Zwischen Konzernmacht und politischer Entfremdung: Wege zu mehr Mitbestimmung und Gerechtigkeit
Demokratie steht unter Druck: Rechts-autoritäre Bewegungen gewinnen weltweit an Einfluss und versuchen, demokratische Institutionen zu untergraben. Verhetzung, Hassrede und gezielte Falschinformationen schüren Unsicherheit und zerstören Vertrauen. Gleichzeitig wächst die Macht von Konzernen und Superreichen, die durch wirtschaftlichen Einfluss politische Entscheidungen prägen. Viele Menschen fühlen sich daher politisch nicht mehr ausreichend vertreten – eine Entwicklung, die auch mit Blick auf die Landtagswahlen 2027 in Oberösterreich besondere Brisanz hat.
Die Veranstaltung beleuchtet beide Perspektiven und fragt: Wie können wir Demokratie nachhaltig stärken?
Günther Ogris (Bündnis 2025) zeigt auf, wer hinter rechts-autoritären Entwicklungen steht, welche Rolle Medien und Finanzierung spielen und welche Fakten – etwa zu Einwanderung und Kriminalität – in der öffentlichen Debatte oft verzerrt werden. Er gibt konkrete Impulse, wie man faktenbasiert und zugleich emotional wirksam auf rechtspopulistische Argumente reagieren kann – und warum es Grund zum Optimismus gibt.
Lena Gerds (Attac Österreich) richtet den Blick auf die wirtschaftliche Dimension von Demokratie. Sie macht deutlich, warum politische Teilhabe ohne soziale Sicherheit, faire Arbeitsbedingungen und wirtschaftliche Mitsprache unvollständig bleibt. Gerade auf Gemeindeebene zeigt sich, wie stark demokratische Gestaltung durch knappe Budgets eingeschränkt wird. Sie plädiert für stärkere regionale Wirtschaft, mehr Handlungsspielraum vor Ort und demokratische Kontrolle wirtschaftlicher Macht.
Gemeinsam diskutieren wir, wie Demokratie politisch und wirtschaftlich neu gestärkt werden kann – von der Gemeinde bis zur internationalen Ebene.
Veranstalter:innen Attac Unteres Mühlviertel und Gemeinde Gallneukirchen
Kooperationspartner:innen: …
Datum/Uhrzeit: Di., 20. Okt. 2026, 19.00 Uhr
Ort: Landesmusikschule Gallneukirchen