Attac im WUK

Kooperation „Welt(en) in Bewegung“

Die Welt ist mehr denn je in Bewegung – und politisch sind mit all diesen Entwicklungen sprichwörtlich gesellschaftspolitische Welten in Bewegung!

  • Wird die Zivilgesellschaft mit den massiven Einschränkungen von Freiheits- und Menschenrechten mit abgeschafft – oder sind genau diese Entwicklungen der notwendige Ansporn für viele sich jetzt mehr denn je in sozialen Bewegungen zu engagieren?
  • Wie sehen die Gegenmaßnahmen aus, wie sammelt sich Gegenmacht zu neoliberal-autoritären Regimen und welche inhaltlichen Alternativen gibt es?
  • Wie kann eine alternative Wirtschaftspolitik aussehen, die auf sozialer Sicherheit beruht, die Menschenrechte respektiert und eine nachhaltige Entwicklung als wesentliche Säule begreift?

Nächster Termin

14. November 2022: Sorry We Missed You

Anlässlich des Black Friday am 25. November

Spielfilm
Regie: Ken Loach
GB 2019, 100 Min.

Ricky lebt mit seiner Familie in Newcastle. Seit der Finanzkrise 2008 kämpfen er und seine Frau Abby mit Schulden. Sie bringen die Familie kaum mehr über die Runden mit seinen Gelegenheitsjobs als Handwerker und ihrer Arbeit als Altenpflegerin. Dennoch träumen die beiden von ein bisschen Unabhängigkeit und einem eigenen Heim. Umso mehr lockt Ricky die Chance auf eine bessere Zukunft. Er wird freiberuflicher Kurier eines Paketdienstleisters: Parcels Delivered Fast. Der Name steht für ein Versprechen und so gerät Ricky zunehmend in den Strudel von Zeitdruck, Überarbeitung und noch mehr finanziellen Defiziten. Die familiären Zusammenstöße bleiben nicht aus – und dennoch ist der Zusammenhalt der Familie das Einzige, was jetzt noch zählt.

Anschließend Filmgespräch mit Anna Daimler (Gewerkschaft vida)
Moderation: Mario Taschwer (Attac)

Zeit: Montag,14.11.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Eintritt: freie Spende

Im Zentrum der Kooperation Attac im WUK stehen Filmvorführungen mit anschließender Diskussion, sowie inhatliche Sonderveranstaltungen wie Buchpräsentationen, Ausstellungen und Vorträge.

Aktuelle politische Diskurse sollen damit noch stärker im Zentrum der Stadt verankert werden.

Das Wiener Werkstätten- und Kulturhaus WUK ist mit seinen 12.000m2 Fabrikgelände aus der Gründerzeit eines der größten soziokulturellen Zentren Europas. Das WUK ist Heimstätte für einen vier Sparten umfassenden Kulturbetrieb (Musik, performing arts, KinderKultur, Kunsthalle Exnergasse) und Träger von 13 arbeitsmarktpolitischen Bildungs- und Beratungseinrichtungen (WUK Bildung und Beratung). Im WUK sind außerdem 150 autonome Gruppen und Einzelinitiativen in sieben Bereichen organisiert. Insgesamt besuchen und nutzen 200.000 Menschen das WUK pro Jahr.

Filmabende 2022

17. Oktober 2022: Youth Unstoppable - Der Aufstieg der globalen Jugend-Klimabewegung

Dokumentarfilm von Slater Jewell-Kemker
Kanada 2020 | 88 Min. | Original mit deutschen Untertiteln

Seit 2009 nimmt die damals 15-jährige Slater Jewell-Kemker als Jugenddelegierte an UN-Klimakonferenzen teil - mit der Kamera in der Hand, anfangs noch unsicher, aber bereit, etwas zu verändern. Was als individuelle Reise beginnt, entwickelte sich zu einem authentischen und herausfordernden Dokumentarfilm, der über zwölf Jahre hinweg hinter den Kulissen der Jugendklimabewegung entsteht. Slater spürt bei den Konferenzen in Brasilien, Dänemark und Polen die von Obama und Al Gore geprägte Aufbruchstimmung; sie erlebt aber auch die Enttäuschung über Trump und den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen. Als Greta Thunberg mit ihrem Schulstreik eine weltweite Massenbewegung der Jugendlichen auslöst, bekommt die Klimaschutzbewegung eine ungeahnte Bedeutung.

„In den zwölf Jahren, die ich an dieser Dokumentation gearbeitet habe, ist eine Bewegung entstanden. Junge, engagierte Aktivist*innen kämpfen dafür, die Zerstörung der Welt und der Menschheit zu stoppen. Diesen Leuten möchte ich eine Stimme geben, um die Klimakrise greifbar zu machen. Die Klimaschutzbewegung der Jugend – ihre Leidenschaft, ihre Hingabe und ihr Einfühlungsvermögen – machen mir Hoffnung für eine bessere Welt. Menschlichkeit rettet nicht nur unsere Spezies, sondern bringt uns auch einander näher,“ sagt Regisseurin Slater Jewell-Kemker über ihren Film.

Anschließend Filmgespräch mit Hannah Geiser (Fridays for Future)

Zeit: Montag, 17.10.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Eintritt: freie Spende

 

5. September 2022: Breaking Boundaries - Die Wissenschaft hinter „Unser Planet“

Ein Film von Jon Clay
2021 | FSK 7+ | Laufzeit 1 Std. 13 Min.

Filmemacher und Naturforscher David Attenborough und der Wissenschaftler Johan Rockström erörtern in dieser Dokumentation, wie der Mensch und die Zivilisation das stabile System der Erde durcheinander gebracht haben – und welche Maßnahmen dringend erforderlich sind, um die Balance wiederherzustellen. Welche naturgesetzlichen Grenzen müssen wir halten? Und was bedeutet das für unser Handeln und Wirtschaften?

Anschließend Filmgespräch mit Mira Kapfinger und Manuel Grebenjak von „System Change, not Climate Change“.

Zeit: Montag, 05.09.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Eintritt frei!

 

20. Juni 2022: But Beautiful

Ein Film von Erwin Wagenhofer
Österreich, Deutschland 2019 | FSK 0 | Laufzeit 116 Min.

Frauen ohne Schulbildung, die Solaranlagen für Dörfer auf der ganzen Welt bauen. Permakultur-Visionär_innen auf La Palma, die Ödland in neues Grün verwandeln. Ein Förster, der die gesündesten Häuser der Welt entwickelt. Ein geistliches Oberhaupt mit Schalk und essentiellen Botschaften und seine tibetische Schwester mit großem Herz für die Jugend. Ein junges Jazztrio, ein etablierter Pianist, eine beseelte kolumbianische Sängerin, die uns den Klang der Schönheit vermitteln. "But Beautiful" verbindet sie alle.

In seinem neuesten Film "But Beautiful" sucht Erwin Wagenhofer das Schöne und Gute und zeigt Menschen, die ganz neue Wege beschreiten. Wie könnte ein gutes, ein gelungenes Leben aussehen? Ist ein „anderes“ Leben überhaupt möglich? Entstanden ist ein Film über Perspektiven ohne Angst, über Verbundenheit in Musik, Natur und Gesellschaft, über Menschen mit unterschiedlichen Ideen, aber einem großen gemeinsamen Ziel: eine zukunftsfähige Welt.

Alles wird gut? Alles kann gut werden.

Anschließend Filmgespräch mit Julia Litofcenko, Universitätsassistentin am Institut für Nonprofit Management an der Wirtschaftsuniversität Wien und Aktivistin von Attac.

Zeit: Montag, 20.06.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Preis: Eintritt frei, Spende erwünscht
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

 

19. April 2022: Das Fieber - der Kampf gegen Malaria

Dokumentarfilm von Katharina Weingartner
99 min, 2020, Prädikat "Wertvoll"

Während sich alle Welt mit Covid-19 beschäftigt, hat Malaria in Afrika leider jahraus, jahrein Saison. Den abgründigen Mechanismen hinter der Epidemie und dem fragwürdigen Umgang damit, widmet sich die österreichische Filmermacherin Katharina Weingartner mit einem stark auf Betroffene fokussierten Ansatz.

Acht Geschwister hätte er haben können, geblieben sind ihm zwei, sagt Richard Mukabana, Biologe an der Universität Nairobi (Kenia) und einer der Hauptprotagonisten des Films. Damit wird die Dimension der durch Stechmücken übertragenen und von winzigen Parasiten hervorgerufenen Erkrankung greifbar, deren fürchterlichen Verwerfungen sich Weingartner am Beispiel Ostafrikas annimmt.

Was wäre, wenn eine Heilpflanze den ältesten Parasiten der Menschheit besänftigen und tausende Menschenleben retten könnte? Tag für Tag? Der Widerstand ist bezeichnend: Pharmakonzerne fürchten um ihre Profite. Großspender wie die Gates Stiftung propagieren kommerzielle High-Tech-Lösungen. Sie wollen koloniale Muster fortschreiben und sich am geplünderten Kontinent weiter bereichern. Nicht einmal die Malaria-Expert*innen der WHO - von weißen Philantropen und deren Marktstrategien längst entmachtet – setzen sich für lokale Lösungen ein.

Gespräch nach dem Film:
Iris Frey
(Sprecherin der Attac-Kampagne "Patente freigeben") mit Regisseurin Katharina Weingartner

Zeit: Dienstag, 19.04.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Preis: Eintritt freie, Spende erwünscht
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Anmeldung unter: (bitte Vor- und Nachnamen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse angeben)
Anmeldeschluss: Montag, 18.4.2022.

Mit Veranstaltungsbeginn um 19:00 Uhr verfällt die Reservierung und Plätze können an andere Besucher*innen vergeben werden. Spontanes Vorbeikommen ist möglich. Einlass kann jedoch nur dann gewährt werden, wenn noch Plätze verfügbar sind und vor Ort die persönlichen Daten (Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse) bekanntgegeben werden.

Bitte die aktuellen Covid-Regeln zu beachten!


 

07.März 2022: Daten, die das Klima retten?

Unterwegs im Dienst der Wissenschaft
Dokumentarfilm von Peppo Wagner
52 min, 2021

Sie arbeiten unter Extrembedingungen, auf den Alpengletschern, im kargen Norden der Arktis oder in den feuchtheißen Tropen. Drei Forscher_innen geben Einblick, wie und wo Klimadaten gesammelt werden. Eine nicht immer leichte und gefahrlose Tätigkeit.

Der Filmemacher Peppo Wagner begleitet sie bei ihrer Arbeit am Sonnblick, in Spitzbergen und in Costa Rica. Alle drei sind sich einig, dass das Sammeln der Daten wichtig ist, um ein realistisches, wissenschaftlich fundiertes Bild der Klimakrise darzustellen. Wissenschaftliche Fakten sind die Basis für ein besseres Verständnis von Zusammenhängen und für eine lösungsorientierte Diskussion – gerade, wenn es um das äußerst sensible und komplexe System „Klima“ geht. Die Daten alleine können die Klimakrise jedoch nicht lösen. Den Daten müssen Taten folgen!

Nach dem Film: Gespräch mit Filmemacher Peppo Wagner

Zeit: Montag, 07.03.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

Preis: Eintritt freie Spende

Wo: WUK, Saal (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

3. Februar 2022: Count–Down am Xingu. Kampf um die grüne Lunge der Welt

Brasilianisches Amazonasgebiet, Provinzhauptstadt Altamira, am Fluss Xingu. Hier entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt – Belo Monte: Strom für den »wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens«. Und den Rohstoffhunger der Welt. So die offizielle Version. Doch hinter den Kulissen geht es um milliardenschwere „Extraprofite“ für Baufirmen und Politiker.

„Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholischen Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auf den aktuellen „Petrobras- Skandal“, der Brasilien erschüttert. Auch europäische Weltfirmen wie Siemens, Andritz oder Norsk Hydro wollen kräftig mitverdienen. Indem sie Turbinen bauen oder Bauxit zu Aluminium verhütten.

150 weitere Staudämme sollen im Amazonasgebiet neu gebaut werden. Dafür will man Hunderttausende Hektar Urwald roden, Indigene und Flussbauern vertreiben. Auch am Fluss Tapajos. Doch die Indigenen vom Stamm der Mundruku leisten erbittert Widerstand, während am Xingu schon Zehntausende zwangsweise umgesiedelt werden.

„Count–Down am Xingu“ erzählt die Geschichte des Widerstandes gegen den Megastaudamm Belo Monte – vom Baubeginn bis zur Inbetriebnahme der letzten Turbine. Und schildert die „Politik der vollendeten Tatsachen“ und die massive Gewalt, mit der das Megaprojekt durchgesetzt wurde. Eine exemplarische Geschichte über die fortschreitende Zerstörung der grünen Lunge der Welt. Und von Menschen, die dagegen kämpfen.

Zeit: Donnerstag, 3.2.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

Preis: Eintritt freie Spende

Wo: WUK, Saal (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Nach dem Film: Gespräch mit Marieta Kaufmann, Projektreferentin für Lateinamerika der Dreikönigsaktion. Sie war 2018 vor Ort um mit Betroffenen über die Wirkungen des Staudamms Belo Monte zu sprechen.