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IWF handelt im Interesse der Finanzindustrie

Bankenabgabe kein Ersatz für internationale Finanztransaktionssteuer

Mit scharfer Kritik reagiert das globalisierungskritische Netzwerk Attac auf Berichte des Handelsblattes wonach sich der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner Studie gegen eine Finanztransaktionssteuer ausgesprochen habe.
 
 ?Stimmt der Bericht, wird einmal mehr ersichtlich, dass der IWF die Interessen der Finanzindustrie verfolgt. Ohne Finanztransaktionssteuer würde die notwendige Regulierung der Finanzmärkte endgültig völlig im Nichts enden. Die Akteure auf den Finanzmärkten würden weiter spekulieren, die Steuerzahler auf den Kosten der Krise sitzen bleiben?, erklärt Alexandra Strickner von Attac Österreich. Eine internationale Bankenabgabe als reine Insolvenzversicherung sei jedenfalls kein Ersatz für die Finanztransaktionssteuer. Eine solche Abgabe würde nur einen minimalen Bruchteil der jetzt notwendigen finanziellen Mittel zur Bekämpfung der Krisen sicherstellen und im Falle eines Versicherungsmodells keinen Beitrag zur Deckung der Krisenkosten leisten.
 
 Die Finanztransaktionssteuer ist etwa im Euro-Raum so problemlos einführbar wie die Gebühren für Girokonten. Sie zu umgehen, wäre nur bei einem Verzicht auf elektronische Handelsplattformen und internationale Zahlungsausgleichssysteme möglich. Das aber wäre letztendlich viel teurer als die Steuer selbst.
 
 Attac unterstützt gemeinsam mit vielen weiteren österreichischen Organisationen auf www.steuergegenarmut.at die globale Unterschriftenaktion an die G20 für die Einführung der Finanztransaktionssteuer:  www.makefinancework.org.