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Attac startet Unterschriftenaktion gegen Bankgeheimnis

"Matznetter als Steuerberater für Superreiche im falschen Amt?

Attac startet heute auf  www.attac.at/bankgeheimnis eine Unterschriftenaktion für die Abschaffung des österreichischen Bankgeheimnisses. ?Das Bankgeheimnis muss weg?, erklärt Attac-Steuerexpertin Sybille Pirklbauer. ?Nur so könne man Steuerhinterziehern auf die Schliche zu kommen und Kapitalerträge fair zu besteuern. Nicht die viel zitierte Oma und ihr Sparbuch sondern die großen Vermögen profitieren vom Bankgeheimnis. Mit einem Wegfall würde sich für die ?kleinen SparerInnen? nichts ändern. Der Datenschutz gegenüber Nachbarn, Verwandten, Medien und Politikern soll unverändert aufrecht bleiben.?

Das strenge österreichische Bankgeheimnis unterstützt Steuerflüchtige. Diese entziehen sich einer solidarischen Finanzierung von Pensionen, Schulen, Gesundheitsvorsorge und anderen öffentlichen Leistungen. Die systematische Steuerschonung von Vermögen, Kapitaleinkommen und Unternehmensgewinnen führt dazu, dass die Steuerlast auf Masseneinkommen, Löhnen und Gehältern immer weiter ansteigt. Dies wurde jüngst auch von der OECD bestätigt.

Heftige Kritik übt Attac an der ?Kopf in den Sand? Strategie von Bundeskanzler Gusenbauer und Finanzminister Molterer. Auch Finanzstaatsekretär Christoph Matznetter erklärte jüngst, er wolle das Bankgeheimnis ?über die nächsten Jahrzehnte erhalten?. ?Matznetter hatte bisher als einziges Regierungsmitglied Vernunft in dieser Frage erkennen lassen. Der plötzliche Sinneswandel ist umso bedauerlicher. Wenn Matznetter seinen Beruf als Steuerberater für Superreiche fortführen will, ist er im falschen Amt?, so Pirklbauer abschließend.

Anhang: Sieben Gründe warum Österreich eine Steueroase ist:
http://www.attac.at/7gruende