In einer Demokratie gilt idealerweise das Prinzip „Eine Person, eine Stimme“ (One person, one vote). Große Vermögenskonzentrationen verkehren diesen Grundsatz jedoch oft zu einem Prinzip von „Ein Euro, eine Stimme“, was die politische Gleichheit untergräbt.
Die Konzentration von Vermögen in den Händen weniger hat in den vergangenen Jahren weltweit ein historisches Ausmaß erreicht. Parallel dazu wächst die Sorge, dass wirtschaftliche Macht zunehmend in politische Einflussnahme übersetzt wird, sei es durch Lobbying, Parteispenden, Medienbesitz, Think-Tank-Finanzierung oder philanthropische Initiativen, die politische Agenden prägen.
Diese Entwicklungen werfen eine grundlegende Frage auf: Wie widerstandsfähig ist eine Demokratie gegenüber der Macht extrem großer Vermögen und wo entstehen Risiken für politische Gleichheit, Transparenz und gesellschaftlichen Zusammenhalt?
14.00 Ankommen
14.30 Begrüßung und Einführung
Moderation: Ulrike Ringot-Salzbacher, mehr demokratie!
14.45 Vorträge
- Stephan Pühringer, Johannes Kepler Universität
Warum wir uns Überreichtum nicht mehr leisten können - Miguel de la Riva, Universität Wien
Gut für die Demokratie, gut für die Wirtschaft: Rechtfertigungen von vermögensbezogenen Steuern
16.15 Pause
16.30 Parallele Workshops
- Marie Scholze, Attac
Erben ist keine Leistung – warum wir Erbschaftssteuern brauchen - Friedrich Hinterberger, Club of Rome
Einkommen, Wohlstand und Demokratie sichern – was können WIR tun? - Stephan Pühringer, Johannes Kepler Universität
Verteilungsgerechtigkeits Spiel - Miguel de la Riva, Universität Wien
Die Zucman Tax
17.45 Pause
18.00 Abschlussdiskussion
18.30 Ausklang mit Buffet
Eintritt frei, Anmeldung erbeten