Unser Ziel ist ein gutes Leben für alle Menschen
Die Klimakrise und Umweltzerstörung, Finanzkrisen und Kürzungspolitik, Standortwettbewerb und Arbeitslosigkeit, steigende Konzerngewinne und sinkende Löhne betreffen jeden Menschen ganz konkret.
Attac ist Teil einer internationalen Bewegung, die sich für eine demokratische, sozialökologische und geschlechtergerechte Gestaltung der globalen Wirtschaft einsetzt. Unser Ziel ist ein gutes Leben für alle - heute und in Zukunft lebenden - Menschen. Wir setzen uns ein für:
- ein Finanzsystem, in dessen Zentrum das Gemeinwohl steht
- Klimagerechtigkeit - denn die Klimakrise lässt sich nur wirksam bekämpfen, wenn sie als globales Problem verstanden wird.
- ein gerechtes Welthandelssystem
- mehr Steuergerechtigkeit
- ein demokratisches und nachhaltiges Agrar- und Energiesystem
- soziale Sicherheit
- umfassende Demokratisierung
Mehr Details zu unseren Zielen und unsere Lösungen finden Sie auf den jeweiligen Themenseiten.
Attac steht für "Association pour une taxation des transactions financières et pour l'action citoyenne", zu Deutsch "Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen und für aktives zivilgesellschaftliches Handeln."
Wir denken aber auch weiter. Unser Wirtschaftsmodell basiert auf Profitmaximierung, Konkurrenz und grenzenlosem Wachstum. Die Folge davon: Mehr als eine Milliarde Menschen hungern, Umweltzerstörung und Klimaerhitzung nehmen rapide zu, die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert sich.
Es ist unausweichlich dieses System grundlegend zu hinterfragen. Wirtschaften muss nach den Prinzipien sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit, gerechter Verteilung von Arbeit sowie Selbstbestimmung, demokratischer Organisation und Gemeinwohlorientierung ausgerichtet sein. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserer Attac Deklaration:
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Selbstverständnis
Attac ist parteipolitisch unabhängig. Mobilisierungen oder gemeinsame Aktionen machen wir hauptsächlich mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Wir achten dabei grundsätzlich auf die Beteiligung eines möglichst breiten Spektrums von Akteur*innen. Zusammenarbeit mit politischen Parteien, Organisationen und Vereinen zu Sachthemen ist möglich und erwünscht.
Bei Attac haben vielfältige Meinungen Platz. Wir wollen eine Gesellschaft, die allen Menschen gleiche Rechte und Chancen einräumt - unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit, religiösem Bekenntnis, nationaler oder sozialer Herkunft.
Deshalb lehnen wir Rechtsextremismus ebenso wie Antisemitismus, Nationalismus, Rassismus und Sexismus ab. Wir arbeiten mit Menschen, die sich nicht deutlich davon abgrenzen oder dies offen propagieren, keinesfalls zusammen. Dies ist auch in unseren von den Aktivist*innen beschlossenen Statuten festgeschrieben.
Gerade unser Kernthema, die Finanzmarktkritik, beinhaltet die Gefahr über Personifizierung und moralische Wertungen an antisemitische oder rechtsextreme Stereotype anzudocken. Attac ist in dieser Frage sehr wachsam und nimmt diese Gefahr ernst – sowohl gesamtgesellschaftlich als auch in Bezug auf die eigene Organisation.
Da wir für eine Umverteilung von Reich zu Arm eintreten, müssen wir uns auch für eine Chancengleichheit der Geschlechter einsetzen. Gender MainstreamingAktivitäten. Für eine gendergerechte Sprache, die alle Geschlechter umfasst, verwendet Attac in allen Publikationen das Gender Sternchen *. Der Stern steht für alle Geschlechter, die sich nicht in männlich und weiblich einteilen lassen.
Wie wir uns finanzieren
Attac hat über 30.000 Unterstützer*innen. Wir finanzieren uns bevorzugt durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, darunter fast ausschließlich Klein- und Kleinstspenden: In den vergangenen Jahren etwa stammten rund zwei Drittel unserer finanziellen Zuwendungen (Spenden, Mitgliedsbeiträge, Subventionen) aus Beiträgen bis zu 100 Euro und über 95 Prozent aus Zuwendungen bis zu 1000 Euro. Diese kleinteilige Struktur sichert unsere Unabhängigkeit. Zu speziellen Aktivitäten wie zum Beispiel der Attac SommerAkademie suchen wir bei öffentlichen Institutionen/Stellen um Subventionen an.
Prinzipien für die Finanzierung durch institutionelle Geber*innen
Grundsätzlich dürfen Zuwendungen institutioneller Geber*innen (wie gemeinnützige Stiftungen und Großspender*innen) einzeln 10 Prozent und in Summe 40 Prozent des Attac-Gesamtbudgets nicht überschreiten. Zudem darf es zu keinen Unvereinbarkeiten mit unserer politischen Arbeit kommen. Stiftungen, die ihre Gelder aus Geschäftsfeldern bzw. Konzernen beziehen, deren Praktiken Attac kritisiert, können keine Geldgeberinnen sein. Das beinhaltet unter anderem Steuervermeidung, Rüstung, fossile Energie, Großbanken, große Agrar/Rohstoffkonzerne, ISDS-Kläger sowie Praktiken wie bekannte Menschen- oder Arbeitsrechtsverletzungen. Die Entscheidung erfolgt durch Einzelfallüberprüfungen. Unternehmen können an Attac nur direkt spenden, wenn sie Gemeinwohlorientierung haben.
Alle Geldgeber (Privatperson oder institutionelle Geber*innen), die mehr als 10.000 Euro beitragen, werden im Jahresbericht veröffentlicht.
Im Juni 2024 hat der "Gute Rat für Rückverteilung" ohne Auflagen 1.070.400 Euro - auf 5 Jahre verteilt - an Attac Österreich rückverteilt.
Von September 2024 bis Jänner 2026 hat Attac mit der tschechischen NGO Re-set in einem Erasmus+ Projekt zum Thema Energiedemokratie kooperiert, mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Wie wir arbeiten
Wir informieren über wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge und schaffen Diskussionsräume, um Menschen zu ermächtigen, selbst aktiv zu werden – etwa mit Vorträgen, Diskussionen, mit professioneller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen, Kongressen und unserer jährlichen Attac-Sommerakademie.
Wir entwickeln konkrete politische Alternativen und tragen sie aktiv in die Öffentlichkeit um die Möglichkeit einer gerechteren Welt aufzuzeigen.
Wir unterstützen und beteiligen uns aktiv an Initiativen vor allem auf lokaler Ebene, die eine andere Welt aktiv gestalten und leben.
Wir vernetzen uns mit zivilgesellschaftlichen Initiativen in Österreich, Europa und auf globaler Ebene um gemeinsam politische Forderungen mittels Kampagnen und Mobilisierungen voranzutreiben:
Nur gemeinsam sind wir stark
Kooperationen und Allianzen
Nationale Kooperationen
Kettensäge stoppen! Menschen und Umwelt schützen!
Unter dem Vorwand von „Bürokratieabbau“ und „Wettbewerbsfähigkeit“ setzt die EU derzeit eine nie dagewesene Deregulierungs-Agenda um, die zentrale Schutzstandards für Menschen und Umwelt schwächt. Die neu gegründete Plattform “Kettensäge stoppen!” tritt dieser Politik engagiert und koordiniert entgegen. Sie fordert Regierung und EU-Abgeordnete auf, diesen Angriffen eine klare Absage zu erteilen und sich für eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Investitionspolitik einzusetzen. Die Inititator*innen der Plattform sind GLOBAL 2000, Attac, der ÖGB, die AK Wien, epicenter.works, Anders Handeln, das Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) und Greenpeace.
Webseite: www.kettensaege-stoppen.at
Österreichisches Netzwerk Zivilgesellschaft (ÖNZ)
Das Österreichische Netzwerk Zivilgesellschaft (ÖNZ) ist ein Bündnis aus dutzenden, sehr unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die alle eine Sache eint: Der Wille, gemeinsam die Demokratie zu stärken. Für uns ist klar: Die kommende Bundesregierung muss sicherstellen, dass die Prinzipien einer liberalen, lebendigen und partizipativen Demokratie aufrechterhalten und weiterentwickelt werden. Das ist für das gute Zusammenleben aller Menschen in Österreich genauso essentiell, wie für zivilgesellschaftliche Organisationen und ihre Ziele. Eine autoritäre, minderheitenfeindliche und nationalistisch agierende Regierung würde für die Menschen in unserem Land, für kritische Bürger*innen und engagierte Initiativen eine große Gefahr darstellen. Darum setzt sich das Österreichische Netzwerk Zivilgesellschaft für eine liberale, lebendige und partizipative Demokratie ein.
Webseite: www.oenz.at
Anders Handeln - Globalisierung gerecht gestalten
Die “Plattform Anders Handeln – Globalisierung gerecht gestalten” ist eine Stimme für eine gerecht gestaltete Globalisierung und gegen die neoliberale Freihandelsagenda. Für eine solidarische und emanzipatorische Handelspolitik, die Mensch und Umwelt ins Zentrum stellt!
Anders Handeln – Globalisierung gerecht gestalten ist als Nachfolgeplattform von TTIP & CETA Stoppen entstanden. Ziel ist es Alternativen zur neoliberalen Handels- und Investitionspolitik in Österreich sichtbar zu machen und Kampagnen gegen diese Agenda zu organisieren. Attac hat diese Plattform gemeinsam mit sieben anderen Organisationen initiiert.
Webseite: www.anders-handeln.at
fair sorgen! Wirtschaften fürs Leben
fair sorgen! Wirtschaften fürs Leben! (vormals "Mehr für CARE!") ist als eine Initiative von Femme Fiscale entstanden. Es ist ein loses Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Personen, die gemeinsam Bewusstsein und Druck aufbauen wollen, dass
- die Arbeit mit Menschen – Pflege, Betreuung, Versorgung, Bildung, Gesundheit etc. – ins Zentrum gesellschaftlicher Aufmerksamkeit kommt und dass dafür ausreichend Geld und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden – für ein gutes Leben für alle und für eine intakte Umwelt
- die unbezahlte Sorgearbeit reduziert und gerechter verteilt wird
- Care Leistungen durch öffentliche und gemeinnützige Organisationen erbracht werden und allen zur Verfügung stehen
- jene, die es am dringendsten brauchen – unter anderem Alleinerzieher*innen, Gewaltbetroffene, von Armut bedrohte Menschen und Arbeitslose – mehr an Unterstützung erhalten
- Menschen, die in Care-Berufen arbeiten– also v.a. Frauen – mehr Lohn bekommen und deren Arbeitsbedingungen verbessert werden
- Care ins Zentrum der Wirtschaft gestellt wird: für eine Wirtschaft die für alle sorgt – und nicht eine Wirtschaft, die die Bereicherung einiger weniger ins Zentrum stellt.
Webseite: www.fairsorgen.at
Allianz für einen fairen Beitrag der Reichsten
Die Kluft zwischen Arm und Reich bleibt unverändert groß: Das reichste EINE Prozent in Österreich besitzt unfassbare 40 Prozent des Vermögens. Doch ausgerechnet die Reichsten tragen wenig zum Steueraufkommen bei. Ohne einen fairen Beitrag wird diese Ungerechtigkeit weiter verschärft. Das gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie. Daher fordern wir mit der 2023 gegründeten Allianz einen fairen Beitrag der Reichsten – durch höhere und progressive vermögensbezogene Steuern.
Webseite: www.beitrag-der-reichsten.at/
Plattform für eine menschliche Asylpolitik
Die „Plattform für eine menschliche Asylpolitik“ ist ein breiter politischer Zusammenschluss von NGOs, Flüchtlingsinitiativen, politischen Organisationen sowie engagierten Persönlichkeiten. Unser gemeinsames Ziel sind die Einhaltung von international verankerten Asyl- und Menschenrechten. Wir möchten allen Menschen eine Stimme geben, die ein Ende der unmenschlichen Asylpolitik der österreichischen Regierung, anderer Staaten und der EU fordern.
Webseite: menschliche-asylpolitik.at
Attac im WUK
Im Zentrum der Kooperation Attac im WUK stehen Filmvorführungen mit anschließender Diskussion sowie inhatliche Sonderveranstaltungen wie Buchpräsentationen, Ausstellungen und Vorträge. Aktuelle politische Diskurse sollen damit noch stärker im Zentrum der Stadt verankert werden.
Gesprächsreihe: Die neue Zeit kommt nicht von allein
Um Wege in eine neue, bessere Zeit zu finden, müssen wir die aktuellen Krisen gemeinsam verstehen und aus den Kämpfen der Vergangenheit lernen. Dazu diskutiert Lisa Mittendrein, Sozioökonomin und Sprecherin von Attac Österreich, im Rahmen der Gesprächsreihe "Die neue Zeit kommt nicht von allein" mit internationalen Intellektuellen im Wiener FLUCC. Kurzweilig, intensiv und in feiner Clubatmosphäre spricht sie mit ihren Gästen über die aktuellen Krisen, die nötigen sozialen Kämpfe und über ihre Hoffnungen für eine bessere Welt.
Solidaritätspakt der Zivilgesellschaft
Angesichts bedrohlicher Entwicklungen für die Demokratie in Österreich haben wir 2017 mit vielen Organisationen einen Solidaritätspakt für den Schutz und Ausbau von zivilgesellschaftlichen Handlungsspielräumen, sozialer Sicherheit und Demokratie abgeschlossen.
Wir verpflichten uns gemeinsam ‒ so wie bisher ‒ unsere Stimme zu erheben und uns für den Erhalt und den Ausbau grundlegender Rechte sowie der rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches und gewerkschaftliches Handeln und Demokratie einzusetzen. Sollten einzelne Bevölkerungsgruppen oder Organisationen staatlicher Repression ausgesetzt werden, werden wir gemeinsam und solidarisch Beistand leisten und aktiv werden.
Website: solidaritaetspakt.org
Wir haben es satt! - eine neue Agrar- und Ernährungspolitik JETZT!
Wir haben es satt! ist eine breite Plattform von bäuerlichen, umwelt-, wirtschafts-, und entwicklungspolitischen Organisationen, die sich für ein weltweit sozial gerechtes und agrarökologisches Landwirtschafts- und Ernährungssystem ein. Wir nehmen eine Gegenposition zum wachstums- und exportorientierten Landwirtschaftsmodell ein und fordern daher eine Agrarpolitik, die auf Ernährungssouveränität, den Menschenrechten und dem Schutz und dem gerechten Zugang zu natürlichen Ressourcen aufbaut.
TrägerInnen: ÖBV-Via Campesina Austria, IG-Milch, FIAN Österreich, Südwind, Attac, Welthaus Diözese Graz-Seckau, GLOBAL 2000, Greenpeace, Grüne Bauern und Bäuerinnen.
Webseite: wirhabenessattaustria.wordpress.com
Allianz Wege aus der Krise (beendet)
Die Zivilgesellschaftliche Allianz "Wege aus der Krise" entwickelte seit 2010 das "Zivilgesellschaftliche Zukunftsbudget". Darin wurden alternative Wege aus der Krise für die österreichische Budgetpolitik vorgestellt, die solidarisch, ökologisch nachhaltig und demokratisch sind. Die Allianz beendet ihre Arbeit im April 2022.
Die Allianz bestand aus: Attac Österreich, Die Armutskonferenz, GLOBAL 2000, GPA-djp, Greenpeace, Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung Österreich, ÖH - Österreichische HochschülerInnenschaft Bundesvertretung, PRO-GE, die Produktionsgewerkschaft, SOS Mitmensch, VIDA, die Lebensgewerkschaft, younion_de Daseinsgewerkschaft.
Eine Bilanz der Allianz findet ihr hier.
Internationale Kooperationen
Attac International
Attac International ist keine formale Organisation, sondern ein Netzwerk. Attac International hat einige internationale Galionsfiguren wie Susan George, aber kein eigenes Büro. Wir kommunizieren über Mailinglisten, Telefon und halten zu den großen Treffen der sozialen Bewegungen Workshops und Besprechungen ab.
Das europäische Attac Netzwerk trifft sich zweimal jährlich. Ansprechpartner*innen für die internationale Attac-Arbeit sind die nationalen Attacs, in Österreich der Vorstand.
Internationale Seite: www.attac.org (derzeit im Relaunch)
Global Alliance for Tax Justice – Tax Justice Europe
Die Global Alliance for Tax Justice ist ein weltweites zivilgesellschaftliches Netzwerk hunderter Organisationen, das sich gegen Steuervermeidung und Steuerbetrug sowie für mehr Transparenz, demokratische Kontrolle und Umverteilung des Reichtums in nationalen und globalen Steuersystemen einsetzt. Die Global Alliance ist in fünf regionalen Netzwerken in Afrika, Lateinamerika, Asien-Australien, Nordamerika und Europa organisiert.
Webseite: www.globaltaxjustice.org
Attac Österreich ist Mitglied beim europäischen Netzwerk Tax Justice Europe, das von Eurodad koordiniert wird.
Tax the Superrich - For People and Planet
There can be no doubt that economic inequality has reached extreme and grotesque levels, as poverty and climate crises escalate. We live in a world where the top 1% own more wealth than 95% of humanity, and where the richest people are the biggest polluters. The existence of extreme wealth and a super rich elite is costing us all. It is corrupting politics, breaking down social cohesion, undermining democracy, and supercharging climate chaos and environmental destruction.
The time has come for all governments to make the world’s super rich pay their fair share in taxes. Taxing the world's super rich can reverse extreme inequality, and unlock the trillions of dollars needed to invest in a better future for people and planet.
Webseite: www.taxthesuperrich.world
European Trade Justice Coalition
Ein europäisches Netzwerk, das Anfang 2000 als "S2B, Seattle to Brussels-Netzwerk" gegründet wurde und die Kampagne gegen die Ausweitung der WTO Agenda in Europa koordiniert hat. Heute liegt der Fokus des Netzwerkes auf Kampagnen gegen die aktuelle europäischen Außenhandels- und Investitionspolitik sowie auf der Verbreitung und Kampagnisierung des von rund 50 Organisationen erarbeiteten Alternativen Handelsmandats.
Webseite: www.europeantradejustice.org
Our World is not For Sale
Ein globales Netzwerk von sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen, das aus dem Widerstand gegen die WTO-Ministerkonferenz in Seattle 1999 entstanden ist. Im Rahmen dieses Netzwerkes wurde die globale Kampagne gegen die Ausweitung von Freihandel koordiniert. Neben dem Fokus auf WTO, bilaterale und regionale Handeslabkommen und alternative Handelspolitik verfolgt das Netzwerk auch die G20-Politik.
Webseite: www.ourworldisnotforsale.org und http://notforsale.mayfirst.org/
Bilaterals.org
bilaterals.org wurde im September 2004 vom Asia-Pacific Research Network, GATT Watchdog, Global Justice Ecology Project, GRAIN, IBON Foundation und XminusY initiiert, mit dem Ziel Informationen und Analysen über bilaterale Freihandelsabkommen (FHAs) und Investitionsabkommen, die weltweit verhandelt und unterzeichnet werden, zu veröffentlichen und soziale Bewegungen zu unterstützen, die dagegen mobilisieren.
Webseite: www.bilaterals.org
Global Campaign to Dismantle Corporate Power and stop impunity
Die Global Campaign to Reclaim Peoples Sovereignty, Dismantle Corporate Power and Stop Straffreiheit (Global Campaign) ist ein Netzwerk von über 250 sozialen Bewegungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen (CSOs), Gewerkschaften und Gemeinschaften, die von den Aktivitäten transnationaler Unternehmen (TNCs) betroffen sind. Diese Gruppen wehren sich gegen Landnahme, Bergbau, ausbeuterische Löhne und Umweltzerstörung, die von den TNCs weltweit, insbesondere aber in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika verursacht werden. Die Globale Kampagne ist eine globale strukturelle Antwort der Menschen auf die unverantwortliche Macht der Unternehmen, die Erleichterung für Dialog, Strategie, Informations- und Erfahrungsaustausch, als Raum für die Sichtbarkeit von Widerstand und die Vertiefung der Solidarität und die Unterstützung von Kämpfen gegen TNCs bietet.
Webseite: www.stopcorporateimpunity.org
Sozialforenprozess
2001 wurde (u.a. auch von Attac Frankreich) der Sozialforenprozess ins Leben gerufen. Dieser Prozess war der Beginn eines neuen widerständigen Zyklus. Das erste Weltsozialforum wurde explizit als Gegengipfel zu jenem der globalen Wirtschaftselite in Davos konzipiert. Deshalb – und auch im Zusammenhang der weltweiten Proteste gegen die US-geführten Kriege – wurde die Sozialforenbewegung zu einer Art Katalysator für diese vielfältigen Initiativen. Der zentrale Slogan des Sozialforenprozesses ist, dass die Geschichte nicht zu Ende und eine andere Welt möglich ist. Aus dem Weltsozialforenprozess haben sich auch regionale Sozialforen entwickelt – so auch das Europäische Sozialforum. Attac Österreich hat sich von Beginn an in diesen Prozessen engagiert.
Weltsozialforen
Das globale Attac Netzwerk ist im Rat des Weltsozialforums vertreten. Das Weltsozialforum fand 2001 das erste Mal in Porto Alegre statt. Bis 2005 fand es jährlich statt (2002: Porto Alegre, 2003 Porto Alegre, 2004 Mumbai, 2005 Porto Alegre). Seit 2005 findet das Weltsozialforum meist alle zwei Jahre statt: 2007 in Nairobi, Kenia, 2009 in Belem, Brasil, 2011 in Dakar, Senegal, 2013 in Tunesien, 2015 in Tunesien, 2016 in Kanada, 2018 in Salvador Bahia, Brasilien.
Webseite: weltsozialforum.org
Europäisches Sozialforum
Das Europäische Sozialform (ESF) fand zum ersten Mal 2002 in Florenz statt. Attac war in dem ESF Prozess von Anfang an aktiv engagiert und hat bei allen Europäischen Foren teilgenommen – 2003 in Paris, 2004 in London, 2006 in Athen, 2008 in Malmö und 2010 in Istanbul. Im Herbst 2012 fand – 10 Jahre nach dem ersten ESF – ein Event aus diesem Anlass statt. 2013 fand in Athen der Altersummit statt. Im Herbst 2022, 20 Jahre nach dem ersten Mal, fand wieder ein ESF in Florenz statt.
Aus dem ESF sind sehr viele neue europaweite Netzwerke entstanden und bestehende gestärkt worden.
Climate Justice Now / Climate Justice Action (beendet)
Climate Justice Now! entstand im Dezember 2007 bei der UN-Klimakonferenz in Bali. Es war ein internationales Netzwerk von NGOs und sozialen Bewegungen, darunter unter anderem Friends of the Earth International, La Via Campesina, Focus on the Global South, Third World Network und Attac.
Web: www.climate-justice-now.org/
Climate Justice Action entstand im Vorfeld der COP15 in Kopenhagen 2009 aus der Mobilisierung der radikaleren Teile der Klimagerechtigkeitsbewegung. Es ging stärker um Aktionen und Mobilisierung außerhalb bzw. an der Grenze zu den offiziellen Verhandlungen.
Change Finance (beendet)
Change Finance war nach der Finanzkrise 2008 eine soziale Bewegung von Organisationen aus über 11 Ländern auf 5 Kontinenten, darunter Kampagnen-Organisationen, Denkfabriken, Umweltgruppen, Gewerkschaften, religiöse und Wohltätigkeits-Organisationen, die Millionen von Menschen auf der ganzen Welt vertreten. Das gemeinsame Ziel ist ein stabiles und demokratisch kontrolliertes Finanzsystem, das im Dienste der Menschen und der Umwelt steht.
Webseite: www.changefinance.org



