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Corona-Lastenausgleich: Mehr als 10.000 Menschen unterstützen Attac-Forderung nach Beitrag der Reichsten

Auch Alois Stöger, Emmerich Tálos, Franzobel, Marlene Streeruwitz und Ilija Trojanow sowie zahlreiche Organisationen unter den Unterstützenden

Bereits mehr als 10.000 Menschen (10.765, Stand 2.12. 09:30 Uhr) unterstützen per Petition die Attac-Forderung nach einem Beitrag der Reichsten in der Krise. Mit dem Corona-Lastenausgleich sollen Vermögen ab 5 Millionen Euro mit 10 Prozent, Vermögen ab 100 Millionen Euro mit 30 Prozent und Vermögen ab einer Milliarde Euro mit 60 Prozent je einmalig einen Beitrag leisten. Insgesamt könnten damit in Österreich - konservativ gerechnet - rund 70 bis 80 Milliarden Euro eingenommen werden; mehr als ein Drittel davon allein von Milliardär*innen.

Neben namhaften Ökonom*innen wie Kurt Bayer, Luise Gubitzer, Maximilian Kasy, Karin Küblböck, Walter Otto Ötsch, Miriam Rehm und Brigitte Young unterstützen auch immer mehr Prominente den Corona-Lastenausgleich. Darunter sind etwa der ehemalige Gesundheits- sowie Arbeits- und Sozialminister Alois Stöger, die Politologen Ulrich Brand, Oliver Marchart und Emmerich Tálos sowie die Schriftsteller*innen Ilija Trojanow, Marlene Streeruwitz und Franzobel.

Zusätzlich unterstützen zahlreiche Organisationen den Lastenausgleich, darunter Aufstehn.at, Ehe ohne Grenzen, die Evangelische Jugend Österreich, das Frauenvolksbegehren, die Grüne Jugend, Katholische Sozialakademie Österreichs, der Kulturrat, Plattform für eine menschliche Asylpolitik, SOS Mitmensch, OMAS GEGEN RECHTS oder die Sozialistische Jugend Österreich.

Krise verschärft die Ungleichheit weiter

 

Die Corona-Krise verschärft die Ungleichheit. Sie trifft die ökonomisch Ärmsten am stärksten, während Multimillionär*innen und Milliardär*innen auch von staatlichen Hilfsgeldern wie dem bedingungslosen Umsatzersatz profitieren. Gleichzeitig entstehen enorme wirtschaftliche Kosten - nach aktuellen Schätzungen in den nächsten beiden Jahren rund 54 Milliarden Euro - während Geld für dringend nötige Investitionen in Klimaschutz, Pflege, Gesundheit und Bildung fehlt.

Mario Taschwer von Attac Österreich erklärt dazu: „Immer mehr Menschen fordern, dass auch jene Personen, die überbordenden Reichtum besitzen, einen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten müssen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Mehrheit der Menschen nach der Krise noch einmal durch Kürzungspakete verliert.“

Alle technischen Details zum Lastenausgleich finden sie hier.