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Stopp die Spekulation auf Lebensmittel!

Mit der Revision der europäischen Finanzmarktrichtlinie müssen Spekulationen auf Nahrungsmittel radikal eingedämmt werden : Caritas, KOO, ÖBV, Global 2000, ECA Watch Österreich und attac rufen die österreichische Finanzministerin auf: "Ergreifen Sie diese Chance im Kampf gegen den weltweiten Hunger!"


Caritas, KOO, ÖBV, Global 2000, ECA Watch Österreich und Attac sind überzeugt davon, dass exzessive Nahrungsmittel-Spekulationen auf europäischen Finanzmärkten für den weltweiten Hunger mitverantwortlich sind. Preise für lebensnotwendige Getreidesorten wie Mais, Weizen, Soja und Reis sind dadurch verstärkt Schwankungen und ungewöhnlichen Preissteigerungen unterworfen. Für die Armen der Welt stellen selbst kleine Preissteigerungen, auch wenn diese nur einige wenige Wochen andauern, existenzbedrohende Situationen dar. Sie ernten oft nicht genug, um die eigene Familie ernähren zu können und sind deshalb von Getreidepreisen auf den lokalen Märkten abhängig.

Derzeit sind die Verhandlungen zur Revision der europäischen Finanzmarktrichtlinie – MIFID II – in der heißen Phase. Diese neue Richtlinie ist eine Chance im Kampf gegen den Hunger, die nicht vergeben werden darf. In den nächsten Wochen werden im Europäischen Parlament und im Europäischen Rat der FinanzministerInnen die Beschlüsse dazu gefasst.

Wir appellieren deshalb an Finanzministerin Maria Fekter sich für die Einführung von Positionslimits, erhöhte Transparenzvorschriften auf den Finanzmärkten und ein Verbot von Indexfonds beim Handel mit Agrarrohstoffen einzusetzen.

Untermauert wird diese Forderung mit der Online Petition http://www.stopp-spekulation.at : jede und jeder einzelne ist aufgerufen, mit seiner Unterschrift an der Petition ein Zeichen zu setzen und damit zu einer Verminderung des weltweiten Hungers beizutragen.