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Eurokrise: "Wer rettet wen?" Morgen europaweite Filmpremiere mit Attac-Beteiligung

Attac-Gruppen beteiligen sich mit Infos und Veranstaltungen in Kinos

Am morgigen Mittwoch feiert der Film "Wer rettet wen? Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit" Premiere in mehr als 150 europäischen Städten. Der Film zeigt, wer bei der angeblichen Rettung Griechenlands und anderer so genannter Krisenländer wirklich gerettet wird: die großen Banken, für die sich die angebliche Eurokrise als einträgliches Geschäftsmodell erweist. Das globalisierungskritische Netzwerk Attac unterstützt den Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz ("Water makes Money") gemeinsam mit anderen Organisationen. Attac-Gruppen beteiligen sich an Premieren-Aufführungen mit Diskussionsveranstaltungen und Informationsständen.

In Wien: Filmpremiere und Filmgespräch
11.2.2015 19:30 Uhr
Metro Kinokulturhaus, Johannesgasse 4, 1010 Wien
Nach dem Film: Diskussion und Filmgespräch mit Lisa Mittendrein (Attac) Kartenreservierung: office@aktionsradius.at
Weitere Orte und Termine:  www.attac.at/events/wer-rettet-wen/termine.html

„Das Ziel der politischen Eliten war nie die Rettung der Bevölkerungen, sondern des Finanzsektors“, erklärt Lisa Mittendrein von Attac Österreich. Attac-Recherchen belegen, dass in Griechenland mindestens 77 Prozent der „Rettungsgelder“ im Ausmaß von 216 Milliarden Euro direkt oder indirekt in den Finanzsektor flossen. In Irland stehen den 67,5 Milliarden Hilfskrediten der Troika im gleichen Zeitraum Zahlungen in der Höhe von 89,5 Milliarden aus dem irischen Budget für Banken und GläubigerInnen gegenüber. "Die sozialen Auswirkungen der vorgeblichen Rettungsmaßnahmen in Griechenland ebenso wie in Spanien oder Portugal sind katastrophal. Doch Menschen lassen sich nicht wegsparen. Auf der Straße ebenso wie an der Wahlurne sagen sie unmissverständlich: Es reicht! Das griechische Wahlergebnis ist daher eine Chance auf einen echten Neuanfang nicht nur für Griechenland, sondern für ganz Europa“, erklärt Mittendrein.

Überall in Europa gibt es derzeit Aktivitäten der Solidarität mit den Menschen in Griechenland. Einer der nächsten Höhepunkte wird der internationale Blockupy-Protest aus Anlass der Eröffnung des neuen EZB-Gebäudes am 18. März in Frankfurt am Main sein, an dem sich auch viele Attac-Aktive beteiligen. Tausende Menschen aus ganz Europa werden in Frankfurt deutlich machen, dass sie einen grundsätzlichen Wandel in Europa wollen und gegen die Verarmungspolitik der Troika protestieren.

Weitere Informationen:

Der Film "Wer rettet wen?": whos-saving-whom.org
Attac Recherche zu Griechenland: www.attac.at/bailout
Attac Recherche zu Irland: www.attac.at/news/detailansicht/datum/2013/12/27/irland-rettung-675-mrd-hilfskredite-895-mrd-fuer-die-banken.html