13.11.2003, Solidaritätsbekundung mit einer starken öffentlichen Bahn 16 Uhr


Attac unterstützt Streikende - Bahn muss öffentlich bleiben

Die Zerschlagung der Bahn, ihre Umwandlung in gewinnorientierte Aktiengesellschaften udn ihre Privatisierung wären eine Katastrophe für die Bevölkerung und die Umwelt. Aktiengesellschaften werden die Preise erhöhen, die Infrastruktur vernachlässigen und nach und nach alle Nebenstrecken zusperren, was den Autoverkehr udn die Zahl der Immobilen erhöhen würde. Die Privatisierung der Grundversorgung bedeutet den Konkurs der Politik. Anstatt die Bahn zu zerstören, sollte sie ausgebaut werden, um ein sicheres und umweltfreundliches Mobilitätssystem für die Zukunft zu schaffen. Attac erklärt sich daher solidarisch mit den streikenden Eisenbahner und -innen und beteiligt sich an der spontanen Solidaritätskundgebung um 16 Uhr am Wiener Ballhausplatz.

Argumente zur "Reform": - Der Rechnungshof-Bericht wird ignoriert - Das ÖBB-Dienstrecht wurde schon 1995 und 1997 radikal umstrukturiert - Mit dem Eingriff in bestehende Verträge wird ein Exempel statuiert, dass früher oder später jede Berufsgruppe treffen kann - Bei der "Privilegiendebatte" werden nie die Nachteile der ÖBBler genannt - Das "Defizit" der Bahn sind Investitionen, Pensionen und gemeinnützige Leistungen im Auftrag des Staates zugunsten von PendlerInnen, SchülerInnen und SeniorInnen; das Unternehmen ÖBB selbst schreibt Gewinne - Die Privatisierung erfolgt ohne internationales Erfolgsbeispiel.