Anlässlich der Buchneuerscheinung Am Ende des Fortschritts: Überleben in den Ruinen des Kapitalismus ist der japanische Philosoph und Bestsellerautor Kohei Saito in der Akademie der bildenden Künste Wien mit dem Vortrag Planen gegen den Klimafaschismus zu Gast. Während sich die Klimakrise verschärft, ist die vorherrschende Reaktion zunehmend nicht von Gerechtigkeit oder Solidarität geprägt, sondern von Knappheitsmanagement, Grenzgewalt und dem Schutz von Privilegien. Klimafaschismus ist eine politische Form, in der der ökologische Zusammenbruch zum Vorwand für autoritäre Kontrolle, militarisierte Ausgrenzung und die ungleiche Verteilung von Überlebenschancen wird. In diesem Zusammenhang lautet die zentrale Frage nicht mehr, ob die Planung zurückkehren wird, sondern welche Art von Planung die Zukunft bestimmen wird.
- Eröffnungsworte von Johan F. Hartle (Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien)
- Moderiert von Ulrich Brand (Professor für Internationale Politik an der Universität Wien und Vorstandsmitglied von „Diskurs. Das Wissenschaftsnetz“)
- Mit anschließenden Kommentaren von Astrid Schöggl (stellvertretende Leiterin der Abteilung Klima, Umwelt und Verkehr der AK Wien) und Lisa Mittendrein (Attac Österreich und Kuratorin der Reihe „Die neue Welt kommt nicht von allein“)
Teilnahme frei, freie Sitzplatzwahl, Vortrag in englischer Sprache
Kohei Saito ist außerordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Tokio. Er promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahr 2024/25 war Saito Fellow am New Institute in Hamburg und leitete dort das Programm Beyond Capitalism: War Economy and Democratic Planning. Er beschäftigt sich mit Ökologie und politischer Ökonomie aus marxistischer Perspektive. Seinem Buch Capital in the Anthropocene (2020), das sich in Japan mehr als eine halbe Million Mal verkauft hat, wird zugeschrieben, ein wiederauflebendes Interesse am marxistischen Denken in Japan sowie in den USA und Europa geweckt zu haben.Kohei Saito ist außerordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Tokio. Er promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Jahr 2024/25 war Saito Fellow am New Institute in Hamburg und leitete dort das Programm Beyond Capitalism: War Economy and Democratic Planning. Er beschäftigt sich mit Ökologie und politischer Ökonomie aus marxistischer Perspektive. Seinem Buch Capital in the Anthropocene (2020), das sich in Japan mehr als eine halbe Million Mal verkauft hat, wird zugeschrieben, ein wiederauflebendes Interesse am marxistischen Denken in Japan sowie in den USA und Europa geweckt zu haben.