiten Krisen / Regierung tritt Schmutzkampagne gegen Bündnis los

Unter dem Motto „G20 und IWF raus“ (Fuera G20 y FMI ) protestiert ein breites Bündnis aus sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und linken Parteien in Argentinien gegen die Politik des Internationalen Währungsfonds (IWF) und den G20-Gipfel, zu dem am Freitag und Samstag die Staats- und Regierungschefs der 20 mächtigsten und wirtschaftsstärksten Länder in Buenos Aires zusammenkommen.

Attac Argentinien hat dazu gemeinsam mit den Bündnispartnern der „Confluencia Fuera G20 y FMI“ Gegenaktivitäten in der argentinischen Hauptstadt organisiert: Die Aktionswoche bietet am Mittwoch und Donnerstag (28./29.11.) einen Alternativgipfel mit mehr als 60 Veranstaltungen Raum für Diskussion. Am Freitag 30.11. ist eine Großdemonstration geplant.

Die G20 verteidigt ein System, das weltweit soziale Ungleichheit vertieft und die Welt in die ökologische Katastrophe treibt, Kriege auslöst und neue Fluchtursachen schafft, kritisiert Attac. Die neoliberale Medizin „Liberalisierung - Privatisierung - Haushaltskürzungen“ ist in Argentinien gut bekannt. Rund um das Kreditabkommen der argentinischen Regierung mit der Weltbank haben in den letzten Monaten hunderttausende Argentinierinnen und Argentinier demonstriert und gestreikt, um Löhne zu sichern und zu verhindern, dass öffentliche Ausgaben für das Renten-, Gesundheits- und Bildungssystem weiter gekürzt werden.

Regierung erklärt Proteste bereits im Vorfeld für gewalttätig

Bettina Müller von Attac Argentinien berichtet: „Die Regierung hat die Proteste gegen den G20-Gipfel bereits im Vorfeld für gewalttätig erklärt. Sie hat eine Medienschmutzkampagne gegen unsere Confluencia und speziell auch gegen Attac Argentinien losgetreten und ankündigt, dass sie keinerlei noch so kleine Abweichung der Norm erlauben wird. Das heißt, sie planen jetzt schon, die Demonstration massiv niederzuschlagen. Dagegen erwarten wir Solidaritätsaktionen überall auf der Welt.“ Attac Österreich und Attac Deutschland unterstützten den Widerstand gegen den G20-Gipfel in Buenos Aires und protestieren gegen die massive Einschränkung der demokratischen Grundrechte. -- Weitere Informationen:

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Pressekontakte:

Bettina Müller, Attac Argentinien, betmueller(at)gmx.de, Tel. +54 911 2177 2967 (in Buenos Aires; Spanisch, Deutsch)
Achim Heier, Attac Deutschland, Tel. +49 176 8799 3760
Judith Amler, Attac Deutschland, Tel. + 49 176 6248 6383
Roland Süß, Attac Deutschland, Tel. +49 175 2725 893