06.11.2000, Globalisierung braucht Gestaltung


Wege aus der Ohnmacht

Die Macht der "Finanzmärkte" wird täglich größer. Egal, ob Wechselkurs, Zinshöhe, Steuerniveau oder Budget - die wichtigsten wirtschaftspolitischen Entscheidungen geraten zunehmend unter den Einfluss der Akteure auf den Finanzmärkten. Der Spielraum demokratisch gewählter Regierungen nimmt ab. Gleichzeitig verursacht frei fließendes Kapital auf deregulierten Finanzmärkten Krisen in immer kürzerer Abfolge: Börsencrash 1987, K.o. des Pfund 1992; Tequila-Krise 1994; Asienkrise 1997; Russland 1998; Brasilien 1998/99.

ATTAC ist eine Antwort der globalen Zivilgesellschaft auf diese Entwicklungen. ATTAC tritt für die politische Re-Regulierung der Finanzmärkte ein. Das ATTAC-Netzwerk umfasst bereits 20 Länder von Brasilien bis Schweden. Eine der Hauptforderungen von ATTAC ist die Einführung einer Devisentransaktionssteuer (Tobin-Steuer), um spekulative Kapitalflüsse einzudämmen und Mittel zur Armutsbekämpfung zu aufzubringen.