Die EU-Kommission hat ihr Ziel verfehlt, das EU-Mercosur-Abkommen noch vor Weihnachten in Brasilien zu unterzeichnen.
„Die fehlende Unterstützung für dieses klimaschädliche und veraltete Abkommen ist ein weiterer großer Zwischenerfolg für den breiten transatlantischen Widerstand. Österreichs Regierung steht dabei mit ihrem Nein ökonomisch und ökologisch auf der richtigen Seite“, erklärt Theresa Kofler von Attac Österreich. Die Regierungen sollten dieses völlig fehlgeleitete Abkommen nun endgültig zu stoppen, anstatt es weiter zu verschieben, fordert Attac.
Der Widerstand gegen das Abkommen kommt nicht nur von Regierungen und Landwirten. Mehr als 450 Gewerkschaften, Verbraucherschutzorganisationen, Menschenrechtsgruppen und Umweltorganisationen, Ökonom*innen, indigene Völker, lokale Gemeinden und viele andere zivilgesellschaftliche Organisationen auf beiden Seiten des Atlantiks fordern seit Jahren das Aus für das Abkommen.
In Zeiten der Klimakrise nicht zukunftsfähig
“In Zeiten der Klimakrise ist eine Handelspolitik im Interesse europäischer Pestizid- und Autokonzerne sowie der südamerikanischen Fleisch- und Agrarindustrie nicht zukunftsfähig. Eine klimafreundliche und solidarische Handelspolitik muss regionale Wirtschaftskreisläufe und die grüne Transformation unterstützen”, erklärt Kofler. Die EU sollte zudem nachhaltige und solidarische Beziehungen mit anderen Wirtschaftsräumen aufbauen.