14.09.2018, Attac kapert Bank Austria-Eröffnung: Systemrelevante Banken zerteilen!


UniCredit Bank Austria: Ist systemrelevant noch nicht groß genug?

Anlässlich des zehnten Jahrestags der Pleite von Lehman Brothers am 15. September kritisiert Attac heute mit einer Aktion bei der Eröffnung des neuen Bank Austria-Headquaters das ungelöste Problem systemrelevanter Banken. Fotos: https://www.flickr.com/photos/attac-austria/albums/72157701004378864

UniCredit: Ist systemrelevant noch nicht groß genug?

Die Bank Austria ist Teil der UniCredit, einer von 30 global systemrelevanten Banken. Laut einer Einschätzung des Financial Stability Board der G20 gehört sie zu jenen Banken, die für die globale Finanzstabilität relevant sind. Zuletzt war die UniCredit immer wieder mit Fusionsspekulationen mit weiteren global systemrelevanten Banken (der französischen Société Générale, der zweitgrößten spanischen Bank BBVA oder der niederländischen ABN AMRO) in den Schlagzeilen. Dadurch würde ein Bankenkoloss entstehen, der jeden europäischen Rettungsschirm sprengen und die globalen Finanzmärkte und die Weltwirtschaft in eine erneute Krise stürzen würde.

„Die UniCredit Bank Austria steht stellvertretend für einen Finanzsektor, der zu groß und zu mächtig ist um fallengelassen und reguliert zu werden. Es darf nicht sein, dass Banken ganze Gesellschaften in den Abgrund stürzen können. Wir müssen die Banken verkleinern, entflechten und ihre Geschäftsmodelle regulieren“, erklärt Mario Taschwer von Attac Österreich. „Banken müssen auf ihre Grundfunktion - die Vergabe von Krediten und die sichere Verwaltung von Spareinlagen beschränkt werden.“

Weitere Informationen: Presseaussendung: 14.9:
10 Jahre nach Lehman: Die politische Macht des Finanzsektors ist ungebrochen
https://www.attac.at/news/detailansicht/datum/2018/09/14/10-jahre-nach-lehman-die-politische-macht-des-finanzsektors-ist-ungebrochen.html

Video-Reportage von derstandard.at