Attac im WUK

Kooperation „Welt(en) in Bewegung“

Die Welt ist mehr denn je in Bewegung – und politisch sind mit all diesen Entwicklungen sprichwörtlich gesellschaftspolitische Welten in Bewegung!

  • Wird die Zivilgesellschaft mit den massiven Einschränkungen von Freiheits- und Menschenrechten mit abgeschafft – oder sind genau diese Entwicklungen der notwendige Ansporn für viele sich jetzt mehr denn je in sozialen Bewegungen zu engagieren?
  • Wie sehen die Gegenmaßnahmen aus, wie sammelt sich Gegenmacht zu neoliberal-autoritären Regimen und welche inhaltlichen Alternativen gibt es?
  • Wie kann eine alternative Wirtschaftspolitik aussehen, die auf sozialer Sicherheit beruht, die Menschenrechte respektiert und eine nachhaltige Entwicklung als wesentliche Säule begreift?

Nächster Termin

20. Juni 2022: But Beautiful

Ein Film von Erwin Wagenhofer
Österreich, Deutschland 2019 | FSK 0 | Laufzeit 116 Min.

Frauen ohne Schulbildung, die Solaranlagen für Dörfer auf der ganzen Welt bauen. Permakultur-Visionär_innen auf La Palma, die Ödland in neues Grün verwandeln. Ein Förster, der die gesündesten Häuser der Welt entwickelt. Ein geistliches Oberhaupt mit Schalk und essentiellen Botschaften und seine tibetische Schwester mit großem Herz für die Jugend. Ein junges Jazztrio, ein etablierter Pianist, eine beseelte kolumbianische Sängerin, die uns den Klang der Schönheit vermitteln. "But Beautiful" verbindet sie alle.

In seinem neuesten Film "But Beautiful" sucht Erwin Wagenhofer das Schöne und Gute und zeigt Menschen, die ganz neue Wege beschreiten. Wie könnte ein gutes, ein gelungenes Leben aussehen? Ist ein „anderes“ Leben überhaupt möglich? Entstanden ist ein Film über Perspektiven ohne Angst, über Verbundenheit in Musik, Natur und Gesellschaft, über Menschen mit unterschiedlichen Ideen, aber einem großen gemeinsamen Ziel: eine zukunftsfähige Welt.

Alles wird gut? Alles kann gut werden.

Anschließend Filmgespräch

Zeit: Montag, 20.06.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Preis: Eintritt frei, Spende erwünscht
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

 

19. April 2022: Das Fieber - der Kampf gegen Malaria

Dokumentarfilm von Katharina Weingartner
99 min, 2020, Prädikat "Wertvoll"

Während sich alle Welt mit Covid-19 beschäftigt, hat Malaria in Afrika leider jahraus, jahrein Saison. Den abgründigen Mechanismen hinter der Epidemie und dem fragwürdigen Umgang damit, widmet sich die österreichische Filmermacherin Katharina Weingartner mit einem stark auf Betroffene fokussierten Ansatz.

Acht Geschwister hätte er haben können, geblieben sind ihm zwei, sagt Richard Mukabana, Biologe an der Universität Nairobi (Kenia) und einer der Hauptprotagonisten des Films. Damit wird die Dimension der durch Stechmücken übertragenen und von winzigen Parasiten hervorgerufenen Erkrankung greifbar, deren fürchterlichen Verwerfungen sich Weingartner am Beispiel Ostafrikas annimmt.

Was wäre, wenn eine Heilpflanze den ältesten Parasiten der Menschheit besänftigen und tausende Menschenleben retten könnte? Tag für Tag? Der Widerstand ist bezeichnend: Pharmakonzerne fürchten um ihre Profite. Großspender wie die Gates Stiftung propagieren kommerzielle High-Tech-Lösungen. Sie wollen koloniale Muster fortschreiben und sich am geplünderten Kontinent weiter bereichern. Nicht einmal die Malaria-Expert*innen der WHO - von weißen Philantropen und deren Marktstrategien längst entmachtet – setzen sich für lokale Lösungen ein.

Gespräch nach dem Film:
Iris Frey
(Sprecherin der Attac-Kampagne "Patente freigeben") mit Regisseurin Katharina Weingartner

Zeit: Dienstag, 19.04.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Preis: Eintritt freie, Spende erwünscht
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Anmeldung unter: (bitte Vor- und Nachnamen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse angeben)
Anmeldeschluss: Montag, 18.4.2022.

Mit Veranstaltungsbeginn um 19:00 Uhr verfällt die Reservierung und Plätze können an andere Besucher*innen vergeben werden. Spontanes Vorbeikommen ist möglich. Einlass kann jedoch nur dann gewährt werden, wenn noch Plätze verfügbar sind und vor Ort die persönlichen Daten (Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse) bekanntgegeben werden.

Bitte die aktuellen Covid-Regeln zu beachten!


 

Im Zentrum der Kooperation Attac im WUK stehen Filmvorführungen mit anschließender Diskussion, sowie inhatliche Sonderveranstaltungen wie Buchpräsentationen, Ausstellungen und Vorträge.

Aktuelle politische Diskurse sollen damit noch stärker im Zentrum der Stadt verankert werden.

Das Wiener Werkstätten- und Kulturhaus WUK ist mit seinen 12.000m2 Fabrikgelände aus der Gründerzeit eines der größten soziokulturellen Zentren Europas. Das WUK ist Heimstätte für einen vier Sparten umfassenden Kulturbetrieb (Musik, performing arts, KinderKultur, Kunsthalle Exnergasse) und Träger von 13 arbeitsmarktpolitischen Bildungs- und Beratungseinrichtungen (WUK Bildung und Beratung). Im WUK sind außerdem 150 autonome Gruppen und Einzelinitiativen in sieben Bereichen organisiert. Insgesamt besuchen und nutzen 200.000 Menschen das WUK pro Jahr.

Filmabende 2022

07.März 2022: Daten, die das Klima retten?

Unterwegs im Dienst der Wissenschaft
Dokumentarfilm von Peppo Wagner
52 min, 2021

Sie arbeiten unter Extrembedingungen, auf den Alpengletschern, im kargen Norden der Arktis oder in den feuchtheißen Tropen. Drei Forscher_innen geben Einblick, wie und wo Klimadaten gesammelt werden. Eine nicht immer leichte und gefahrlose Tätigkeit.

Der Filmemacher Peppo Wagner begleitet sie bei ihrer Arbeit am Sonnblick, in Spitzbergen und in Costa Rica. Alle drei sind sich einig, dass das Sammeln der Daten wichtig ist, um ein realistisches, wissenschaftlich fundiertes Bild der Klimakrise darzustellen. Wissenschaftliche Fakten sind die Basis für ein besseres Verständnis von Zusammenhängen und für eine lösungsorientierte Diskussion – gerade, wenn es um das äußerst sensible und komplexe System „Klima“ geht. Die Daten alleine können die Klimakrise jedoch nicht lösen. Den Daten müssen Taten folgen!

Nach dem Film: Gespräch mit Filmemacher Peppo Wagner

Zeit: Montag, 07.03.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

Preis: Eintritt freie Spende

Wo: WUK, Saal (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

3. Februar 2022: Count–Down am Xingu. Kampf um die grüne Lunge der Welt

Brasilianisches Amazonasgebiet, Provinzhauptstadt Altamira, am Fluss Xingu. Hier entsteht seit 2011 der drittgrößte Staudamm der Welt – Belo Monte: Strom für den »wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens«. Und den Rohstoffhunger der Welt. So die offizielle Version. Doch hinter den Kulissen geht es um milliardenschwere „Extraprofite“ für Baufirmen und Politiker.

„Das ist eine kriminelle Vereinigung“, sagt der katholischen Bischof von Altamira, Erwin Kräutler, und verweist auf den aktuellen „Petrobras- Skandal“, der Brasilien erschüttert. Auch europäische Weltfirmen wie Siemens, Andritz oder Norsk Hydro wollen kräftig mitverdienen. Indem sie Turbinen bauen oder Bauxit zu Aluminium verhütten.

150 weitere Staudämme sollen im Amazonasgebiet neu gebaut werden. Dafür will man Hunderttausende Hektar Urwald roden, Indigene und Flussbauern vertreiben. Auch am Fluss Tapajos. Doch die Indigenen vom Stamm der Mundruku leisten erbittert Widerstand, während am Xingu schon Zehntausende zwangsweise umgesiedelt werden.

„Count–Down am Xingu“ erzählt die Geschichte des Widerstandes gegen den Megastaudamm Belo Monte – vom Baubeginn bis zur Inbetriebnahme der letzten Turbine. Und schildert die „Politik der vollendeten Tatsachen“ und die massive Gewalt, mit der das Megaprojekt durchgesetzt wurde. Eine exemplarische Geschichte über die fortschreitende Zerstörung der grünen Lunge der Welt. Und von Menschen, die dagegen kämpfen.

Zeit: Donnerstag, 3.2.2022 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr

Preis: Eintritt freie Spende

Wo: WUK, Saal (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Nach dem Film: Gespräch mit Marieta Kaufmann, Projektreferentin für Lateinamerika der Dreikönigsaktion. Sie war 2018 vor Ort um mit Betroffenen über die Wirkungen des Staudamms Belo Monte zu sprechen.