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Neues Buch: Mythen des Reichtums. BEIGEWUM / Attac / Armutskonferenz

Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet / Nachwort Elfriede Jelinek

Reichtum und Armut sind die beiden Pole sozialer Ungleichheit. In der Forschung hat Armut lange Zeit deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten als Reichtum. Zu letzterem gibt es weniger Datenmaterial und verbreitetes Faktenwissen. Reichtum fasziniert dafür medial, beispielsweise über Reichen¬rankings und Millionärs- oder Millionärinnen-Homestories. Die so entstehen¬den Bilder haben einen Nachteil: Sie verschleiern die wirtschafts- und sozial¬poli¬tische Dimension von Reichtum und tragen zur Mystifizierung bei.

Ein heute erscheinendes Buch stellt den bestehenden Mythen des Reichtums Fakten entgegen. Aus verschiedenen Perspektiven wird den Strategien der Rechtfertigung von Reichtum und sozialer Ungleichheit nachgegangen. Dabei setzen sich die AutorInnen mit Gerechtigkeits- und Leistungsbegriffen auseinander, erörtern die empirische Vermögensforschung, auch mit Bezug auf die vieldiskutierten Arbeiten von Thomas Piketty, und untersuchen die Gefahren der Vermögenskonzentration für die Demokratie.

Im Nachwort ist ein von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek eigens für die Reichtumskonferenz verfasster Text erstabgedruckt.

Gleichzeitig mit dem Erscheinen des Buches geht die Seite www.reichtumsmythen.at in Kooperation mit dem Marie Jahoda - Otto Bauer Institut online, welche die verschiedenen Reichtumsmythen und politische Lösungen interaktiv erfahrbar macht.


Leseprobe: www.vsa-verlag.de-Beigewum-Mythen-des-Reichtums.pdf
Cover: www.attac.at/fileadmin/dateien/image/Presse/Beigewum_Reichtums-Mythen.jpg

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Buchpräsentation & Diskussion am 3. Dezember 2014
Mythen des Reichtums: Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet
Mi. 03.12.14, 18:30
Aula des Alten AKH, 1090 Wien
VeranstalterIn: BEIGEWUM, Attac Österreich und Armutskonferenz

Mit
Stefan Humer, WU Wien: Wie reproduziert sich Reichtum?
Miriam Rehm, AK Wien: Wer ist die Mittelschicht, wer sind die anderen?
Martin Schenk, Die Armutskonferenz: Was bedeutet Vermögenskonzentration für die Demokratie?

Buchpräsentation Linz: 9. Dezember 2014: Reichtum – wann ist viel zu viel?

Vortrag von Martin Schürz, Gruppenleiter für monetäre Analysen, Österreichische Nationalbank
Dienstag, 9.12.2014, 19 Uhr, Wissensturm Linz

Armut und Reichtum sind die beiden Pole der sozialen Verteilung. Während über Armut viel bekannt ist, wird über Reichtum zwar viel gemutmaßt, aber wenig gewusst. Mit der Veröffentlichung von Haushaltsbefragungen der Europäischen Zentralbank stehen erstmals vergleichbare Vermögensdaten für die Eurozone zur Verfügung. Allerdings: Reiche Menschen verstehen es, ihr Vermögen neugierigen Blicken zu entziehen. Daten über Vermögen sind weiterhin rar.

Dabei ist Reichtum ein Machtfaktor, eine hohe Vermögenskonzentration schwächt die Demokratie. Im Vortrag geht der Ökonom und Reichtumsforscher Martin Schürz der Frage nach, wie es um Vermögen in Österreich und in Europa bestellt ist und wie Reichtum von der Bevölkerung wahrgenommen wird: Wann ist viel zu viel?

Bei der Veranstaltung werden das neue Buch von BEIGEWUM/ATTAC/Armutskonferenz Mythen des Reichtums. Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet sowie die Homepage www.reichtumsmythen.at des Marie Jahoda - Otto Bauer Institutes vorgestellt.

Eine Veranstaltung des Instituts für Soziologie an der JKU Linz in Kooperation mit Attac OÖ, Beigewum, Jahoda-Bauer-Institut und VÖGB.
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BEIGEWUM / Attac / Armutskonferenz (Hrsg.)
Mythen des Reichtums
Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet
Mit einem Nachwort von Elfriede Jelinek
176 Seiten
Erscheinungsdatum 20.November 2014
ISBN 978-3-89965-618-3


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Die HerausgeberInnen:

Der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) ist ein Verein von SozialwissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, der das Ziel verfolgt, Ergebnisse kritischer Forschungstätigkeit in die laufende politische Debatte einzubringen. www.beigewum.at

Die Armutskonferenz ist als Netzwerk sozialer Organisationen und Bildungs- und Forschungseinrichtungen aktiv und thematisiert gemeinsam mit Armutsbetroffenen Hintergründe, Ursachen und Maßnahmen gegen Armut & soziale Ausgrenzung. www.armutskonferenz.at

Attac ist eine internationale Bewegung, die sich für die demokratische und soziale Gestaltung der Wirtschaft einsetzt. www.attac.at

Kooperationspartner:

Das Marie Jahoda / Otto Bauer Institut agiert als gemeinnütziger Verein zur Förderung des Dialogs von Wissenschaft und Politik. Zentral ist dabei die Funktion als Plattform für den Austausch von wissenschaftlicher Forschung und praktischer Politik. jahoda-bauer-institut.at