Was bisher geschah

14. Mai 2015: Wir gründen eine Bank. Vortrag und Diskussion mit Andreas Grein. 100 Besucher im Pfarrsaal

Am 11. Oktober 2014 gab es mehrere Aktionen: Ein Schriftzug am Hilfberg, am Vormittag ein Infotisch am Marktplatz, und am Abend ein Vortrag von Josef Reiter „TTIP-Stoppen“…

20. bis 26. Juni 2014 Infostand beim „Festival des politischen Liedes“ am Attersee.

Podiumsdiskussion vom 26.3.2013: Wirtschaft ohne Wachstum
Vortrag von apl. Prof. Dr. Niko Paech

  • Was wären die Merkmale einer Ökonomie jenseits permanenten Wachstums?
  • Welcher Wandel, welche Institutionen, welche Konsumgüter gingen damit einher?
  • Welche Wege führen in eine Wirtschaftsordnung, die auch ohne permanentes Wachstum für soziale Stabilität sorgen könnte?


Paech bezeichnet als Postwachstumsökonomie ein Wirtschaftssystem, das zur Versorgung des menschlichen Bedarfs nicht auf Wirtschaftswachstum angewiesen ist, sondern sich durch Wachstumsrücknahme auszeichnet. Er grenzt sich dadurch bewusst von Begriffen der Nachhaltigkeitsdebatte wie „grünem“ oder „nachhaltigem“ Wachstum ab, bezeichnet die Existenz von grünem Wachstum gar als "Ding der Unmöglichkeit". Es existierten keine per se nachhaltigen Produkte und Technologien, betont er, sondern nur nachhaltige Lebensstile.

24./25.11.2012: AktivistInnenversammlung Attac Österreich am Höribachhof - von der Regionalgruppe MondSeeLand organisiert

Zwei mal im Jahr findet eine AktivistInnenversammlung von Attac Österreich statt.
Im Herbst waren wir im Höribachhof zu Gast.

Steueroase Österreich?

Bei einer Podiumsdiskussion am vergangenen Freitag, 23.11. im Kulturgut Höribach herrschte Einigkeit nur darin, dass niemand gerne Steuern zahlt. Ob zu viel oder zu wenig  und ob Österreich eine Steueroase ist, darin schieden sich aber schon die Geister.  Fachleute aus dem Bank- und Steuerberatungswesen,  vom Verein ATTAC und ein Professor für Steuerrecht dirkutierten unter der Leitung von Ö1-Moderator Johannes Kaup.

„Wir ÖsterreicherInnen sind bei Geld Geheimniskrämer“, sagt Steuerberaterin  Regina Kammerstetter im vollbesetzten Saal , weshalb das Bankgeheimnis in Österreich auch so beliebt sei. Nur wenigen wäre es recht, wenn - so wie in Schweden  - die Steuererklärungen aller BürgerInnen im Internet veröffentlicht  würden und so mein Nachbar mein Einkommen erfahren könnte. Die Abschaffung des Bankgeheimnisses nach dem Willen von Gruppen wie ATTAC würde aber nicht einen gläsernen Bürger in alle Richtungen bringen. Es geht lediglich um Transparenz  gegenüber Steuerbehörden damit Vermögen gleich besteuert werden kann  wie Arbeit.  Die Kombination aus Bankgeheimnis und einer sehr niedrigen Zinsbesteuerung  –  wie in Österreich der Fall - schafft eine optimale, gleichzeitig aber auch fatale Situation: Optimal für jene, die Schwarzgeld machen, weil man es vor dem Fiskus verstecken kann, fatal für ehrliche Unternehmer und Unselbständige weil sie die Steuern, die ein Staat nun einmal braucht, alleine erwirtschaften müssen.

Fatal ist die österreichische Gesetzeslage aber auch für die EU. Ausländer, die ihr Geld an ihrem  heimischen Finanzamt vorbeischwindeln wollen, bringen es nach Österreich. Das ist zwar gut für Österreich aber unfair den Nachbarn gegenüber. Es gäbe zwar ein System in der EU, wo den jeweiligen Heimatländern zu melden ist, wenn ein Ausländer ein Konto eröffnet, aber wer macht nicht mit? Österreich und Luxemburg! „Das hat Folgen“ meint ein Diskutant, weil die EU mit noch extremeren Steueroasen, wie der Schweiz oder Liechtenstein, schlecht verhandeln kann, wenn es in seinen eigenen Reihen die Hausübungen noch nicht gemacht hat.

Was herauskommt, wenn Staaten auf eigene Faust mit der Schweiz verhandeln, sieht man am besten am Beispiel Österreich : Ein Abkommen, das  Kriminellen bestätigt, dass es die rechte Enscheidung war sein Geld in die Schweiz zu verschieben, denn mit einer Einmalzahlung kann man die Anonymität wahren und das Geld auf diese Weise legalisieren. Universitätsprofessor Urtz: „Je höher die kriminelle Energie des Steuerflüchtlings, desto höher der Steuervorteil durch das Abkommen“, weshalb er das Abkommen auch für „ganz klar verfassungswidrig“ hält.

Die Staaten treiben untereinander ein absurdes Spiel.  Sie versuchen Geld der jeweils anderen Staaten durch Steuererleichterungen und Bankenanonymität ins eigene Land zu locken.  Die reichen Einzelpersonen und Konzerne freut das und nutzen es weidlich aus, so dass am Ende allen Staatshaushalten dieser Welt hochgerechtnet zweihundertfünfzig Milliarden Dollar pro Jahr entgehen.  Wie ernst die Sache ist, wird klar, wenn man sich vor Augen hält, wofür das Geld nützlich wäre: Die UNO bräuchte, rechtet Gerhard Zahler-Treiber von ATTAC vor,  nur einen Bruchteil davon um den Hunger in der Welt zu beseitigen und mit dem Rest könnte man gemütlich die Banken retten. Weil das Steuergeld aber fehlt ist für die Darbenden einfach nichts da und die Banken, die man im Gegensatz zu hungernden Menschen nicht sterben lassen kann,  müssen von den gewöhnlichen SteuerzahlerInnen gerettet werden. Sie können nicht flüchten weil sie an ihren Arbeitsplatz gebunden sind und weil es bloß ein Bank- aber kein Lohngeheimnis gibt, wird jedes Jahr der Verdienst automatisch dem Finanzamt gemeldet und versteuert.

Manche Staaten betreiben das Buhlen um das Geld der Nachbarn ärger, manche weniger. Österreich liegt auf Platz siebzehn in der Reihung der schlimmsten Steueroasen laut einer Vergleichsstudie von Transparency International, einer Organisation, die weltweit Korruption untersucht. „Ob es vielleicht auf Österreich abfärbt, dass ein vergleichbares Abkommen mit der Schweiz kürzlich im deutschen Bundestag durchgefallen ist, weil es zu ungerecht ist“,  fragt am Ende noch hoffnungsfroh eine Frau aus dem Publikum.  „Eher nicht, wenn wir auf die Politiker warten“, ist die Auskunft der Fachleute, aber, so der Zusatz, letztlich ist das Volk der Souverän, es kommt also darauf an, dass die Bürger den Politikern mitteilen womit sie unzufrieden sind.

November 2011: G20 in Nizza23.11.2012: Podiumsdiskussion "Steueroase Österreich?"

 06.10.2012: österreichweiter Aktionstag - Wir sind dabei!

Es reicht für alle! Den Kuchen neu verteilenIn Wien, Niederösterreich, Steiermark, Oberösterreich, Salzburg und Tirol haben verschiedene Initiativen im Rahmen des Aktionstages Veranstaltungen und Kundgebungen abgehalten, auf denen sich Interessierte mit den vielfältigen AkteurInnen der Allianz "Wege aus der Krise" und darüber hinaus zu solidarischen Krisenlösungsstrategien und deren Durchsetzung austauschen und vernetzen konnten!

22.05.2012: "Ein gutes Leben für alle" - Vortrag zum Bedingungsloses Grundeinkommen

ATTAC
Ein  Tausender  für  Alle

Mondsee.  Wäre es denkbar jeder ÖsterreicherIn tausend Euro Grundeinkommen aus dem Staatssäckel zu geben und zwar von der Wiege bis zur Bahre? Dies ist möglich, meinen die Vertreter der Idee „Bedingungsloses Grundeinkommen“. Zwei Fachleute haben am 11. Mai in der Schloss-Galerie auf Einladung von ATTAC-Mondseeland dazu referiert.

Nicht schlecht staunten die gut sechzig Besucher des Vortrags von Ulrike und Klaus Sambor wie wenig nötig wäre, um jedem Österreicher eine finanzielle Grundsicherung zu geben. Der Löwenanteil kommt in diesem Modell aus einer gewaltigen Vereinfachung unseres Sozialsystems. Was noch fehlt zur Finanzierung bekommt man spielend über eine Vermögenssteuer herein. Der EU-Durchschnitt von vier Prozent genügt, und es würde den Reichen nicht einmal wehtun. Ihre Vermögen steigen ohnehin jährlich um rund zehn Prozent.

In der anschließenden Diskussion ging es ans Eingemachte: Wer geht überhaupt noch arbeiten? Besonders die unbeliebten, dreckigen Jobs?  Würde das Mehr an Geld in den Händen der Menschen nicht die Inflation in die Höhe treiben? „Fragen, die auftauchen, wo immer man das Thema hochbringt“, meint das Referenten-Ehepaar gelassen. Ausreichende Untersuchungen liegen vor. Die meisten Menschen würden weiter arbeiten wie bisher. Sie wollen etwas Sinnvolles tun, nicht nur ihre Grundbedürfnisse befriedigen. Unattraktive Jobs würden besser bezahlt, die Arbeitsbedingungen insgesamt verbessert.

Skeptisch wie die Menschen sind, vermuten die meisten, dass fast alle anderen Mitbürger sich in die Hängematte legen würden und man selbst als einer der wenigen Fleißigen übrig bleibt – jedoch stimmt das nicht, wie das jetzt schon weit verbreitete Ehrenamt beweist.  Die Österreicher und Österreicherinnen sind ein fleißiges Völkchen, die auch arbeiten, wenn sie all monatlich einen Tausender bekommen. Sozialbetrug gab es schon immer.  Das macht das Kraut ohnehin nicht fett! Jedem Euro Sozialhilfe, den sich jemand erschwindelt, stehen mehrere hundert Euro gegenüber, die ein Wohlhabender an hinterzogener Steuer dem Staat vorenthält. Wer sind da die Schmarotzer? Nicht eher jene, die fragen: „Was war da mei Leistung?“, und dann ihr Geld in die Schweiz tragen?
    
Die Leute vom Grundeinkommen sind international gut organisiert. Im September gibt es den öffentlichen Startschuss für eine BürgerInneninitiative um die Idee europaweit zu verwirklichen. Wer jetzt schon mehr wissen will schlägt nach auf www.pro-grundeinkommen.at 

Reiche demonstrieren für ihre Privillegien

Geschmacklos. Eine Gruppe offensichtlich sehr wohlhabender Mitbürger  war sich nicht zu gut um den Faschingsumzug in Mondsee  zu verwenden um für ihre angeblichen Rechte  zu demonstrieren. Sie mischten sich mit ihren Transparenten in die Menge um  ihren Unmut kund zu tun.

Wer hätte das gedacht, es ist erst Tage her, dass die Regierung  ein Sparpaket geschnürt hat und sich nicht gescheut hat, der breiten Masse der Österreicher etwas abzuverlangen. „Ausgewogen“ wird dies dann genannt.

 Es waren auch eine Vermögenssteuer im Gespräch und die Erbschaftssteuer, die dann doch nicht gekommen sind. Mit diesen Steuern wären speziell die Wohlhabenden zur Kasse gebeten worden, doch sie sind noch einmal glimpflich davon gekommen.  Nun hat die Diskussion um diese Steuern wohl einige Vertreter des Geldadels wach gerüttelt und sie auf die Straße getrieben. „Schluss mit Reichenhetze!“ war da zu lesen, und ein Aufruf an die Finanzministerin, sie möge ihnen beistehen. Für sie war die Diskussion um das Sparpaket wohl eine einzige große Neiddebatte, denn der Vorstellung etwas von ihrem Vermögen abgeben zu müssen , begegnen sie mit dem Sager „Euer Neid kotzt uns an.“  Neben Fekters Konterfei trugen sie auch noch jenes von Karl Heinz Grasser mit. Offensichtlich ist er ein Vorbild für sie, denn man soll ihn endlich in Ruhe lassen.

Man möchte meinen, die Reichen sind nicht solidarisch – sie sind es sehr wohl, halt wohl nur mit ihresgleichen

November 2011: G20 in Nizza

15.10.2011: „Demokratie jetzt“ - weltweiter Aktionstag auch in Mondsee

Die Wirtschaft läuft, aber in die falsche Richtung. Das empfinden die AktivistInnen von ATTAC-Mondseeland und die meisten, die sie ansprechen,  stimmen zu.  Bei einem Schriftenstand am betriebsamen Samstagmarkt informierten sich viele über das ungerechte Steuersystem.

Im Rahmen des internationalen Aktionstages  „Wege-aus-der-Krise“  strengten sich die wackeren AktivistInnen an Aufmerksamkeit zu erregen. „Wie tolerant wir gegen Ungerechtigkeit geworden sind, ist schon erschreckend“,  sagt eine Passantin.  Es kann doch nicht sein, dass die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung mehr als zwei Drittel allen Vermögens besitzen. „Ihr Anteil steigt sogar laufend weiter, sogar im Krisenjahr 2008 ist er gestiegen“, wirft ein nun doch etwas aufgebrachter Zuhörer ein.  Am Infostand gibt es griffige Vergleiche zu bestaunen,  etwa dass man mehr als doppelt so viele  Freiplätze in Kindergärten finanzieren könnte als es  Kinder  im Kindergartenalter gibt, wenn man die Vermögenssteuer bloß auf EU-Durchschnitt anheben würde.  Momentan macht  die Vermögenssteuer nur ein Viertel des EU-Niveaus  aus.  In diesem Sinne ist Österreich eine Steueroase.

 „Wir wollen die Wohlhabenden nicht prügeln“, versichern die Kritiker, „aber wer beitragen kann, muss beitragen. Von einem funktionierenden Staat, der Friede und soziale Sicherheit bietet, haben alle was, auch die Reichen.“   Die Leute von ATTAC seien Utopisten, kann man hören, doch sie haben Erfolge zu verzeichnen, die sich sehen lasssen können. Wer hätte gedacht,  dass die Gründungsidee von ATTAC, nämlich die Einführung einer Finanztransaktionssteuer,  nun schon von der EU und vielen Staatsoberhäuptern  inklusive dem österreichischen übernommen worden ist?  Nicht lange und sie wird eingeführt werden.  „Für seine Ideen muss man sich auch mal die Beine in den Bauch stehen“, sagt eine der Zettelverteilerinnen  und beginnt nach getaner Arbeit den Stand aufzuräumen.

22.06.2011: "Geld frisst Welt“ – Vortrag und Diskussion für alle, die Geld verwenden, mit DI Tobias Plettenbacher

Die Vorstellung, dass Geld vom Segen zum Fluch wird, hat kürzlich sage und schreibe 120 BürgerInnen bewogen den Galerie-Saal im Schloss Mondsee zu füllen.

Dipl. Ing. Tobias Plettenbacher, Ökologe und Mathematiker aus Ried im Innkreis, hat den   ZuhörerInnen eindrücklich vor Augen geführt, dass unser Geldsystem auf dünnem Eis steht. Dies nicht weil gewisse Menschen korrupt oder zu gierig seien, sondern weil der Kapitalismus eine fatale Konstruktion ist. Über die Zinsen und Zinseszinsen verschiebt er Geld an jene, die ohnehin schon viel haben. Bei kleinen Vermögen geht das noch gut, aber nach sechzig Jahren Aufwärtsentwicklung ist in den Händen weniger sehr viel arbeitsloses Geldvermögen gelandet (zehn Prozent haben mehr als zwei Drittel). Die produzierende Wirtschaft, die dieses Vermögen mit Zinsen füttern muss, leidet darunter. Sie muss entsprechend wachsen. Der Zwang zum Wachstum – und damit auch zum Konsum -  ist dazu noch sehr unökologisch.

In den Diskussionen nach dem Vortrag wurde klar: Die Menschen haben Angst um ihr Geld und auch Angst um die Zukunft. Zu Recht, denn es wird immer wahrscheinlicher, dass es einen schmerzhaften Umbruch geben wird. Man kann sich allerdings Überlebensstrategien zurechtlegen. Plettenbacher rät: „Macht euch euer eigenes Geld!“ Das geht, es gibt dafür viele gute Beispiele. Das naheliegendste ist Vorarlberg, dort nimmt schon ein Drittel aller Gemeinden an einem Regionalgeldsystem teil. „Es funktioniert wunderbar!“, so Plettenbacher, und wird auch von der Vorarlberger Landesregierung unterstützt. Auch in der Geschichte gibt es Vorbilder. Etwa das Wörgler Experiment, das in der Wirtschaftskrise der Dreißigerjahre so erfolgreich war. Es gelang der Gemeinde durch die Einführung eines alternativen Geldsystems wirtschaftlich unglaublich schnell wieder auf die Beine zu kommen. Es wird jetzt als das „Wunder von Wörgl“ bezeichnet. Auf > www.timesozial.org findet sich einiges mehr zu solchen Alternativen.

Die OrganisatorInnen von ATTAC-Mondseeland sind hoch zufrieden.“Genau das wollen wir“, sagen sie, „dass Menschen sich Gedanken machen, in welchem System wir eigentlich leben.“ Wenn man Veränderungen kommen sieht, ist es gut. Wenn man sich gemeinsam darauf vorbereitet, noch besser. Unter > www.attac.at wartet ein Topf voll guter Ideen um nicht schwarz sehen zu müssen. „Wir laden alle ein ihn zu nutzen!“, so die Aktivistinnen.

März 2011: 1 Jahr attac MondseeLand: Regionalgruppe meets Vorstand zur Vernetzung

16./17.10.2010: AktivistInnenversammlung von attac Österreich in Mondsee
Schon bei den Vorbereitungen für die Aktivistinnenversammlung waren wir voll motiviert. Unsere Gäste am Höribachhof haben wir gerne und mit vollem Einsatz versorgt.

15.10.2010: „Finanzkrise in den Gemeindetöpfen“ – Film, Vortrag und Podiumsdiskussion

Ein schwieriges Thema haben wir uns da vorgenommen. In unserer Region sind die meisten Gemeinden "noch" keine Abgangsgemeinden. Trotzdem und dank intensiver Werbung unserer Regionalgruppe kamen rund 80 Personen am 15. Oktober 2010 in den Pfarrsaal Mondsee.

Mit dem attac-Kurzfilm „Kassenkampf – Steuergerechtigkeit statt leere Gemeindetöpfe“ und der von Claus Faber vorgestellten, topaktuellen Studie im Auftrag der AK Oberösterreich zu den Gemeindefinanzen, gab es ausreichend Stoff für die anschließende Diskussion.

Am Podium saßen Vertreter der Umlandgemeinden, der Sozialberatungsstelle und Alexandra Strickner. Das Fazit: Die BürgerInnen müssen sich wieder mehr einbringen und beteiligen. Auch um mitbestimmen zu können, wofür Geld in ihrer Gemeinde in die Hand genommen wird.

Das Medienecho hat uns selbst überrascht. Eine halbe Seite im Hauptteil der OÖ Nachrichten zeigt, dass wir wohl ein brandaktuelles Thema gewählt hatten. Ein guter Start für unsere junge Regionalgruppe!

August 2010: Die neue Regionalgruppe stellt sich am traditionellen Mondseer Seefest vor

Mit dem Kuchen, der für alle reicht, sind wir mit den Besuchern des Mondseer Seefestes ins Gespräch gekommen. Zahlreiche Begegnungen und interessante Diskussionen machten unsere erste Aktion in Mondsee zu einem schönen Erfolg.

18.06.2010: „Fair Gehen“ – Ein Marsch für Gerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt, Vöcklabruck

Das Armutsnetzwerk hat Organisationen und Vereine eingeladen, den Marsch für Gerechtigkeit und sozialen Zusammenhalt zu unterstützen. Dabei waren u.a. ATTAC, Caritas, Franziskanerinnen, pro mente oö, ÖGB, Sozialkreis der Kath. Pfarre VB, Sozialzentrum (Brücke, Impuls, Korb, Mosaik), Streetwork, Treffpunkt Mensch &, Arbeit, Volkshilfe.

 März 2010: Attac jetzt neu im MondSeeLand

Attac Regionalgruppe Mondseeland gegründet

Sie wollten nicht mehr länger zusehen, jetzt treffen sie sich regelmäßig. Eine Gruppe aufmerksamer Beobachter der Finanzkrise will im Geld- und Wirtschaftsbereich tun, was Greenpeace für die Natur tut: Beobachten, Informieren und Druck machen.

Dass etwas im Argen liegt, war den AktivistInnen schon länger  klar, und dass die Finanzkrise eine Chance wäre, Dinge wirklich zu verbessern ebenso. Doch so richtig Feuer fingen die beherzten BürgerInnen erst bei einem Vortrag von Christian Felber im Pfarrsaal in Mondsee. Der Autor mehrerer Bücher (z.B. Kooperation statt Konkurrenz-Zehn Schritte aus der Krise) versteht es, Dinge auf den Punkt zu bringen. Auch Sylvia Klimesch, die im Publikum saß, wollte es jetzt wissen und legte eine InteressentInnenliste auf. Im Nu hatten sich gut zehn Leute gefunden, die sich mit ihr gemeinsam dem Netzwerk ATTAC anschlossen.

„Wir müssen nicht alles neu erfinden“, lautet der einhellige Tenor aus der Gruppe. In Frankreich gegründet, vor zehn Jahren auch in Österreich aktiv und in zahlreichen weiteren Ländern der Welt vertreten, kritisierte ATTAC von Beginn an, was nun, angesichts der Finanzkrise, auch unseren Politikern dämmert: Dass es eine Finanztransaktionssteuer braucht. Wirtschaftskammerpräsident Leitl: „Wenn jemand eine Wurstsemmel kauft, muss er Steuer zahlen, wenn auf den Finanzmärkten Millionen Euro den Besitzer wechseln, gibt es keine Steuer“.

„Globalisierung braucht Gestaltung“, sind sich die neuen Freunde einig, „daher ist ATTAC als parteiunabhängige Organisation das richtige Netzwerk für unsere Interessen“. Wer neugierig ist, kann mitmachen. Ihr findet Anschluss unter www.attac.at, persönlicher geht es aber bei einer der nächsten Aktionen wie z.B. die Podiumsdiskussion zum Thema „Finanzkrise in den Gemeindetöpfen“ am Freitag, 15.10. im Pfarrsaal Mondsee

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