Unsere Aktivitäten

Corona Lasten fair teilen

Szenische Darstellung vor dem Schloss Velden

Am 4. Juli haben wir die wirtschaftliche Verteilung der Coronalasten wie Jobverlust, Kurzarbeit, unbezahlte Pflegearbeit, Gesundheitskosten und Betreuungsengpass mit einem Sketch vor der luxuriösen Kulisse in Velden dargestellt. Die Reichen und Superreichen vom Wörthersee waren im Spiel genauso vertreten wie die Menschen, die jetzt die Krise stemmen. Wie kann es gelingen, die Milliarden, die Österreich brauchen wird, aufzubringen? Die Milliarden, die jetzt von der Regierung in den Wirtschaftskreislauf gepumpt werden und irgendeinmal wieder zurückkommen müssen, wurden auf die Waagschalen gelegt. Nach der Premiere gab es Flugblätter für die Passant*innen und spannende Diskussionen über die ungleiche  Steuerbelastung zwischen den Arbeitenden und den Vermögenden in Österreich.

Corona hin oder her - Mieten dürfen nicht die Existenz gefährden!

Stellungnahme von Attac Kärnten_Koroška

Vielfach hört man: Die Mieten müssen ja bezahlt werden! In der derzeitigen Krise müssen Geschäftsräume gesperrt werden, ganze Betriebsstätten können nicht mehr genutzt werden. Daher ist nicht einzusehen, dass Zahlungen für die Überlassung von Grundstücken und Immobilien in vollem Umfang geleistet werden müssen. Während Haushalte und UnternehmenInnen nicht wissen, wie sie in den nächsten Wochen über die Runden kommen, können sich Grund- und ImmobilienbesitzerInnen in der Krise ruhig zurücklehnen. Ihre Renditen aus den Mietzahlungen fließen ja munter weiter.

Solidarische Politik muss immer die Schwächsten schützen, da diese sich nicht selbst schützen können. Deshalb ist es umso wichtiger, zu prüfen, wo Grund- und ImmobilienbesitzerInnen und wo MieterInnen schützenswert sind. ImmobilienmagnatInnen ist nicht so schützenswert, wie die SeniorInnen, die sich zur Aufbesserung der Pension eine kleine Mietwohnung angespart haben, damit sie im Ruhestand nicht Sozialhilfe beantragen müssen. Genauso wenig sind Konzerne wie Adidas schützenswert, die sich zurzeit weigern, ihre Geschäftsmieten zu zahlen. Private müssen jedoch in jedem Fall vor der Obdachlosigkeit bewahrt werden, entweder durch Aussetzen der Mietzahlungen für die Zeit des Verdienstausfalls durch die Coronakrise oder durch raschen und unbürokratischen Ersatz in den Fällen, wo ein Mietausfall für kleine, nicht kommerzielle VermieterInnen nicht zumutbar ist. (H. K.)
 

Weltflüchtlingstag 2020

Am am 20. Juni 2020 haben wir uns anlässlich des Weltfrüchtlingstages gemeinsam mit vielen anderen Organisationen für die sofortige Evakuierung der Flüchtlingscamps, sichere Fluchtwege und die bedingungslose Einhaltung der Menschenrechte stark gemacht. Für attac Kärnten_Koroska hat Herbert folgendem Redebeitrag gehalten:

Grußbotschaft und solidarische Grüße vom Netzwerk Attac!

"Schön, dass Ihr zu dieser Veranstaltung von Kärnten Anders gekommen seid um darauf aufmerksam zu machen, dass es heute auf der Welt so viele Menschen wie noch nie gibt, die auf der Flucht sind; die Familie und Freunde verlassen mussten, die gewohnte Umgebung und die Heimat zurück gelassen haben, manche davon selbst aus ihrem Land, aus ihrem Kontinent vertrieben wurden; um dann dort zu leben, wo sie fremd sind und manchmal gar nicht willkommen sind.

Niemand verlässt gerne seine Familie, seine Freunde, sein Land. Wenn man aber keine Zukunft mehr sieht, man nicht mehr weiß, wie man sich und die Familie ernähren soll, manchmal auch um sein Leben fürchten muss, bei solchen Katastrophen muss man aber weg und hofft, dass man wo anders sicher ist.

Wir vom Netzwerk Attac schauen auf die Ursachen von den Katastrophen, die die Menschen in die Flucht schlagen: Es sind Katastrophen durch Kriege oder Umweltzerstörung. Und da fragen wir uns, was haben wir in Österreich mit diesen Katastrophen zu tun? Wird die Umwelt nicht auch von uns zerstört? Werden die Kriege nicht mit unseren in Europa produzierten Waffen geführt, mit deutschen Qualitätswaffen der Firma Thyssen, eine der reichsten Familien auf diesem Kontinent. Wir brauchen gar nicht so weit zu schauen! Wo wird denn die weltberühmte Pistole gefertigt, die millionenfach bei Konflikten, nicht zuletzt bei den Polizeieinsätzen in Minnesota in den USA verwendet wird? 25 Kilometer von hier im ehemaligen Kestag-Werk in Ferlach wird die berühmte Glock-Pistole gebaut. Sind wir stolz auf diese tollen Unternehmerdynastien wie Thyssen oder Krupp, die die Waffen produzieren, und die diejenigen Produkte herstellen, mit der unsere Welt, unsere Umwelt und die Umwelt von Millionen Menschen in aller Welt zerstört wird? und auf die Personen, die dadurch sehr, sehr reich werden, so reich werden und so viel Geld einnehmen, dass es sich lohnt, das Geld in Steueroasen zu parken, und sich vom Rest eine Villa am Wörthersee zu kaufen?

Klimakatastrophen und Kriege, die Menschen in die Flucht treiben, sind nicht gottgewollt. Sie werden von Menschen gemacht und von einem Wirtschaftssystem befeuert, das die falschen Menschen belohnt und diejenigen, die zum Wohl der Gemeinschaft beitragen, bestraft. Die Waffenproduzenten dieser Welt kriegen ihren Reichtum steuerfrei, aber jugendliche Flüchtlinge, die in Österreich eine Lehre machen wollen, werden abgeschoben.

Wir von Attac wollen das ändern: Wir wollen ein gutes Leben für alle; Das geht nur, wenn wir den Reichtum umverteilen, von den Reichen und Schönen am Wörthersee zu den Asylwerbern, die bei uns eine Lehre machen wollen. Von den Weltkonzernen wie Thyssen Stahl, Google, Amazon, Facebook und Co. zu den 24 Stundenpflegerinnen, denen man jetzt noch die Kinderbeihilfe gekürzt hat. Von den reichen Ländern wie Österreich im Herzen Europas zu den armen Ländern dieser Welt wie Burkina Fasu in Westafrika. Umverteilung ist die einzige Möglichkeit, dass Menschen nicht mehr ihre Familien und Freunde, ihre Heimat und ihr Land verlassen müssen. Dafür setzen wir uns von Attac Kärnten ein.

Eine andere Welt ist möglich. Kämpfen wir dafür! Solidarische Grüße"

Autor: Herbert

 

Raddemo für „Verkehrswende jetzt“

Attac Kärnten-Koroška war in Klagenfurt dabei

Am 19. Juni 2020 hat attac Kärnten-Koroška bei der Raddemo in Klagenfurt teilgenommen. Start war am Neuen Platz. Von dort zogen ca. 50 DemonstrantInnen mit ihren Rädern über den gesamten Klagenfurter Ring mit Stopps und Botschaften an den 4 größten Kreuzungen. Die Ansprachen wurden von AktivistInnen der Fridays for Future, Radlobby Kärnten, extinction rebellion und attac gehalten.

Bei dem Halt vor der Landeregierung hat atac Kärnten an die zuständige Landesrätin, Mag.a Sarah Schaar eine Petition für klimafreundlichen Tourismus überreicht, der von zahlreichen Kärntner NGOs und Vereinen unterzeichnet worden ist. Dabei wird vor allem auf den Schaden hingewiesen, den GTI-Vor- Haupt- und Nachtreffen für Anrainer und Klima, aber auch den Tourismus in Kärnten verursachen. Nachtfahrverbote und strenge Polizeikontrollen werden gefordert, jede Förderung von diesen Abgas-Events wird abgelehnt.

Die Kundgebung verlief friedlich und fröhlich und endete wieder am Ausgangspunkt, dem Neuen Platz mit dem Lindwurm.Herzlichen Dank an die Polizei, die unsere Demo perfekt von den manchmal verständnislosen Autofahrern abgeschirmt und alle Kreuzungen gesperrt hat. Zum Schluss umrundeten die RaddemonstrantInnen mit lautem Klingeln auf dem Neuen Platz noch mehrmals den Lindwurm. Vielen Dank auch an Pepe Lessiak, der der Demo mit seinem Audio-Lastenrad zum vollen Erfolg verhalf und an Julia für die Super-Vorbereitung, sowie allen TeilnehmerInnen.

Autor: Hans

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