Aktivist*innen Lehrgang

Attac organisiert gemeinsam mit dem Bildungskollektiv Radix einen Aktivist*innen-Lehrgang „Zusammen das Wettrüsten stoppen!“, in dem es darum geht, zu verstehen, warum Aufrüstung die Welt nicht sicherer, sondern unsicherer macht und sich zu überlegen, wie wir uns organisieren müssen, um internationale Gerechtigkeit, Frieden und eine sichere Welt für alle zu erkämpfen. Die Bewerbungsfrist für den Lehrgang geht bis 15.9. da die Teilnehmer*innenanzahl begrenzt ist melden wir uns am 1. Oktober mit mehr Infos. Wenn du davor schon bei Attac aktiv werden möchtest oder Fragen hast, dann schreib gerne an mitmachenATTAC@attac.at

Die Welt ist im Umbruch, und dieser Umbruch tritt immer häufiger durch gewalttätige Konflikte und Kriege zutage. Nachrichten aus Krisen- und Kriegsregionen erreichen uns jeden Tag und es ist oft schwer zu begreifen und zu verarbeiten, was das für die Menschen vor Ort bedeuten muss. Inmitten dieser Konflikte setzt Europa auf Aufrüstung und treibt damit ein neues Wettrüsten an. Auch Österreich erhöht seine Militärausgaben Jahr für Jahr. Sicherheit wird militärisch gedacht und umgesetzt, der Fokus auf Militarisierung bindet Ressourcen und Friedenspolitik gerät mehr und mehr in den Hintergrund.

Viele fragen sich, ob es nicht doch eine Alternative zum Wettrüsten gibt und was man gegen die zunehmende Militarisierung machen kann. Für diese Menschen ist dieser Lehrgang, den das Bildungskollektiv Radix zusammen mit Attac organisiert. Von Oktober bis Anfang Dezember wollen wir uns an drei Wochenenden und in acht Einheiten intensiv damit auseinandersetzen, wie wir Krieg und Aufrüstung verstehen, welche Perspektive von sozialer Gerechtigkeit und Frieden wir ihnen entgegensetzen und wie wir Widerstand organisieren können.

Wenn du auch ein mulmiges Gefühl hast, wenn du die Nachrichten zu Krieg und Rüstungsausgaben liest, die Zusammenhänge besser verstehen und ins Tun kommen magst, dann ist der Lehrgang genau das richtige für dich. Wir erarbeiten in 8 Einheiten, gemeinsam in der Gruppe und in Projektteams wie wir Zusammen das Wettrüsten stoppen können. Schick uns deine Anmeldung, in der du dich kurz vorstellst und erzählst, was dich zum Lehrgang motiviert (max. halbe Seite) bis 15.9 an

Dreiteilige Struktur

  1. Den Kern des Lehrgangs bilden 8 interaktive Einheiten, die immer am Dienstagabend (18:30 - 20:30 Uhr) im Amerlinghaus stattfinden. Jede Woche ist ein*e Expert*in zu Gast und berichtet über ihre Erfahrungen zum Thema Krieg, Frieden und Militarisierung. 
  2. Neben den Einheiten entwickeln die Teilnehmenden in kleinen Teams ein für sie relevantes Projekt – dieses wird im Laufe des Lehrgangs umgesetzt. Jede Gruppe bekommt für ihr Projekt Unterstüztung und es gibt selbstorganisierte Projekteinheiten im Attac-Büro. 
  3. Zusätzlich ist die Mithilfe bei Aktivitäten im Rahmen der Attac Kampagne "Wettrüsten stoppen" während oder im Anschluss an das Semester fixer Bestandteil des Lehrgangs. Zum Beispiel bei einer Aktion, Demo, Recherche, Betreuung eines Infostandes oder Schnuppern in einer Attac-Gruppe. 
  4. Bei Fragen melde dich gerne jederzeit bei uns. 

Anmeldefrist für den Lehrgang 2026: 15. September 2026. 

Schick dafür ein Mail an 

Wir freuen uns besonders über Bewerbungen von diskriminierungssensiblen und/oder -erfahrenen Menschen mit Positionierungen, die im Lehrgang noch unterrepräsentiert sind. Wir ermutigen dich explizit zur Bewerbung. Falls du unsicher bist, ob wir dir die Teilnahme gut und safe genug ermöglichen können, dann melde dich gerne bei

Die Teilnehmer*innenzahl beim Lehrgang ist begrenzt –  da wir eine kleinere Gruppe für die Prozesse und Arbeit vorteilhaft finden. Es ist darum schade, wenn Teilnehmende im Laufe des Lehrgangs abbrechen – und andere Personen keinen Platz bekommen. Mit deiner Bewerbung committest du dich daher, im Falle einer Zusage beim Lehrgang mindestens 80 % der Zeit teilzunehmen. 

Vorläufiges Programm

Die Dienstagtermine finden von 18:30 bis 20:30 Uhr statt – wenn nicht anders genannt, dann im Amerlinghaus, und die selbstorganisierten Projekteinheiten im Attac Büro in der Margaretenstraße 166 (3. Stock), 1050 Wien. 

Unser Raum im Amerlinghaus ist leider nicht barrierefrei. 

Für Menschen mit Rollstuhl/Gehhilfe im Attac Büro: Das Büro ist im 3. Liftstock. Es gibt Rollstuhllift (eurokey nötig) und Lift. Im Stiegenhaus sind zwei nicht selbstöffnenden Türen; gerne holen wir ZAP-Teilnehmende vom Gehsteig ab.

Termin 

Titel & Inhalt 

Dienstag, 20.10. 

18:30-20:30

Gegen die Aufrüstung – Warum sind wir dagegen?

In der ersten Einheit des Lehrgangs wollen wir uns Zeit zum Kennenlernen nehmen und darüber diskutieren, warum wir gegen die Aufrüstung aktiv sein wollen. Wir schauen uns an, warum Waffen keinen Frieden und keine Sicherheit schaffen und welche negativen Folgen die Militarisierung für die Gesellschaft hat.

Dienstag, 27.10. 

18:30

 

Für Gerechtigkeit und Frieden – Wofür kämpfen wir?

In dieser Einheit versuchen wir uns zu erklären, warum es überhaupt zum Wettrüsten in der Konkurrenz zwischen den großen Playern der Welt kommt. Dabei analysieren wir strukturelle Ungleichheiten und globale Gewaltverhältnisse. Wir wollen uns aber auch überlegen, wie die Welt beschaffen sein muss, damit Frieden strukturell verankert werden kann und eine Vision für eine gerechte Zukunft für alle entwerfen.

Dienstag,  3.11. 

18:30

Friedensbewegung – Wie organisieren wir uns?

Die Friedensbewegung der 80er Jahre war eine der größten und prägendsten zivilgesellschaftlichen Aufstände nach dem Zweiten Weltkrieg. Wir wollen uns überlegen, wie wir uns heute organisieren und welche Perspektiven wir berücksichtigen müssen, um zusammen das Wettrüsten stoppen zu können.

Dienstag,  3.11. 

18:30

Aktiv gegen das Wettrüsten – Was wollen wir konkret tun?

Wir wollen nicht nur über die Friedensbewegung nachdenken, sondern auch konkret Aktivismus und kleine politische Projekte planen und umsetzen. In dieser Einheit bilden wir Projektgruppen und schmieden Pläne, schreiben To-Do-Listen und verteilen Aufgaben.

Dienstag,  3.11. 

18:30

 

Selbstorganisierte Projekteinheit – Wie setzen wir unsere Projekte um?

In den beiden selbstorganisierten Projekteinheiten gibt es Raum und Platz, um sich in den Projektgruppen zu treffen und Material, um zu kleben, malen, basteln, zu drucken, oder was auch immer das Aktivist*innen-Herz begehrt.

Hinweis: Diese Einheit findet im Attac Büro statt. 

20.-22.11. 

Aktionswochenende: StopRearm Europe

Das europaweite Bündnis „Stop ReArm Europe“ ruft für dieses Novemberwochenende zu Aktionen gegen die Aufrüstungspläne der EU auf. Auch in Wien werden Proteste (und vielleicht auch das eine oder andere Projekt ;)) geplant, denn wir wollen gemeinsam auf die Straße gehen, um zu zeigen, dass wir viele sind, die sich gegen das Wettrüsten stellen.

Dienstag,  24.11. 

18:30

Fern- und Nahziele – Wie schaffen wir Sicherheit?

Wie können wir, in einer immer unsicheren Welt der Konkurrenz und Konfrontation, mehr Sicherheit für alle schaffen? Hier eignen wir uns alternative Sicherheitskonzepte an, entwickeln Forderungen und diskutieren, wie eine umfassende Friedensstrategie ausschauen kann. Wir stellen der Aufrüstung konkrete Alternativen entgegen.

Dienstag,  1.12. 

18:30

Selbstorganisierte Projekteinheit – Wie setzen wir die Projekte um?

Attac Büro ist für euch reserviert, ihr könnt aber auch woanders hin 😉

Dienstag,  8.12. 

18:30

Strategien für Sicherheit für alle – Wie erreichen wir unsere Ziele?

In dieser Einheit überlegen wir, welche politischen Hebel, Möglichkeitsfenster und Bündnispartner wir sehen, um unser Ziel, das Wettrüsten zu stoppen, zu erreichen. Außerdem überlegen wir uns, bevor unser Lehrgang schon zum Abschluss kommt, wie wir mit den alltäglichen Berichten von Krisen und Krieg umgehen und trotz alledem Kraft und Hoffnung schöpfen können.