Termin

Wer Rettet Wen? RELOADED Film & Filmgespräch

Wien

Einlass 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

ACHTUNG: Bitte Corona-bedingte Anmeldemodalitäten beachten (siehe unten)!

Wer Rettet Wen? RELOADED - Ein Film von unten von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 2020, 82 Minuten

Alle Welt redet von der „Corona-Krise“. Doch Corona ist nur ein Brandbeschleuniger. Die Weltwirtschaftskrise hatte schon im Dezember 2018 begonnen, als Finanzderivate Vermögen in Höhe von fünf Billionen Dollar vernichteten. Die industrielle Produktion rutschte sogleich ins Minus. Satyajit Das, Finanzexperte und Protagonist des Films „Wer rettet Wen?“ meint: „Covid-19 ist angesichts der spekulativen Immobilienpreise, des Bankensystems und der Schuldenberge nur die Stecknadel, die in eine  Blase sticht.“

Wäre es nicht Corona gewesen, so hätte etwas anderes die Krise zum Kochen gebracht. Die schon 2007 gefährliche Verschuldung ist weiter gestiegen. Und in der aktuellen Krise wird sie alle Rekorde brechen. Die Banken haben in den USA wieder alle Freiheiten. Die europäischen leiden unter gewaltigen Portfolios südeuropäischer Staatsanleihen. In der neuen Eurokrise wird Italien wackeln, doch dann wanken auch die Banken. Zusätzlich wurde ein intransparentes und unreguliertes Schattenbanksystem (Hedgefonds wie Blackrock) mächtiger als der gesamte Bankensektor. Und auch der Immobilienmarkt ist weltweit eine Blase wie 2007 in den USA – mehr als 100 Millionen neugebaute Wohnungen stehen leer.

Wo man hinschaut, warten Blasen auf ihr Platzen. Nach und nach werden Firmen, Banken und nach ihnen auch mit Rettungsschirmen überforderte öffentliche Körperschaften die Zahlungsunfähigkeit anmelden. So wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit die Krise gewaltig weiter ausbreiten: Möglicherweise zuerst als eine neue Finanzkrise, dann vielleicht eine  Immobilienkrise oder schon zuvor eine neue Eurokrise – alles unberechenbarer und größer, weil im Gegensatz zur letzten Krise China nicht mehr als Krisendämpfer wirkt.

Aus der letzten Krise wissen wir, dass Krisen stets das Einkommen, die Arbeitsrechte und die persönliche Sicherheit der Lohnabhängigen und unsere Demokratie bedrohen. (Filmbeschreibung)

Diskussion nach dem Film:
Ricarda Reichinger von Attac spricht mit Julia Litofcenko von FinanzAttac.

Anmeldung
Corona-bedingt gibt es Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl der Teilnehmer*innen (beschränkte Platzzahl) und Einlass nur gegen Voranmeldung an mit Angabe des vollständigen Namens und der Emailadresse. Anmeldeschluss ist Sonntag, 1. November 2020. Die Sitzplätze werden vor Ort von unserem Personal zugewiesen.

Wenn du dich angemeldet hast, werden deine Plätze bis Veranstaltungsbeginn um 19 Uhr reserviert. Dann verfällt die Reservierung und Plätze können an andere Besucher*innen vergeben werden.

Spontanes Vorbeikommen ist möglich. Einlass kann jedoch nur dann gewährt werden, wenn noch Plätze verfügbar sind und vor Ort die persönlichen Daten (Name + Emailadresse) bekanntgegeben werden.

Bitte bringe deinen Mund-Nasen-Schutz mit. Im Innenbereich (auf dem Weg zu den Sitzplätzen, Toiletten etc.) muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, am Sitzplatz selbst ist das Tragen nicht verpflichtend, wird aber empfohlen.

Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr. Wir empfehlen, nicht zu knapp vor Veranstaltungsbeginn um 19:00 Uhr zu kommen, damit wir Staubildungen beim Einlass vermeiden können.

Bitte haltet den Mindestabstand ein und befolgt die Anweisungen des Personals!

Der Filmabend ist Teil der WUK%Attac Filmreihe "Welt(en) in Bewegung".

Veranstalter
Attac, WUK
Ort
WUK, Großer Saal (Währinger Straße 59, 1090 Wien)
Beginn
Ende
Filmplakat