Programm

12. Juni: MACHT ENERGIE



Wann: 12. Juni 2019, Einlass 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Wo: WUK Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Atomkatastrophen, Kriege um Öl und Gas, Klimawandel und ein stetig wachsender Energiebedarf: Wir sind an einem Scheidepunkt angelangt, "weiter wie bisher" ist keine Option. Doch wie können wir unseren Energiebedarf decken, ohne uns dabei selbst zu ruinieren? Gibt es sauberen Strom und effiziente Technik - und wenn ja, warum verwenden wir sie dann nicht? Und wie viel ist es uns wert? Strom aus erneuerbaren Energiequellen sei ohne Förderungen nicht konkurrenzfähig! Mit dieser und ähnlichen Aussagen werden wir tagtäglich konfrontiert, Studien überschlagen sich mit widersprüchlichen Berechnungen, je nachdem, wer die Studie in Auftrag gegeben hat. Hubert Canaval und Corinna Milborn haben sich auf die Suche begeben und im Schatten von Fukushima und Deepwater Horizon stille Katastrophen und laute Rebellen gefunden.

"Macht Energie" nimmt die Zuseher_innen auf eine Reise durch den Wahnsinn Energiewirtschaft mit. Ihre Nachhaltigkeit beweist sie nur bei der Bestätigung von Murphys Gesetz: "Whatever can go wrong, will go wrong". Aus dem Blickwinkel von Anrainer_innen, Pionier_innen und Kritiker_innen erzählt, zeigt der Film die verzweifelten Versuche, der Erde die letzten Öl-, Kohle- und Gasreserven zu entlocken und die Risiken der Atomenergie zu verschleiern. Er lenkt den Blick auf die Auswirkungen von gigantischen Wasser-, Wind- und Sonnenkraftwerksprojekten, die den Mythos der erneuerbaren Energien entzaubern - und zeigt Lösungen auf. Es geht augenscheinlich nicht darum, den Bedarf der Menschen an Energie zu decken, sondern darum, das Bedürfnis der Energiekonzerne nach Gewinn zu befriedigen. Und was das betrifft, scheinen viele der großen Konzerne keine Skrupel zu kennen.

Trotzdem, es herrscht nicht überall Trostlosigkeit. Immer mehr Menschen widersetzen sich den Konzerninteressen und nehmen die Energieerzeugung selbst in die Hand.

Im Anschluss an den Film kommt Regiesseur Hubert Canaval zum Filmgespräch.

94 Minuten | Österreich, 2014 | Regie: Hubert Canaval | Drehbuch: Corinna Milborn, Hubert Canaval

Eintritt frei - Spenden erbeten

Der Filmabend ist Teil der WUK%Attac Filmreihe "Welt(en) in Bewegung".




14.Mai: DIE MACHT DER KONZERNE: CETA, TTIP und CO



Wann: 14. Mai 2019, Einlass 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Wo: Projektraum (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Was passiert, wenn einem multinationalen Konzern ein Gesetz nicht passt, weil es seinen Profit schmälert? Er bringt den Staat unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor ein privates Gericht – ein internationales Schiedsgericht. Für den Steuerzahler stehen bei dem Machtkampf zwischen Staaten und multinationalen Konzernen Milliarden auf dem Spiel, wie die Reportage zeigt.

Die Dokumentation macht anhand von drei Fallbeispielen deutlich, wie groß die Macht der internationalen Schiedsgerichte ist: Der kolumbianische Staat wurde von der kanadischen Firma Cosigo vor einem privaten Schiedsgericht auf 16 Milliarden Euro Schadenersatz verklagt. In Deutschland fordert der schwedische Energieversorger Vattenfall 4,7 Milliarden Euro Entschädigung für den Atomausstieg, und in Peru verlangt der US-amerikanische Konzern Renco, dessen Bleihütte die Luft in der Umgebung vergiftet, 800 Millionen Euro Schadenersatz vom peruanischen Staat.
Inzwischen wachen viele Staaten und Bevölkerungen auf, deren Souveränität bedroht ist. Aber ist es vielleicht schon zu spät, um etwas gegen die scheinbar übermächtigen Konzerne zu unternehmen?

Im Anschluss an den Film zu diesem Kernthema von Attac :
Diskussion mit  Film Alexandra Strickner (Mitbegründerin von Attac) und Iris Frey (Campainerin von Attac)

Eintritt frei - Spenden erbeten

Der Filmabend ist Teil der WUK%Attac Filmreihe "Welt(en) in Bewegung".

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