Eine neue Greenpeace-Recherche zeigt, wie Rindfleisch aus illegalen Farmen im brasilianischen Amazonasgebiet auch nach Europa gelangt. Das Exportwachstum der südamerikanischen Fleischindustrie verschärft somit die illegale Abholzung des Regenwaldes und setzt die kleinstrukturierte Landwirtschaft unter Druck.
Für Attac Österreich bestätigt dies einmal mehr, dass das EU-Mercosur-Abkommen ein fataler Irrweg ist. Es forciert ein zerstörerisches Wirtschaftsmodell, das Exportprofite über Umwelt- und Klimaschutz, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit stellt. Zugleich bringt es kaum ökonomische Vorteile und könnte laut eine Studie sogar 120.000 Arbeitsplätze in der EU kosten.
„Wer das Klima schützen will, muss sowohl klimaschädliche Fleisch- und Agrarimporte als auch europäische Autoexporte reduzieren und die Wirtschaft konsequent regionalisieren“, fordert Theresa Kofler von Attac Österreich.
Attac appelliert an alle politisch Verantwortlichen in Parlament, EU-Parlament und Regierung, das EU-Mercosur-Abkommen zu verhindern.