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Weltweiter Aktionstag: Finanztransaktionssteuer noch 2011!

Attac gratuliert Sarkozy vorab zur Einführung / EU muss vorangehen / Globale Unterschriftenaktion gestartet

Einen Tag vor dem Treffen der G20-Finanzminister in Paris fordern hunderte  zivilgesellschaftliche Organisationen auf allen fünf Kontinenten mit Fotoaktionen vor französischen, deutschen und englischen Botschaften die Einführung einer Finanztransaktionssteuer noch im Jahr 2011.* Frankreich und Deutschland haben angekündigt eine Finanztransaktionssteuer notfalls auch in einer ?Koalition der Willigen? einzuführen. Großbritannien ist derzeit einer der stärksten Gegner der Steuer.

Vor der französischen Botschaft in Wien überreichten Attac-AktivistInnen dem G20-Vorsitzendem Nicolas Sarkozy vorab eine Glückwunschkarte für die Einführung im Jahr 2011. ?Die Zeit ist überreif, 2011 muss das Jahr der Finanztransaktionssteuer werden. Wir brauchen endlich dieses Instrument gegen maßlose Spekulation und Armut. Solange keine weltweite Steuer in Sicht ist muss die EU muss vorangehen. Der heutige Aktionstag macht deutlich, dass die Menschen auf der ganzen Welt nicht locker lassen und weiterhin die dringend notwendigen Reformen im Finanzsektor einfordern werden?, sagt Alexandra Strickner von Attac Österreich.

Der Aktionstag markiert auch den Beginn einer weltweiten Unterschriftenaktion an die G20- und EU-Regierungschefs auf www.makefinancework.org. Bis zum G20-Gipfel im November 2011 in Cannes werden diese aufgefordert, ihren Worten Taten folgen zu lassen, und die Finanztransaktionssteuer endlich einzuführen ? weltweit oder in der Europäischen Union. In Österreich unterstützt eine breite Allianz zivilgesellschaftlicher Organisationen* aus unterschiedlichen Bereichen die Aktion auf www.steuergegenarmut.at

* Bilder vom globalen Aktionstag in Argentinien, Australien, Österreich, Belgien, Burkina Faso, Brasilien, Kanada, Demokratische Republik Kongo, Frankreich, Deutschland, Ghana, Italien, Japan, Malawi, Mali, Mexiko, Nepal, Niederlande, Norwegen, Ruanda, Senegal, Süd Afrika, Spanien, Großbritannien und  USA laufend ergänzt unter: www.flickr.com/photos/gdoa_ftt_robinhood/sets/72157626065308122/

In Berlin zogen Aktivistinnen und Aktivisten des "Steuer gegen Armut"-Bündnisses heute Vormittag als Robin Hoods verkleidet vor die Vertretungen Italiens, Großbritanniens, Spaniens und Südafrikas und übergaben Schreiben an die Regierungen dieser Länder. Am frühen Abend erwartet die Besucher der Berlinale eine Überraschung: Mit einer Stretchlimousine werden die Robin Hoods vor mehreren Kinos vorfahren und ihre Forderung nach einer Steuer gegen Armut auf dem roten Teppich präsentieren.

Other Highlights include:
Activists dressed in Robin Hood outfits (representing the fact that the tax is called the Robin Hood Tax in many countries) will be gathering outside the French, German and UK embassies in Malawi and Nepal, and in Strasbourg, a group of 13 MEPs will be gathering outside the Parliament to pose with a giant green arrow.

In London, pensioners, public sector workers, students, and unemployed people affected by the UK government?s spending cuts joined campaigners dressed as Robin Hood to hand a giant ?final demand? notice into a number of banks with branches in Victoria Street, Westminster. Similar stunts simultaneously took place in Glasgow, Cardiff, Portsmouth, Bristol, Hereford and Wilmslow.

Campaigners in Spain are bringing out Robin Hoods in 18 cities across the country including Madrid, Barcelona, Bilbao, Valencia, Granada, Cordoba, Pamplona, Palma de Mallorca, and Toledo. At the French Embassy in Madrid, a band of merry men wearing t-shirts with the logo of the campaign delivered a large 1.5 metre arrow to the French ambassador with a message to the G20 that a Robin Hood Tax of just 0.05 per cent could change the world.

In Senegal, campaigners are delivering three giant arrows signed by hundreds of people who attended the recent World Social Forum in Dakar calling for immediate action on the banks.

French Robin Hoods are putting on a theatrical performance outside the old stock exchange building in Paris, which will include a band of musical merry men. In Italy another theatre-style production will see ordinary workers struggling to free themselves from the grip of a banker before Robin Hood arrives to save them.