Programm

8. Februar 2018: "Rechtsruck. Zehn Gespräche. Gegen Angst."

WUK%attac: Film und Diskussion

Ein Dokumenterfilm von Niko Mayr und Walter Ötsch, der in 10 Gesprächen ein tieferes Verstehen des aktuellen Rechtsrucks in der Gesellschaft sucht.

Wie kann es sein, dass sich immer größere Gruppen der Bevölkerung in extremer Emotion populistischen Führern zuwenden, von denen sie vernünftig gedacht nur eine Verschlimmerung der allgemeinen Verhältnisse erwarten können?

Unsere GesprächspartnerInnen:

  • Isolde Charim, Philosophin und Publizistin (Wien)
  • Klaus Dörre, Soziologe (Institut für Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena)
  • Silja Graupe, Ökonomin und Philosophin (Institut für Ökonomie, Cusanus Hochschule, Bernkastel-Kues)
  • Sabine am Orde, Journalistin (die tageszeitung, Berlin)
  • Klaus Ottomeyer, Sozialpsychologe und Psychoanalytiker (Institut für Psychologie, Universität Klagenfurt)
  • Walter Pachler, Psychotherapeut (Pro Mente Wels)
  • Harald Schwaetzer, Philosoph (Institut für Philosophie, Cusanus Hochschule, Bernkastel-Kues)
  • Marlene Streeruwitz, Literatin (Wien)
  •  Claus Thomasberger, Ökonom (Fachbereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)
  • Ruth Wodak, Sprachwissenschaftlerin (Universität Lancaster, Universität Wien)

Ein Film, an den viele Menschen andocken können in ihrem vagem Gefühl, dass sich gerade etwas in der Welt verschlimmert, aber selbst  kein klares Bild über den Vorgang besitzen. Muster zu sehen, wo zuvor nur Nebel und Unklarheit geherrscht hat.

2017, 62 Minuten

Im Anschluss an den Film: Diskussion mit Walter Ötsch

Einlass: 18.30 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

Ort: WUK, Foyer


18.Dezember 2017: "Konzerne als Retter? - Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe"

WUK%attac: Film und Diskussion

Die staatliche Entwicklungshilfe setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Nur sie könne effizient Armut und Hunger in der Welt bekämpfen. "Konzerne als Retter?" nimmt den Zuschauer mit nach Kenia, Sambia und Tansania, fragt, wie öffentlich-private Partnerschaften funktionieren und ob die Ärmsten der Armen von ihnen profitieren.

Die Vereinten Nationen haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen Armut und Hunger weltweit beendet werden. Um das zu erreichen, setzt die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend auf die Privatwirtschaft. Die öffentlichen Gelder seien knapp, zusätzliche Investitionen aus der Wirtschaft nötig, um sogenannte Hebeleffekte zu erzielen. Der Einsatz unternehmerischen Know-hows kreiere eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, so die Befürworter des Trends aus Politik und Wirtschaft. Kritiker halten dagegen, dass das Einbeziehen von Konzernen in die Entwicklungshilfe eine Außenwirtschaftsförderung sei und nicht den Hungernden zugutekomme.

Die Dokumentation analysiert die politischen Hintergründe öffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungshilfe. Sie beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ernährungs- und Landwirtschaftssektor in Kenia, Sambia und Tansania: vom Versuch deutscher Unternehmen, die Produktivität kenianischer Kartoffelbauern zu steigern, bis hin zum Investmentfonds, der Entwicklungsgelder nutzt, um mit gigantischen Soja- und Maisplantagen Rendite für Anleger in Deutschland zu erzielen.

Der aufwendig recherchierte Film zeigt den Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie auf und macht den Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinbäuerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist die Zusammenarbeit von privat und Staat in der Entwicklungszusammenarbeit möglich, so dass die lokale Bevölkerung auch wirklich von ihr profitiert?

Im Anschluss an den Film Diskussion mit Carla Weinzierl, Attac.

Einlass: 18.30 Uhr
Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

Ort: WUK, Foyer


30. Oktober 2017: Degrowth Perspektive - Was bedeutet das in sozialen Kämpfen?

WUK%attac: Buchpräsentation und Diskussion

Degrowth ist nicht nur ein neues Label für eine Diskussion über Alternativen oder eine akademische Debatte, sondern auch eine im Entstehen begriffene soziale Bewegung. Trotz vieler Überschneidungen mit anderen sozialen Bewegungen gibt es sowohl bei diesen als auch in Degrowth-Kreisen noch viel Unkenntnis über die jeweils anderen.

Wir diskutieren mit drei Autor*innen das Buches „Degrowth in Bewegung(en) – 32 Wege zur sozial-ökologischen Transformation“.

In welchem Verhältnis stehen die Bewegung für Ernährungssouveränität, die Kämpfe um Post-Extraktivismus und Degrowth? Was können sie voneinander lernen? Welche gegenseitigen Anregungen aber auch welche Spannungen gibt es? Und wo könnten Bündnisse möglich sein?

Wir diskutieren mit:

Ulrich Brand, Universität Wien
Nina Treu, Konzeptwerk Neue Ökonomie (Leipzig)
Julianna Fehlinger, ÖBV- Via Campesina

In der Diskussion wird das Buch "Degrowth in Bewegung(en) - 32 Wege zur sozial-ökologischen Transformation" vorgestellt.

Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

Beginn: 20:00 Uhr

WUK, Projektraum (Stiege 4, Halbstock)

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