Programm

Si se puede – 7 Tage mit der PAH in Barcelona

(mit deutschen Untertiteln)

Wann: Mo 16.05.2018, Einlasse 18:30
Wo: WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien

Heuer jährt sich die Finanzkrise zum 10. Mal. Eine reale Auswirkung der Krise, in Ländern wie Spanien konnten viele Menschen die Kredite für ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen. Hunderttausende wurden in der Folge von Banken delogiert. Doch dagegen gibt es auch Widerstand.

Der Film „Si se puede – 7 Tage mit der PAH“ begleitet Menschen, die sich in der "Plattform der von Hypotheken Betroffenen" (PAH) zusamengeschlossen haben. Deren Widerstand hat sich zwischenzeitlich zur populären Massenorganisation entwickelt. So stellen Aktivist_innen der PAH mittlerweile die Stadtregierung der Millionenstadt Barcelona.

Film und Diskussion mit Aktivist_innen. Was können wir von der PAH für Wien lernen? Wie kann es gelingen, ganz normale Menschen im Alltag zu solidarisieren und zu ermächtigen? Wie schaut ein "Wien für alle" aus?

Eintritt frei
Spenden erbeten

23.April 2018: Lesung aus dem Buch von Emmanuel MBOLELA: Mein Weg vom Kongo nach Europa.

Zwischen Widerstand, Flucht und Exil.

Wann: Mo 23.4.2018, Einlasse 18:30
Wo: WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien

Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussion mit dem Autor Emmanuel Mbolela und dem Übersetzer Dieter Alexander Behr statt.
Beide arbeiten gemeinsam im Netzwerk Afrique Europe Interact.

Jean Ziegler über das Buch:
»Emmanuel Mbolelas Buch ist deshalb so beeindruckend, weil es nicht nur ein Buch der mutigen, detailgenauen Brandmarkung ist, sondern auch ein Buch der unausrottbaren Hoffnung. Ein Buch des Widerstandes, des Aufstandes des Gewissens."

In seiner autobiographischen Erzählung schreibt Emmanuel Mbolela über seine politische Aktivität gegen das korrupte Kabila-Regime im Kongo, seine Inhaftierung und anschließende Flucht. Die brutale Repression staatlicher Sicherheitsorgane zwingt ihn zur Emigration – die Alternativen wären Folter, Kerker oder Tod gewesen. Er berichtet von Gewalt und Ausbeutung, Kälte und Hunger, Schlafmangel und Polizeiwillkür während seiner fünfjährigen Flucht. Quer durch die Sahara gelangt er bis nach Marokko, wo er eine Organisation kongolesischer Geflüchteter (ARCOM) mitbegründet. Nach vier Jahren kann er in die Niederlande ausreisen; als neue Erfahrung erweisen sich dort die extrem ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen vor allem migrantische Arbeitskräfte unterliegen.
 
Im Zentrum der Demokratischen Republik Kongo geboren, studierte Emmanuel MBOLELA in seiner Heimatstadt Ökonomie. Seit 2008 lebt er in den Niederlanden. Er ist Vortragender und antirassistischer Aktivist.


Eintritt frei
Spenden erbeten

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