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Rüstungsboom: Attac fordert aktive Friedenspolitik statt weiterer Eskalation

Milliarden für Rüstungskonzerne fehlen für Gesundheit, Pflege, Bildung, Klimaschutz und Infrastruktur

Laut Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI haben die Umsätze der 100 größten Rüstungsproduzenten im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Sie stiegen um fast sechs Prozent auf 679 Milliarden US-Dollar. Grund dafür sind vor allem die massiven Aufrüstungsprogramme in Europa, den USA und Russland.

Attac kritisiert die einseitige Fixierung auf Aufrüstung. „Das aktuelle Wettrüsten führt nicht zu mehr Sicherheit, sondern zu weiterer Eskalation und Krisen. Auch die Bekämpfung von Kriegsursachen gerät aus dem Blickfeld“, kritisiert Max Hollweg von Attac Österreich. Eine aktive Friedenspolitik muss sich für die Opfer von Krieg und Gewalt, die Beendigung von Kriegen, für Diplomatie sowie internationale Abrüstungs- und Rüstungsbegrenzungs-Abkommen einsetzen, fordert Attac.

Echte Sicherheit statt Aufrüstung

Was an Geld in Waffen investiert wird, fehlt zudem für Gesundheit, Pflege, Bildung, Klimaschutz und Infrastruktur – genau jenen Bereichen, die echte Sicherheit schaffen. „Die Rüstungsindustrie bindet zudem Fachkräfte und Produktionskapazitäten, die wir eigentlich dringend für sozial-ökologische Transformation brauchen“, kritisiert Hollweg.