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5. Attac-Generalversammlung wählt neuen Vorstand

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Auf der gestrigen Generalversammlung in Wels wählte die 2500 Mitglieder zählende globalisierungskritische Organisation Attac den fünften Vorstand. Alt und neu im Vorstand sind der Betriebswirt Peter Adelmann, der Politikwissenschaft-Diplomand Nonno Breuss, die Ökonomin Karin Küblböck nd die Sprachwissenschaft-Studentin Judith Sauer. Neu im Team sind die Kommunikationswissenschaftlerin Pia Lichtblau, die Grazer Sozialpädagogin Brigitte Kratzwald, die feministAttac-Aktivistin und Umwelt-Kampagnerin Bettina Urbanek, der oberösterreichische Organisationsreferent der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegungund Heinz Mittermayr und der Student der Internationalen Entwicklung Franziskus Förster. Damit koordiniert erneut ein interdisziplinäres und interregionales Gremium Attac Österreich, das statutengemäß aus mehr Frauen als Männern besteht.

Zum ersten Mal hielt Attac eine AktivistInnenversammlung ab, bei der die inhaltlichen und strategischen Schwerpunkte für das kommende Jahr festgelegt wurden. Nach der erfolgreichen Veranstaltungsreihe in Oberösterreich zum Thema "Steuergerechtigkeit statt leere Gemeinde-Töpfe" macht Attac Österreich ein gerechtes Steuersystem zum Schwerpunktthema für das kommende Jahr.

"'Fair Steuern' heißt die längst überfällige Antwort auf die systematische Entsteuerung von Kapitaleinkommen und Vermögen bei gleichzeitiger steuerlicher Überbelastung von Arbeitseinkommen", so Nonno Breuss, Steuergerechtigkeitsexperte von Attac Österreich. Beim öffentlichen Teil der Generalversammlung Freitag abend verfolgten rund 100 Personen im Schulsaal des BRG Schauerstraße in Wels die Diskussion zum Thema "Konzerne Steuern Politik". Der Buchautor Ernst Schmiederer ("Asoziale Marktwirtschaft") illustrierte anhand klarer Beispiele, wie Konzerne Steuern vermeiden, und die AK-ExpertInnen Sybille Pirklbauer und Franz Gall gossen das ungerechte Steuersystem in Zahlen.

Erstmals wurde auch der "Gender Mainstreaming Award" vergeben, den das Organisationsteam der Sommerakademie 2004 erhielt. Dieser Preis zeichnet Attac-Gruppen aus, die sich bei Inhalt und Form ihrer Arbeit besonders um ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis bemühen.