2024

2024

4.12.: Und morgen die ganze Welt

Spielfilm | Regie: Julia von Heinz | Deutschland/Frankreich 2020 | 112 Min.

Luisa (MALA EMDE) ist 20 Jahre alt, stammt aus gutem Haus, studiert Jura im ersten Semester. Und sie will, dass sich etwas verändert in Deutschland. Alarmiert vom Rechtsruck im Land und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, tut sie sich mit ihren Freund*innen zusammen, um sich klar gegen die neue Rechte zu positionieren. Schnell findet sie Anschluss bei dem charismatischen Alfa (NOAH SAAVEDRA) und dessen besten Freund Lenor (TONIO SCHNEIDER): Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein legitimes Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald schon überstürzen sich die Ereignisse. Und Luisa muss entscheiden, wie weit zu gehen sie bereit ist – auch wenn das fatale Konsequenzen für sie und ihre Freunde haben könnte.

Inspiriert von eigenen Erlebnissen, hat Julia von Heinz zusammen mit John Quester das Drehbuch geschrieben. In der Hauptrolle fasziniert Mala Emde („303“) als kämpferische junge Frau, die im Sturm und Drang der Gefühle vor radikalen Entscheidungen steht. An ihrer Seite erweisen sich Noah Saavedra („Freud“), Tonio Schneider und Luisa-Céline Gaffron („Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“) als nicht minder aufregende Entdeckungen.

"Ein mutiger Film mit einer packenden Story." (ARD Tagesthemen)
"Revolutionäres Kino." (Tagesspiegel)
"Eine Antifa-Milieustudie voller Dringlichkeit." (Süddeutsche Zeitung)

Im Anschluss Filmgespräch mit Hanna Braun und Anna Lena Buchleitner (Attac Österreich).

Zeit: Mittwoch, 4.12.2024 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)
Eintritt: freie Spende

Im Rahmen der WUK%Attac Kooperation "Welt(en) in Bewegung"

29.10.: Mâine Mă Duc - Tomorrow I Leave

Dokumentarfilm | Regie: Maria Lisa Pichler und Lukas Schöffel | Österreich, Rumänien 2024 | 75 min.

"Mâine Mă Duc - Tomorrow I Leave" ist das einfühlsame Porträt einer Frau, die ständig jemanden zurücklassen muss. Denn Maria ist 24-Stunden-Betreuerin. Alle vier Wochen verlässt Maria ihr Dorf in Rumänien und fährt über tausend Kilometer, um in Österreich fremde Menschen zu pflegen.

Doch ihre eigenen alten Eltern müssen unterdessen alleine zurecht kommen. Ihrem Mann Daniel sitzen die eigenen Erinnerungen ans jahrelange Schuften im Ausland noch in den Knochen. Er hat jetzt den Haushalt übernommen. Ihre Söhne träumen unterdessen von einer ganz anderen Zukunft. Nach vier Wochen in Österreich kehrt Maria wieder zurück – bleiben kann sie nicht. Eines Tages möchte sie mit dem im Ausland verdienten Geld eine kleine Frühstückspension eröffnen, um nicht mehr fahren zu müssen.

"Mâine Mă Duc - Tomorrow I Leave" ist ein Film über die Wünsche und Träume von denen, die gehen und denjenigen, die zurückbleiben. Es ist ein Dilemma zwischen sozialem Aufstieg und familiärem Zusammenhalt in einem zerrissenen Europa. Was nimmt man in Kauf für ein gutes Leben? "Mâine Mă Duc - Tomorrow I Leave" ist ein Film über eine rumänische Familie, in der immer jemand fehlt.

Im Anschluss Filmgespräch: Die Filmemacher*innen Maria Lisa Pichler und Lukas Schöffel sowie Flavia Matei (IG24) und die Protagonistin des Films, Maria Gliga, im Gespräch mit Hanna Braun und Michael Ladurner (Attac Österreich).

Zeit: Dienstag, 29.10.2024 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)
Eintritt: freie Spende

Im Rahmen der WUK%Attac Kooperation "Welt(en) in Bewegung"

30.9.: Sparschwein

Mockumentarfilm | Buch & Regie: Christoph Schwarz | Österreich 2024 | 97 min.

Filmemacher Christoph Schwarz ist pleite. Da kommt das Angebot eines Fernsehsenders gerade recht, ein Jahr lang einen „Klimastreik“ im Selbstversuch zu verfilmen. Schwarz setzt eine Verschärfung des Experiments durch: ein „Geldstreik“ als kapitalismuskritischer Einstieg in den Klimaaktivismus und als einmalige Gelegenheit, sich um das Filmbudget heimlich das langersehnte Wochenendhaus im Waldviertel zu kaufen.

Schwarz erprobt suffiziente Lebensstile, rettet Lebensmittel aus der Tonne, baut am Kreisverkehr Erdäpfel und in einem Cabrio Kräuter an, veranstaltet Fahrraddemos und blockiert Autobahnbaustellen. Das Problem, mit einem Film über einen Geldstreik selbst Geld verdient zu haben, wird Schwarz allerdings nicht so leicht los.

Ein selbstironischer Meta-Dokumentarfilm über Doppelmoral in Zeiten der Klimakrise, über die Privilegien des Autoverkehrs in der Stadt und die Möglichkeiten, dagegen anzukämpfen – humorvoll erzählt mit dem für Christoph Schwarz typischen, spielerischen Umgang mit Wahrheit und Lüge. Die Grenze zwischen Fakt und Fiktion in SPARSCHWEIN ist unklar. Die katastrophalen Folgen der menschengemachten Erderhitzung sind hingegen abzusehen.

Im Anschluss Filmgespräch:
Filmemacher Christoph Schwarz im Gespräch mit Hanna Braun und Michael Ladurner (Attac Österreich).

Zeit: Montag, 30.09.2024 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)
Eintritt: freie Spende

Im Rahmen der WUK%Attac Kooperation "Welt(en) in Bewegung"

24. April 2024: Food Coop

Ein Film von Tom Boothe | 97 min, 2016 | engl. mit dt. UT

Mitten in der Wirtschaftskrise, im Schatten der Wall Street, floriert eine Institution, die für eine weniger bekannte amerikanische Tradition steht: Die 1973 gegründete Genossenschaft "Park Slope Food Coop" in New York, ein von Mitgliedern geführter Lebensmittelladen und eine Alternative zu kommerziellen, gewinnorientierten Unternehmen. Die rund 17.000 Mitglieder bringen ihre Arbeitskraft ein - die gemeinsame Arbeit schafft Vertrauen durch Kooperation und Teamwork und ermöglicht es, die Preise so niedrig wie möglich zu halten. Nur Mitglieder können einkaufen und teilen sich somit Verantwortung und Vorteile gleichermaßen.

Der Dokumentarfilm "Food Coop" gibt einen authentischen Einblick in die fest verwurzelte Institution im Herzen von Brooklyn: die Art und Weise, wie sie funktioniert, ihre Regeln, die Vielfalt und Exzentrik ihrer Mitglieder. Wir werden sehen, dass das einzigartige Modell und der Erfolg der Park Slope Food Coop eine schlechte Nachricht für den Kapitalismus ist und eine Chance, die Lebensmittelproduktion und -verteilung zu verändern.

Im Anschluss Filmgespräch miteiner/m Vertreter*in von Mila Mitmach-Supermarkt, Hanna Braun und Michael Ladurner (Vorstandsmitglieder Attac Österreich).

Zeit: Mittwoch, 24.04.2024 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Eintritt: freie Spende

Im Rahmen der WUK%Attac Kooperation "Welt(en) in Bewegung"

20. März 2024: Rise Up

Ein Film von Marco Heinig, Steffen Maurer, Luise Burchard und Luca Vogel | 89 Min. | DE/OmU, 2022

„Rise Up“ sucht gemeinsam mit fünf außergewöhnlichen politischen Aktivist:innen Antworten auf die verheerenden ökologischen, wirtschaftlichen und autoritären Entwicklungen unserer Zeit.

Es heißt, dass jeder gesellschaftliche Fortschritt von mutigen Menschen erkämpft werden musste – doch wie ist ihnen das gelungen? Können die gewaltigen globalen Krisen der Gegenwart überhaupt noch bewältigt werden? Getrieben von Fragen, Zweifeln und Visionen, streift der Film durch wilde Bilderwelten, durch die Glücksversprechen der Moderne, erstarrt im Angesicht übermächtiger Feinde, durchlebt Widerstand, Scheitern und Neuanfang. Und wir beginnen zu verstehen – dank der inspirierenden Geschichten von fünf Menschen, die an überwältigenden gesellschaftlichen Umbrüchen beteiligt waren. Gemeinsam ringen sie mit den Autor:innen des Films und dem Publikum um Antworten. Spüren diesem Punkt nach, an dem Menschen beginnen zu kämpfen. Der Punkt, an dem die Entscheidung fällt, Normalität und Sicherheit hinter sich zu lassen, um etwas ganz Neues zu wagen.

Protagonist:innen, Filmschaffende und Publikum ergründen in diesem Film die Verwandlung von normalen Menschen zu großen Held:innen, vom einzelnen Aufbegehren zur großen Revolte, von einer bloßen Idee zum historischen Fortschritt. Getrieben von Fragen, Zweifeln und Visionen, streift ein essayistisches Voiceover durch wilde Bilderwelten, durch die Glücksversprechen der Moderne und den Untergang großer sozialer Bewegungen … erstarrt im Angesicht übermächtiger Feinde, durchlebt Widerstand, Scheitern und Neuanfang. Doch wir werden auch aufgefangen von den inspirierenden Geschichten unserer fünf Protagonist:innen.

"Gegen den Pessimismus. Für mehr Mut. Ein Aufruf zum Handeln - kämpferisch, feministisch, hoffnungsvoll." (3sat Kulturzeit)

"Man spürt, dass die Filmemacher*innen wissen, worüber sie sprechen: Der Film entstand aus dem Kollektiv Leftvision, das seit vielen Jahren linke Bewegungen in Deutschland begleitet. Verstanden werden kann das Ergebnis als ein Versuch, gegen gefühlte Ohnmachten anzufilmen – und bei aller Inspiration auch Zwischentöne sichtbar zu machen und Zweifel zuzulassen." (Missy Magazine)

Im Anschluss Filmgespräch mit Jutta Matysek (Obfrau und Aktivistin von „Rettet die Lobau – Natur statt Beton“ und Mitglied von „VIRUS - Verein Projektwerstatt für Umwelt und Soziales“, einer Umweltorganisation im WUK, Teil der Selbstverwaltung, Bereich Gesellschaftspolitische Initiativen), Hanna Braun und Michael Ladurner (Vorstandsmitglieder Attac Österreich).

Danach feiern wir 10 Jahre Kooperation von Attac mit dem Wuk in Form der Filmabende "Welten in Bewegung". Menschen von Attac und vom WUK werden darüber erzählen, wie diese Zusammenarbeit entstanden ist und warum die Filmreihe wichtig und auch sehr erfolgreich war und viele Menschen angesprochen hat. Wir werfen einen Blick zurück auf die große Vielfalt der gezeigten Filme und natürlich auch auf die Filmgespräche mit Expert*innen, die unser Wissen erweitert und unser Engagement bestärkt haben.
Wir freuen uns übers Mitfeiern!

Zeit: Mittwoch, 20.03.2024 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Eintritt: freie Spende
begrenzte Platzzahl, first come, first served

Im Rahmen der WUK%Attac Kooperation "Welt(en) in Bewegung"

15. Februar 2024: Shifting Power

Dokumentation von Alessandra Squarzon/Don't Gas Africa | 37 Min., 2023 | Originalfassung Englisch

Es ist eine bedauerliche Tatsache: Regierungen und Staatsoberhäupter räumen finanziellen Interessen oft Vorrang vor der Stabilität und dem Wohlergehen des Klimas und der Menschen in Afrika ein. Die Bedrohung durch fossile Brennstoffe ist unbestreitbar, doch die Regierungen treffen ihre Entscheidungen weiterhin auf der Grundlage politischer Agenden und wirtschaftlicher Vorteile. Dieser Ansatz ist überholt und lässt ökologische und gesellschaftliche Belange in den Hintergrund treten.

Durch eine filmische Reise bietet "Shifting Power" einen intimen Einblick in das Leben afrikanischer Gemeinschaften, deren Existenz und Zukunft durch den Gasboom verändert wird. Der Dokumentarfilm positioniert sich nicht als bloßer Beobachter, sondern als eine Erzählung, die aus dem Gefüge der betroffenen Communities gewoben ist und eine humanisierende Perspektive auf die sozioökonomischen und ökologischen Umwälzungen bietet, denen sie ausgesetzt sind. Es gibt Hoffnung - Hoffnung auf die Stärke der Gemeinschaften, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen!

"Don't Gas Africa" ist ein zivilgesellschaftliches afrikanisches Bündnis, das gegen die Förderung und Abhängigkeit von Erdgas in Afrika kämpft. Einige Aktivist*innen von Don't Gas Africa planen Ende März zur Gaskonferenz nach Wien zu kommen. Für das Filmscreening im WUK werden die Aktivist*innen eine Videobotschaft senden.

Im Anschluss Filmgespräch mit Max Hollweg, Campaigner und Organisator des People's Summit (Gegengipfel zur European Gas Conference), Hanna Braun und Michael Ladurner (Vorstandsmitglieder Attac Österreich).

Zeit: Donnerstag, 15.02.2024 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Museum (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Eintritt: freie Spende

Im Rahmen der WUK%Attac Kooperation "Welt(en) in Bewegung"

30. Jänner 2024: Breaking Social. Können wir uns die Reichen leisten?

Ein Dokumentarfilm von Fredrik Gertten | Schweden 2023 | 93 Min., OmdU

Wer viel und hart arbeitet wird reich belohnt. Dieser Mythos hält sich immer noch. Doch die Realität sieht anders aus. Überall auf der Welt werden Menschen und Ressourcen ausgebeutet. Und das nicht von Einzelpersonen. Immer wieder lässt sich beobachten, dass es ganze Systeme sind, die Machtstrukturen aufrechterhalten um sich selbst zu bereichern. Vom korrupten Regime in Malta, über Ausbeutung von Lehrer:innen in den USA, zu Übergriffen an Frauen* in Chile. Die Welt leistet sich die Reichen auf Kosten der Ärmsten und auf Kosten des Planeten. Doch wie können wir als Kollektiv zusammenkommen und unsere Stimmen hörbar machen?

"BREAKING SOCIAL" blickt auf die Wendepunkte, die Menschen dazu bringen aktiv zu werden und sich zu organisieren und erforscht die Möglichkeiten zur Überwindung von Ungerechtigkeit und Korruption.

„Ein engagierter Film, der in krisenmüden Zeiten Mut und Wut macht." (Tagesspiegel)

„Ein Film der offensiv die Superreichen attackiert.“ „Ein Film mit der klaren Botschaft: Veränderung ist möglich, wenn wir kooperieren und solidarisch sind.“ (ttt - titel thesen temperamente)

Im Anschluss Filmgespräch
Hanna Braun und Michael Ladurner (Attac) sprechen  mit Dr.in Cristina Alarcon Lopez (Bildungsforscherin an der Universität Wien), über die im Film vorkommende, besondere Situation in Chile.

 

Zeit: Dienstag, 30.01.2024 | 19.00 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr
Wo: WUK, Foyer (Währinger Straße 59, 1090 Wien)

Eintritt: freie Spende

Barrierefrei für Rollstuhlfahrer_innen.